Namibia-Rundreise 2026: Die besten Angebote & Routen
Zusammenfassung
Namibia gilt als eines der faszinierendsten Reiseziele im südlichen Afrika und verbindet atemberaubende Landschaften mit einer außergewöhnlichen Tierwelt. Zwischen endlosen Wüsten, majestätischen Dünen und wildreichen Nationalparks entfaltet sich ein Abenteuer, das seinesgleichen sucht. Wer sich auf eine Rundreise durch dieses weite Land begibt, erlebt die unberührte Natur, trifft auf herzliche Gastfreundschaft und entdeckt Orte, die in ihrer Einzigartigkeit unvergesslich bleiben. Die folgenden Seiten bieten einen umfassenden Überblick über die besten Routen, praktische Planungstipps und Geheimtipps für eine perfekt organisierte Reise durch Namibia.
Unsere Top-Reisen nach Namibia
1. Rundreise in Eigenregie: Entdeckung Namibias

Diese Rundreise führt in 7 oder 11 Nächten zu den spektakulärsten Landschaften Afrikas. Die Reise startet in Windhoek und führt über die Kalahari-Wüste, die endlosen Dünen von Sossusvlei, die Küstenstadt Swakopmund bis zum tierreichen Etosha-Nationalpark. Besonders reizvoll ist die Kombination aus komfortablen Shuttle-Services und sorgfältig ausgewählten Lodges, die es ermöglichen, Namibia ohne eigenes Fahrzeug zu erkunden. Highlights umfassen Dünenwanderungen bei Sonnenaufgang, Safaris im Etosha-Park und Begegnungen mit der vielfältigen namibischen Kultur. Mit einem durchdachten Reiseplan, der alle Transfers organisiert, bleibt genügend Zeit, um die spektakuläre Natur in Ruhe zu genießen.
2. 8 oder 10 Tage Mietwagenrundreise Namibia

Für alle, die Namibia in völliger Freiheit entdecken möchten, bietet sich diese Mietwagenrundreise an. Ob in acht oder zehn Tagen, die Route führt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes, darunter der Etosha-Nationalpark, die Namib-Wüste mit Sossusvlei und das geschichtsträchtige Damaraland. Die Übernachtungen erfolgen in charmanten Lodges, die sorgfältig ausgewählt wurden, um Komfort und Authentizität zu verbinden. Mit dem eigenen Mietwagen lassen sich Routen individuell gestalten, spontane Stopps einlegen und abgelegene Orte erkunden. Diese Rundreise eignet sich besonders für Abenteuerlustige, die gerne selbst am Steuer sitzen und ihre Reise nach eigenem Rhythmus planen.
3. Rundreise durch Namibia

Diese geführte Rundreise über elf Tage führt zu allen wichtigen Orten Namibias und bietet eine perfekte Mischung aus Naturerlebnissen und kulturellen Einblicken. Nach der Ankunft in Windhoek geht es weiter in die Namib-Wüste, wo die beeindruckenden Dünen von Sossusvlei und der Sesriem Canyon warten. Die Küstenstadt Swakopmund lädt mit ihrem kolonialen Charme zum Verweilen ein, bevor die Reise ins Damaraland führt, wo Felsgravuren aus prähistorischer Zeit zu bewundern sind. Der Höhepunkt ist der Etosha-Nationalpark, der mit seiner Artenvielfalt begeistert. Die Reise endet wieder in Windhoek. Die Unterbringung erfolgt in komfortablen Lodges, und ein englischsprachiger Guide begleitet die Gruppe auf allen Etappen.
4. Selbstgeführte Namibia-Tour in 7 Nächten

Diese selbstgeführte Tour bietet in sieben Nächten ein intensives Erlebnis der namibischen Natur. Die Route beginnt in der Kalahari-Wüste und führt weiter zum Fish River Canyon, einem der größten Canyons der Welt. Über die Küstenstadt Lüderitz geht es in die Namib-Wüste, wo Sossusvlei und Deadvlei die Besucher in ihren Bann ziehen. Mit einem Mietwagen lässt sich die Reise flexibel gestalten, und die Übernachtungen in ausgewählten Lodges sorgen für Komfort nach langen Fahrtagen. Die Tour richtet sich an Reisende, die Namibia auf eigene Faust entdecken und dabei die Highlights des Landes hautnah erleben möchten.
Warum Namibia das perfekte Land für Selbstfahrer ist
Namibia gehört zu den wenigen Ländern Afrikas, die sich ideal für eine Rundreise im eigenen Mietwagen eignen. Die Straßen sind gut ausgebaut, auch wenn viele Strecken über Schotterpisten führen, die mit einem geländegängigen Fahrzeug problemlos zu bewältigen sind. Die geringe Bevölkerungsdichte und die weiten, offenen Landschaften vermitteln ein Gefühl von Freiheit, das in Europa kaum zu finden ist. Zudem ist Namibia eines der sichersten Reiseländer Afrikas, was es besonders für Familien und alleinreisende Frauen attraktiv macht. Die Infrastruktur ist gut entwickelt, Tankstellen befinden sich in regelmäßigen Abständen, und die Beschilderung der Hauptrouten erleichtert die Orientierung. Wer sich für eine Selbstfahrer-Rundreise entscheidet, profitiert von maximaler Flexibilität und kann spontan entscheiden, wo und wie lange an bestimmten Orten verweilt wird.
Ein weiterer Vorteil ist die englische Verkehrssprache, die in vielen Regionen durch deutsche Einflüsse ergänzt wird. Viele Einheimische sprechen neben Englisch auch Deutsch, was die Kommunikation erleichtert und ein Stück Vertrautheit schafft. Die koloniale Vergangenheit hat in Städten wie Swakopmund und Lüderitz ihre Spuren hinterlassen, sodass deutsche Reisende oft auf vertraute Architektur und kulinarische Angebote treffen. Diese Mischung aus afrikanischer Wildnis und europäischen Einflüssen macht Namibia zu einem einzigartigen Reiseziel, das sowohl Abenteuer als auch Komfort bietet.
Der klare Sternenhimmel Namibias zählt zu den klarsten der Welt und bietet nachts ein unvergessliches Naturschauspiel. Abseits der Städte, in der Stille der Wüste oder im Buschland, öffnet sich ein Firmament, das in seiner Pracht kaum zu übertreffen ist. Für Astrofotografen und Naturliebhaber ist dies ein besonderes Highlight, das die Reise um eine zusätzliche Dimension bereichert.
Die beliebtesten Routen für Ihre Namibia-Rundreise
Die klassische Einsteiger-Tour: Windhoek, Kalahari, Sossusvlei, Swakopmund, Damaraland, Etosha
Die klassische Route durch Namibia führt von der Hauptstadt Windhoek aus zunächst in die Kalahari-Wüste, wo die ersten Eindrücke der weiten afrikanischen Landschaft gesammelt werden können. Von dort geht es weiter nach Sossusvlei, dem Höhepunkt vieler Namibia-Reisen. Die riesigen roten Dünen, die sich bis zu 300 Meter hoch auftürmen, bieten ein spektakuläres Fotomotiv, besonders bei Sonnenaufgang, wenn das Licht die Dünen in leuchtende Farbtöne taucht. Deadvlei, eine weiße Salzpfanne umgeben von abgestorbenen Bäumen, wirkt surreal und zieht Besucher in ihren Bann.
Die Reise führt weiter nach Swakopmund, einer lebhaften Küstenstadt am Atlantik, die für ihre deutsche Architektur und ihr mildes Klima bekannt ist. Hier lassen sich Tage mit Aktivitäten wie Quadfahren in den Dünen, Sandboarding oder Bootstouren füllen. Der Kontrast zwischen der kargen Wüste und dem kühlen Ozean macht Swakopmund zu einem besonderen Zwischenstopp.
Das Damaraland im Norden Namibias begeistert mit seinen geologischen Formationen, darunter der Brandberg, der höchste Berg des Landes. Hier finden sich auch die berühmten Felsgravuren von Twyfelfontein, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Die Region ist zudem Heimat der Wüstenelefanten, die sich an das harte Klima angepasst haben und ein seltenes Naturschauspiel bieten.
Den krönenden Abschluss bildet der Etosha-Nationalpark, eines der bedeutendsten Wildtierreservate Afrikas. Die Etosha-Pfanne, eine riesige Salzpfanne, zieht in der Trockenzeit zahlreiche Tiere an die Wasserlöcher, wo Elefanten, Löwen, Giraffen und Nashörner beobachtet werden können. Mehrere Tage im Park ermöglichen ausgedehnte Safaris und unvergessliche Tierbegegnungen.
Abenteuer im Norden: Kaokoveld, Epupa Falls und die Begegnung mit den Himba
Für Abenteurer, die das unberührte Namibia entdecken möchten, bietet sich eine Tour ins Kaokoveld an. Diese abgelegene Region im Nordwesten des Landes ist nur mit einem geländegängigen Fahrzeug erreichbar und führt zu den spektakulären Epupa-Fällen, wo der Kunene-Fluss über mehrere Kaskaden in die Tiefe stürzt. Die Umgebung ist geprägt von Palmen und einer üppigen Vegetation, die in starkem Kontrast zur kargen Wüstenlandschaft steht.
Das Kaokoveld ist auch die Heimat der Himba, einem indigenen Volk, das seine traditionelle Lebensweise bis heute bewahrt hat. Begegnungen mit den Himba bieten Einblicke in eine Kultur, die sich über Jahrhunderte hinweg kaum verändert hat. Die charakteristische rote Körperbemalung der Himba und ihre kunsthandwerklichen Arbeiten machen diese Begegnungen zu einem kulturellen Highlight der Reise.
Die Fahrt durch das Kaokoveld erfordert eine sorgfältige Planung, da die Infrastruktur begrenzt ist und Tankstellen nur selten zu finden sind. Wer sich auf diese Route begibt, sollte ausreichend Vorräte mitführen und sich auf lange Fahrstrecken einstellen. Die Belohnung ist eine unberührte Natur und Landschaften, die nur wenige Reisende zu Gesicht bekommen.
Der unentdeckte Süden: Fish River Canyon, Lüderitz und die Geisterstadt Kolmanskop
Der Süden Namibias bleibt vielen Reisenden verborgen, doch gerade hier finden sich einige der beeindruckendsten Naturwunder des Landes. Der Fish River Canyon, der zweitgrößte Canyon der Welt, bietet atemberaubende Ausblicke auf eine gewaltige Schlucht, die über Millionen von Jahren durch Erosion geformt wurde. Wanderungen entlang des Canyonrands eröffnen immer neue Perspektiven auf die zerklüftete Landschaft.
Die Küstenstadt Lüderitz, einst ein wichtiger Handelshafen, besticht durch ihre Kolonialarchitektur und die raue Schönheit der Atlantikküste. In der Nähe liegt Kolmanskop, eine verlassene Diamantenstadt, die heute halb vom Sand verschluckt ist. Die verfallenen Häuser und das Spiel von Licht und Sand machen Kolmanskop zu einem beliebten Motiv für Fotografen und zu einem faszinierenden Zeugnis der Vergangenheit.
Auf dem Weg durch den Süden lassen sich auch die wilden Pferde der Namib beobachten, die in der kargen Wüstenlandschaft bei Aus leben. Diese Tiere haben sich an die extremen Bedingungen angepasst und sind ein Symbol für die Widerstandsfähigkeit der namibischen Natur.
Reiseplanung: 4x4 Mietwagen, Ausrüstung und Straßen
Welches Fahrzeug brauche ich? Allrad vs. SUV
Die Wahl des richtigen Fahrzeugs ist entscheidend für eine gelungene Rundreise durch Namibia. Für die meisten Hauptrouten reicht ein SUV mit Heckantrieb aus, da die Straßen in der Regel gut instand gehalten werden. Wer jedoch abgelegene Gebiete wie das Kaokoveld oder bestimmte Teile des Damaralandes erkunden möchte, sollte auf einen Allradantrieb (4x4) zurückgreifen. Diese Fahrzeuge bieten besseren Halt auf sandigen oder steinigen Pisten und sind besser für unebenes Gelände geeignet.
Mietwagen sind in Namibia weit verbreitet und können über lokale oder internationale Anbieter gebucht werden. Es empfiehlt sich, das Fahrzeug bereits vor der Abreise zu reservieren, besonders in der Hochsaison. Zusätzlich sollte eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen werden, die auch Schäden an Reifen und Unterboden abdeckt, da diese auf Schotterpisten häufig auftreten können.
Für Campingbegeisterte bieten sich Mietwagen mit Dachzelt an, die Flexibilität und Komfort verbinden. Diese Fahrzeuge sind speziell für Überlandreisen ausgestattet und verfügen oft über eine Campingausrüstung, die das Reisen erleichtert. Campingplätze sind in Namibia weit verbreitet und bieten eine günstige Alternative zu Lodges.
Fahren auf Schotterpisten: Sicherheitstipps für deutsche Autofahrer
Das Fahren auf Schotterpisten erfordert eine Anpassung der Fahrweise, da die Bedingungen sich deutlich vom asphaltierten Straßenverkehr in Europa unterscheiden. Die Geschwindigkeit sollte reduziert werden, um die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten, besonders in Kurven oder bei Gegenverkehr. Steinschlag ist ein häufiges Problem, daher ist es ratsam, ausreichend Abstand zu anderen Fahrzeugen zu halten.
Die Hauptstraßen in Namibia sind gut ausgeschildert, und die Navigation ist dank GPS und detaillierter Karten relativ einfach. Dennoch sollte stets eine physische Karte als Backup mitgeführt werden, da in abgelegenen Gebieten kein Mobilfunkempfang besteht. Tankstellen befinden sich entlang der Hauptrouten in regelmäßigen Abständen, doch in entlegenen Regionen kann es sinnvoll sein, zusätzliche Treibstoffreserven mitzuführen.
Wildwechsel stellt besonders in der Dämmerung eine Gefahr dar, weshalb Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden sollten. Viele Tiere kreuzen unvorhergesehen die Straßen, und Zusammenstöße können schwerwiegende Folgen haben. Zudem ist es wichtig, ausreichend Wasser und Proviant mitzuführen, da Hilfe in abgelegenen Gebieten oft Stunden entfernt ist.
Dachzelt-Camping oder Lodges? Die Qual der Wahl
Die Entscheidung zwischen Camping und Lodge-Übernachtungen hängt von persönlichen Vorlieben und dem geplanten Budget ab. Camping bietet ein intensives Naturerlebnis und ermöglicht es, mitten in der Wildnis zu übernachten. Campingplätze in Namibia sind oft gut ausgestattet und verfügen über sanitäre Einrichtungen, Grillplätze und manchmal sogar kleine Shops. Das Schlafen unter dem klaren Sternenhimmel Namibias ist ein Erlebnis, das viele Reisende als Höhepunkt ihrer Reise beschreiben.
Lodges hingegen bieten Komfort und Service, was nach langen Fahrtagen willkommen ist. Viele Lodges liegen in spektakulärer Umgebung und bieten zusätzliche Annehmlichkeiten wie geführte Safaris, Restaurants und Swimmingpools. Besonders in der Hochsaison sollten Lodges frühzeitig gebucht werden, da die Kapazitäten begrenzt sind.
Eine Kombination aus beiden Übernachtungsmöglichkeiten bietet Flexibilität und ermöglicht es, sowohl das Abenteuer des Campings als auch den Komfort einer Lodge zu genießen. Wer spontan bleiben möchte, findet entlang der Hauptrouten ausreichend Optionen, um kurzfristig zu buchen.
Die Highlights: Das dürfen Sie in Namibia nicht verpassen
Sossusvlei & Deadvlei: Die höchsten Dünen der Welt bei Sonnenaufgang
Sossusvlei und Deadvlei gehören zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Namibias und ziehen jedes Jahr tausende Besucher an. Die Dünen von Sossusvlei, insbesondere die Düne 45 und Big Daddy, zählen zu den höchsten der Welt und bieten ein spektakuläres Farbenspiel bei Sonnenaufgang. Das frühe Aufstehen lohnt sich, denn das Licht der aufgehenden Sonne taucht die Dünen in intensive Rot-, Orange- und Goldtöne.
Deadvlei, eine weiße Lehmpfanne umgeben von riesigen Dünen, beeindruckt durch ihre surreale Atmosphäre. Die abgestorbenen Kameldornbäume, die seit Jahrhunderten in der trockenen Hitze konserviert sind, bilden einen eindrucksvollen Kontrast zur hellen Pfanne und den roten Dünen. Fotografen finden hier unzählige Motive, und die Stille des Ortes hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Der Sesriem Canyon in der Nähe von Sossusvlei bietet eine willkommene Abwechslung nach dem Besuch der Dünen. Die schmale Schlucht, die vom Tsauchab-Fluss geformt wurde, lädt zu einer kurzen Wanderung ein und bietet schattige Stellen, die in der Mittagshitze angenehm sind.
Etosha Nationalpark: Safari-Erlebnisse an den Wasserlöchern
Der Etosha-Nationalpark ist ein Muss für jeden Namibia-Besucher und bietet hervorragende Möglichkeiten zur Tierbeobachtung. Die Etosha-Pfanne, eine riesige Salzpfanne, dominiert den Park und zieht in der Trockenzeit zahlreiche Tiere an. An den Wasserlöchern versammeln sich Elefanten, Löwen, Nashörner, Giraffen und unzählige Antilopenarten, die sich oft nur wenige Meter von den Beobachtungsstellen entfernt aufhalten.
Selbstfahrer können den Park auf eigene Faust erkunden, wobei die Hauptrouten gut ausgebaut und beschildert sind. Alternativ werden geführte Safaris angeboten, die zusätzliche Einblicke in die Tierwelt und Ökologie des Parks bieten. Besonders lohnenswert sind Besuche der Wasserlöcher am späten Nachmittag oder frühen Morgen, wenn die Tiere am aktivsten sind.
Im Park befinden sich mehrere Camps, die Übernachtungsmöglichkeiten bieten, von einfachen Campingplätzen bis hin zu komfortablen Lodges. Viele Camps verfügen über beleuchtete Wasserlöcher, an denen Tiere auch nachts beobachtet werden können, was ein besonderes Erlebnis darstellt.
Swakopmund: Deutsches Erbe zwischen Wüste und Atlantik
Swakopmund ist eine lebendige Küstenstadt, die ihren deutschen Charakter bis heute bewahrt hat. Die Architektur erinnert an deutsche Kolonialzeiten, und viele Straßenschilder und Restaurants tragen deutsche Namen. Die Stadt bietet eine willkommene Abwechslung nach Tagen in der Wüste und lockt mit einem breiten Angebot an Aktivitäten.
Adrenalin-Junkies kommen beim Sandboarding, Quadfahren oder Fallschirmspringen auf ihre Kosten. Gemütlichere Aktivitäten umfassen Bootstouren in der Walvis Bay, bei denen Delfine, Robben und manchmal sogar Wale beobachtet werden können. Kulinarisch bietet Swakopmund frische Meeresfrüchte und deutsche Spezialitäten, die in gemütlichen Cafés und Restaurants serviert werden.
Die Umgebung von Swakopmund lohnt ebenfalls einen Besuch, darunter die Mondlandschaft, ein bizarres Tal mit surrealen Felsformationen, und Welwitschia Drive, wo die uralten Welwitschia-Pflanzen zu sehen sind, die mehrere tausend Jahre alt werden können.
Damaraland: Felsgravuren und Wüstenelefanten
Das Damaraland im Nordwesten Namibias ist eine Region voller geologischer Wunder und kultureller Schätze. Die Felsgravuren von Twyfelfontein gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und zeigen Tausende von Gravuren, die vor über 6.000 Jahren von prähistorischen Jägern und Sammlern geschaffen wurden. Die Darstellungen von Tieren und abstrakten Symbolen bieten faszinierende Einblicke in das Leben der frühen Bewohner der Region.
In der Nähe befinden sich weitere geologische Besonderheiten wie der versteinerte Wald, in dem versteinerte Baumstämme aus einer Zeit vor 260 Millionen Jahren zu sehen sind, und die Orgelpfeifen, eine Formation aus Basaltsäulen, die durch vulkanische Aktivität entstanden sind.
Das Damaraland ist auch Heimat der Wüstenelefanten, die sich an die trockenen Bedingungen angepasst haben. Diese majestätischen Tiere durchstreifen das Land auf der Suche nach Wasser und Nahrung und bieten ein seltenes Naturschauspiel. Geführte Touren erhöhen die Chancen, diese beeindruckenden Tiere zu sichten.
Beste Reisezeit für Namibia: Wann lohnt sich der Trip?
Trockenzeit: Ideal für Tierbeobachtungen
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober gilt als beste Reisezeit für Namibia, insbesondere für Safari-Enthusiasten. In dieser Zeit ist das Wetter angenehm warm, die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 20 und 25 Grad, während die Nächte kühl werden können. Die geringe Niederschlagsmenge führt dazu, dass die Vegetation spärlich ist und Tiere sich an den wenigen verfügbaren Wasserlöchern versammeln, was die Tierbeobachtung erleichtert.
Besonders die Monate Juni bis September sind ideal, da die Tage sonnig und die Nächte klar sind, was auch hervorragende Bedingungen für Astrofotografie bietet. In dieser Zeit sind die Touristenzahlen höher, weshalb eine frühzeitige Buchung von Unterkünften ratsam ist.
Die Trockenzeit ist auch die beste Zeit für Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten, da die Temperaturen angenehm sind und die Gefahr von Malaria in den meisten Regionen gering ist.
Regenzeit: Grüne Landschaften und günstigere Preise
Die Regenzeit von November bis April bringt eine Verwandlung der Landschaft mit sich. Die Wüsten und kargen Ebenen ergrünen, Wildblumen blühen, und viele Vogelarten kehren zurück oder brüten in dieser Zeit. Die Regenfälle sind meist kurz und heftig, fallen oft am Nachmittag und beeinträchtigen die Reise nur selten nachhaltig.
In der Regenzeit sind die Preise für Unterkünfte und Mietwagen oft günstiger, und die Touristenzahlen sind geringer, was ein ruhigeres Reiseerlebnis ermöglicht. Allerdings sind die Tiere in dieser Zeit weiter verstreut, da Wasser überall verfügbar ist, was die Tierbeobachtung etwas schwieriger macht.
Für Fotografen bietet die Regenzeit besondere Motive, da die Landschaften in sattem Grün erstrahlen und dramatische Wolkenformationen den Himmel zieren. Wer flexible Reisedaten hat und die grüne Seite Namibias erleben möchte, findet in der Regenzeit eine lohnende Alternative zur Trockenzeit.
Praktische Tipps für deutsche Urlauber
Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum für Namibia. Bei der Einreise wird ein Einreisestempel in den Reisepass gestempelt, der die erlaubte Aufenthaltsdauer angibt. Der Reisepass sollte noch mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein und mindestens zwei freie Seiten für Stempel enthalten.
Malaria tritt hauptsächlich in den nördlichen Regionen Namibias auf, darunter der Caprivi-Streifen und der nördliche Teil des Etosha-Nationalparks. Es wird empfohlen, eine Malariaprophylaxe in Betracht zu ziehen und Mückenschutzmittel zu verwenden. In den südlichen und zentralen Regionen ist das Malariarisiko gering bis nicht vorhanden.
Das Leitungswasser in den Städten ist trinkbar, in abgelegenen Gebieten sollte jedoch auf abgefülltes Wasser zurückgegriffen werden. Es ist ratsam, stets ausreichend Wasser mitzuführen, besonders bei Fahrten durch die Wüste.
Deutsch wird in Namibia von vielen Menschen gesprochen, insbesondere in Swakopmund, Lüderitz und Windhoek, was die Kommunikation erleichtert. Englisch ist die offizielle Landessprache und wird überall verstanden. Afrikaans ist ebenfalls weit verbreitet.
Die Kosten für eine dreiwöchige Rundreise variieren je nach gewählten Unterkünften und Aktivitäten. Eine budgetfreundliche Reise mit Camping und Selbstverpflegung kann ab etwa 1.500 Euro pro Person organisiert werden, während komfortablere Reisen mit Lodges und geführten Touren schnell 3.000 bis 5.000 Euro oder mehr kosten können. Mietwagen schlagen mit etwa 50 bis 100 Euro pro Tag zu Buche, je nach Fahrzeugtyp und Saison.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Namibia Rundreise
Ist Namibia als alleinreisende Frau sicher?
Namibia gilt als eines der sichersten Länder Afrikas und ist auch für alleinreisende Frauen gut geeignet. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen sollten dennoch beachtet werden, wie das Vermeiden einsamer Gegenden nach Einbruch der Dunkelheit und das sichere Aufbewahren von Wertsachen.
Wie weit im Voraus muss ich Lodges buchen?
In der Hochsaison (Juni bis Oktober) sollten Lodges und Camps mindestens drei bis sechs Monate im Voraus gebucht werden, da die Kapazitäten begrenzt sind. In der Nebensaison sind kurzfristige Buchungen oft möglich.
Gibt es überall Handyempfang und WLAN?
In den Städten und größeren Orten ist der Handyempfang gut, in abgelegenen Regionen kann es jedoch zu Einschränkungen kommen. Viele Lodges bieten WLAN an, allerdings ist die Geschwindigkeit oft begrenzt. Es empfiehlt sich, eine lokale SIM-Karte zu kaufen, um mobil erreichbar zu bleiben.
Eine Rundreise durch Namibia bietet die Möglichkeit, eines der vielfältigsten und schönsten Länder Afrikas zu entdecken. Von den endlosen Weiten der Wüsten über die reiche Tierwelt des Etosha-Nationalparks bis hin zu den kulturellen Schätzen des Damaralandes reicht das Spektrum der Erlebnisse. Mit sorgfältiger Planung, einem geeigneten Fahrzeug und einer offenen Einstellung gegenüber den Herausforderungen des Reisens in Afrika wird die Namibia Rundreise zu einem unvergesslichen Abenteuer, das noch lange in Erinnerung bleibt.