Jordanien-Rundreise: Die besten Routen & Angebote - Voyage Privé

Jordanien-Rundreise: Die besten Routen & Angebote


Zusammenfassung

Jordanien vereint auf beeindruckende Weise jahrtausendealte Geschichte, atemberaubende Naturlandschaften und herzliche Gastfreundschaft. Dieses faszinierende Königreich im Nahen Osten lockt Reisende mit monumentalen Schätzen wie der legendären Felsenstadt Petra, den endlosen Weiten der Wüste Wadi Rum und dem salzreichen Wasser des Toten Meeres. Eine Rundreise durch Jordanien führt Sie durch römische Ruinenstädte, vorbei an biblischen Stätten und hinein in spektakuläre Canyons. Die Sicherheit des Landes, die außergewöhnliche Freundlichkeit der Einheimischen und die hervorragende touristische Infrastruktur machen Jordanien zu einem idealen Reiseziel für alle, die authentische Erlebnisse fernab des Massentourismus suchen. Lassen Sie sich verzaubern von orientalischen Düften auf den Märkten Ammans, genießen Sie die traditionelle Küche bei Beduinenfamilien und erleben Sie unvergessliche Sonnenuntergänge über rostroten Felsformationen.

Unsere Top-Reisen nach Jordanien

1. Rundreise in 7 Nächten - Jordanien

Rundreise durch Jordanien in 7 Nächten

Diese achttägige Entdeckungsreise führt Sie zu den absoluten Höhepunkten des Haschemitischen Königreichs. Beginnen Sie Ihre Reise in der lebendigen Hauptstadt Amman mit ihrer faszinierenden Mischung aus Antike und Moderne. Die Tour führt Sie zu den beeindruckenden Wüstenschlössern Qasr Amra, Al Kharraneh und Al Azraq, die von der Pracht der Umayyaden-Dynastie zeugen. Erleben Sie das zauberhafte Dorf Irak Al Amir mit seiner traditionellen Handwerkskunst und genießen Sie ein einzigartiges Bad im mineralreichen Toten Meer. Über die legendäre Königsstraße gelangen Sie nach Madaba mit seinen byzantinischen Mosaiken und zum biblischen Berg Nebo. Die mächtige Kreuzritterburg Kerak thront majestätisch über der Landschaft, bevor Sie Klein-Petra erreichen. Der Höhepunkt erwartet Sie in Petra selbst, wo Sie einen ganzen Tag haben, um die rosarote Felsenstadt ausgiebig zu erkunden. Nach einem entspannten Aufenthalt in Aqaba am Roten Meer erleben Sie eine aufregende Jeepfahrt durch die spektakuläre Wüstenlandschaft von Wadi Rum, bevor die Reise in Amman endet.

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2. Private Jordanien Rundreise in 7 Nächten - Amman

Private Jordanien Rundreise in 7 Nächten - Amman

Erleben Sie Jordanien auf ganz persönliche Weise mit dieser exklusiven privaten Rundreise. Mit Ihrem eigenen deutschsprachigen Guide entdecken Sie die jahrtausendealte Stadt Jerash, deren römische Säulenstraßen und Theater zu den besterhaltenen der Welt gehören. Die mächtige Festung von Ajloun bietet spektakuläre Ausblicke über Pinienwälder und Olivenhaine. Ihre Route führt Sie durch die charmante Mosaikstadt Madaba zum heiligen Berg Nebo, wo einst Moses das Gelobte Land erblickt haben soll. Die dramatische Kreuzritterburg Shobak erzählt Geschichten aus den Zeiten der Kreuzzüge. In Petra haben Sie ausreichend Zeit, um das achte Weltwunder in Ruhe zu erkunden und sich vom magischen Anblick des Schatzhauses verzaubern zu lassen. Klein-Petra offenbart weitere nabatäische Geheimnisse, bevor Sie im Wadi Rum eine unvergessliche Nacht im Beduinencamp unter Millionen von Sternen verbringen. Am Toten Meer können Sie das einzigartige Erlebnis genießen, auf dem Wasser zu schweben, während die mineralhaltigen Schlammpackungen Ihre Haut verwöhnen.

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3. Entdeckungstour Jordanien in 4* oder 5* Hotels

Entdeckungstour Jordanien in 4* oder 5* Hotels

Diese komfortable Rundreise verbindet kulturelle Höhepunkte mit erstklassigen Unterkünften in ausgewählten 4- oder 5-Sterne-Hotels. Beginnen Sie in der Hafenstadt Aqaba am Roten Meer und erkunden Sie die antike Stätte Pella, eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Siedlungen der Welt. Um Qais beeindruckt mit seinem schwarzen Basalttheater und herrlichen Panoramen über das Jordantal und den See Genezareth. In Jerash wandeln Sie auf den Spuren der Römer durch perfekt erhaltene Straßen und Plätze. Das Tote Meer lädt zu entspannenden Stunden ein, während Sie auf dem salzreichen Wasser treiben. Die historische Königsstraße verbindet Madaba, den Berg Nebo und die imposante Festung Kerak miteinander. Petra erwartet Sie mit einem kompletten Tag voller Entdeckungen, vom schmalen Siq bis zu den monumentalen Königsgräbern. Klein-Petra offenbart nabatäische Handelswege, bevor eine abenteuerliche Jeepsafari durch die monumentale Landschaft des Wadi Rum den krönenden Abschluss bildet. Hochwertiger Komfort und authentische Erlebnisse verschmelzen auf dieser Reise zu einem unvergesslichen Gesamterlebnis.

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Die perfekte Route für 10 bis 14 Tage

Der Norden: Amman, Jerash und Madaba

Ihre Rundreise beginnt idealerweise in der pulsierenden Hauptstadt Amman, die auf sieben Hügeln erbaut wurde und heute eine faszinierende Metropole von über vier Millionen Einwohnern ist. Die Zitadelle von Amman thront majestätisch über der Stadt und beherbergt den Herkulestempel sowie den Umayyaden-Palast. Von hier genießen Sie spektakuläre Ausblicke über die weiße Stadt mit ihren unzähligen Kalksteinhäusern. Das römische Theater im Stadtzentrum bietet Platz für 6.000 Zuschauer und wird noch heute für Veranstaltungen genutzt. Schlendern Sie durch die Souks der Altstadt, wo Händler Gewürze, Stoffe und traditionelles Kunsthandwerk anbieten. Nur 50 Kilometer nördlich liegt Jerash, die wohl besterhaltene römische Provinzstadt außerhalb Italiens. Betreten Sie die antike Stadt durch das imposante Hadrianstor und spazieren Sie über das ovale Forum zur prächtigen Säulenstraße, die von 520 ionischen Säulen gesäumt wird. Das südliche Theater beeindruckt mit seiner perfekten Akustik. Jerash war einst Teil der Dekapolis, eines Bundes von zehn römischen Städten. Südlich von Amman erwartet Sie Madaba, die Stadt der Mosaiken. In der griechisch-orthodoxen St.-Georgs-Kirche bewundern Sie die berühmte Mosaikkarte des Heiligen Landes aus dem sechsten Jahrhundert, die Jerusalem und das Jordantal bis zum Nildelta zeigt. Zahlreiche weitere byzantinische Mosaiken schmücken Kirchen und das Archäologische Museum der Stadt.

Das Tote Meer: Schweben am tiefsten Punkt der Erde

Etwa 50 Kilometer westlich von Amman erreichen Sie das Tote Meer, das mit 430 Metern unter dem Meeresspiegel den tiefsten begehbaren Punkt der Erdoberfläche markiert. Der Salzgehalt von 33 Prozent, zehnmal höher als in normalen Meeren, lässt Sie mühelos auf der Wasseroberfläche schweben. Dieses einzigartige Erlebnis sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Lesen Sie eine Zeitung im Wasser oder fotografieren Sie sich beim scheinbar unmöglichen Schweben. Der mineralreiche schwarze Schlamm vom Meeresgrund wird seit Jahrhunderten für seine heilende Wirkung geschätzt. Kleopatra soll hier regelmäßig gebadet haben. Moderne Resorts bieten luxuriöse Spa-Behandlungen mit den wertvollen Mineralien an. Die Atmosphäre am Toten Meer ist besonders sauerstoffreich, die UV-Strahlung durch die tiefe Lage gefiltert. Viele Besucher berichten von positiven Effekten bei Hauterkrankungen wie Psoriasis. Nur wenige Kilometer entfernt liegen die heißen Quellen von Ma'in, wo 63 Grad heißes, mineralreiches Wasser aus den Bergen sprudelt. Diese natürlichen Thermalbäder wurden bereits von König Herodes geschätzt. Heute können Sie in verschiedenen Pools unterschiedlicher Temperatur entspannen, während Sie den Blick auf die dramatische Schlucht genießen. Die Kombination aus Bad im Toten Meer und Thermalquellen macht diesen Abschnitt Ihrer Reise zu einem wahren Wellness-Erlebnis.

Die Felsenstadt Petra: Mindestens zwei Tage einplanen

Petra ist zweifellos der Höhepunkt jeder Jordanien-Reise und verdient mindestens zwei volle Tage Ihrer Aufmerksamkeit. Die nabatäische Hauptstadt, vor über 2.000 Jahren in den rosaroten Sandstein gemeißelt, zählt zu den Neuen Sieben Weltwundern. Ihr Besuch beginnt früh am Morgen, wenn das weiche Licht die Felsen in magische Farbtöne taucht. Der Weg führt durch den Siq, eine 1,2 Kilometer lange, bis zu 80 Meter hohe Felsenschlucht, deren Wände sich teilweise bis auf zwei Meter Breite verengen. Antike Wasserkanäle zeugen vom ingenieuren Geschick der Nabatäer. Plötzlich öffnet sich die Schlucht und gibt den Blick frei auf das Schatzhaus, die berühmteste Fassade Petras. Die 40 Meter hohe, 25 Meter breite Fassade von Al-Khazneh wurde komplett aus dem Felsen gehauen und diente wahrscheinlich als Königsgrab. Am besten erleben Sie dieses Monument zuerst im Morgenlicht, später dann bei Petra by Night, wenn Tausende von Kerzen den Weg erleuchten. Folgen Sie der Straße der Fassaden vorbei an hunderten von Gräbern zu den monumentalen Königsgräbern. Das Urnengrab beeindruckt mit seinem riesigen Vorplatz, das Palastgrab erinnert an einen römischen Palast. Weiter geht es zum römischen Theater mit seinen 8.500 Sitzplätzen und zum Cardo Maximus, der Hauptstraße der Stadt. Für den zweiten Tag empfiehlt sich der anstrengende, aber lohnende Aufstieg zum Kloster Ad-Deir. Über 800 Stufen führen hinauf zu diesem noch größeren Monument, dessen Fassade 47 Meter breit und 48 Meter hoch ist. Oben angekommen werden Sie mit spektakulären Ausblicken belohnt und können in einer kleinen Teestube verschnaufen.

Wadi Rum: Jeep-Safaris und Sternenhimmel

Die Wüstenlandschaft des Wadi Rum verkörpert die Essenz Arabiens und wurde von T.E. Lawrence als "gewaltig, widerhallend und gottgleich" beschrieben. Dieses UNESCO-Welterbe erstreckt sich über 720 Quadratkilometer rostroten Sandes zwischen bizarren Sandsteinmassiven, die bis zu 1.750 Meter in den Himmel ragen. Eine Jeepfahrt im traditionellen Beduinen-Pickup führt Sie zu den spektakulärsten Formationen. Bestaunen Sie natürliche Steinbrücken wie die Burdah Rock Bridge, die höchste natürliche Brücke Jordaniens. Erkunden Sie enge Canyons wie den Khazali Canyon mit seinen 4.000 Jahre alten Felsgravuren der Thamuden. Lawrence's Spring erinnert an den britischen Offizier, der hier während des Arabischen Aufstands gegen die Osmanen stationiert war. Die Jebel Um Ishrin mit ihren sieben Gipfeln bieten Kletterern weltklasse Routen. Umm Fruth ist eine weitere beeindruckende Felsbrücke, die Sie besteigen können. Am späten Nachmittag erleben Sie den spektakulärsten Sonnenuntergang Ihres Lebens, wenn die Sonne den Sand in glühende Orangetöne taucht. Die Nacht verbringen Sie in einem traditionellen Beduinencamp. Nach einem zarafa, einem traditionellen Beduinen-Barbecue aus dem Erdofen, sitzen Sie am Lagerfeuer und lauschen den Geschichten Ihres Gastgebers. Später liegen Sie auf Matratzen unter dem klarsten Sternenhimmel, den Sie je gesehen haben. Die Milchstraße leuchtet so hell, dass Sie keine Taschenlampe benötigen. Dieses Erlebnis vermittelt Ihnen ein tiefes Verständnis für die Lebensweise der Beduinen und die majestätische Schönheit der Wüste.

Aqaba: Entspannung am Roten Meer

Nach den kulturellen und landschaftlichen Höhepunkten bietet Aqaba am Golf von Aqaba den perfekten Ort zum Entspannen. Die einzige Hafenstadt Jordaniens punktet mit 330 Sonnentagen im Jahr und warmen Wassertemperaturen auch im Winter. Die Korallenriffe direkt vor der Küste gehören zu den nördlichsten der Welt und beherbergen über 140 Korallenarten sowie mehr als 1.000 Fischarten. Schnorchler und Taucher kommen hier voll auf ihre Kosten. Das Cedar Pride Wreck, ein absichtlich versenktes Schiff, ist ein Paradies für Taucher und hat sich zu einem künstlichen Riff entwickelt. Der Japanese Garden begeistert mit bunten Weichkorallen, während der First Bay die besten Schnorchelgebiete direkt vom Strand aus bietet. Die Altstadt von Aqaba lädt zum Bummeln ein. Auf dem Obst- und Gemüsemarkt stapeln sich Granatäpfel, Feigen und exotische Früchte. In den Fischrestaurants am Hafen genießen Sie fangfrischen Fisch vom Grill. Die Aqaba-Festung aus dem 16. Jahrhundert erinnert an die mamlukische Herrschaft. Von hier starten auch Bootstouren entlang der Küste oder hinüber nach Ägypten. Zahlreiche Strandresorts bieten Wassersport wie Windsurfen, Kitesurfen und Jetski. Wer es ruhiger mag, entspannt einfach am sandigen Strand unter Palmen und lässt die Eindrücke der Reise Revue passieren.

Reiseplanung und Finanzen: Der Jordan Pass

Jordan Pass: Warum er ein Muss ist

Der Jordan Pass ist das Beste, was jordanischen Reisenden passieren konnte, und sollte vor jeder Reise online erworben werden. Dieser geniale Pass kombiniert die Visumgebühren mit den Eintrittsgeldern zu über 40 touristischen Attraktionen des Landes. Es gibt drei Varianten: den Jordan Wanderer für einen Tag in Petra (70 jordanische Dinar, circa 90 Euro), den Jordan Explorer für zwei Tage in Petra (75 jordanische Dinar) und den Jordan Expert für drei Tage in Petra (80 jordanische Dinar). Alle Varianten beinhalten das sonst kostenpflichtige Visum im Wert von 40 jordanischen Dinar, sodass Sie bereits hier erheblich sparen. Zusätzlich sind die Eintritte zu Jerash, Madaba, dem Berg Nebo, der Burg Kerak, Wadi Rum und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten inkludiert. Allein der Eintritt zu Petra kostet normalerweise 50 jordanische Dinar für einen Tag. Der Pass rechnet sich also bereits nach dem Besuch von Petra und einer weiteren Attraktion. Kaufen Sie den Pass mindestens 48 Stunden vor Ihrer Ankunft auf der offiziellen Website. Sie erhalten einen QR-Code per E-Mail, den Sie ausgedruckt oder auf dem Smartphone dabei haben sollten. Bei der Einreise zeigen Sie den Code zusammen mit Ihrem Reisepass vor und erhalten das Visum kostenfrei in Ihren Pass gestempelt. An jeder Sehenswürdigkeit scannen die Mitarbeiter einfach Ihren Code, und Sie können passieren. Wichtig ist die Bedingung, dass Sie mindestens drei aufeinanderfolgende Nächte in Jordanien verbringen müssen, damit das kostenfreie Visum gültig ist. Bei kürzeren Aufenthalten müssen Sie die Visumgebühr bei Ausreise zahlen. Der Jordan Pass ist nicht übertragbar und gilt nur für eine Person. Familien müssen für jedes Mitglied einen eigenen Pass erwerben, wobei Kinder unter 12 Jahren ohnehin kostenfrei Eintritt haben. Die Investition lohnt sich absolut und vereinfacht Ihre Reise erheblich, da Sie nicht mehr an jeder Sehenswürdigkeit anstehen und einzeln bezahlen müssen.

Visum und Einreise: Bedingungen für die kostenfreie Visumerteilung

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger sowie Bürger der meisten EU-Länder benötigen für die Einreise nach Jordanien ein Visum. Dieses kann auf drei Wegen erworben werden: vorab bei der jordanischen Botschaft, bei Ankunft am Flughafen oder kostenfrei durch den Jordan Pass. Die einfachste und günstigste Variante ist definitiv der Jordan Pass, sofern Sie die Bedingungen erfüllen. Sie müssen mindestens drei aufeinanderfolgende Nächte im Land verbringen und den Pass vor der Einreise gekauft haben. Bei Ankunft am Queen Alia International Airport in Amman oder am King Hussein Airport in Aqaba zeigen Sie den QR-Code des Passes vor. Das Visum wird kostenfrei in Ihren Reisepass gestempelt. Ihr Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Vorläufige Reisepässe werden akzeptiert, Personalausweise jedoch nicht. Wenn Sie ohne Jordan Pass reisen, kostet das Visum bei Ankunft 40 jordanische Dinar, zahlbar in jordanischen Dinar, US-Dollar oder Euro. Kreditkarten werden meist nicht akzeptiert. Das Visum berechtigt zu einem touristischen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen. Verlängerungen sind bei der Polizei möglich, werden aber selten benötigt. Bei der Einreise über den Landweg von Israel gibt es Besonderheiten. An der Allenby-Brücke wird grundsätzlich kein Visum ausgestellt, Sie müssen es vorab beantragen. An den Übergängen Wadi Araba und Sheikh Hussein Bridge können Sie ein Visum erhalten, allerdings nicht kostenfrei mit dem Jordan Pass. Wer aus Ägypten mit der Fähre von Nuweiba nach Aqaba einreist, erhält das Visum am Hafen. Israelische Stempel im Pass sind kein Problem, ebenso wenig wie ägyptische oder andere arabische Stempel. Bei Ausreise wird eine Ausreisesteuer von 10 jordanischen Dinar erhoben, die meist bereits im Flugticket enthalten ist. Prüfen Sie dies vorab, um Überraschungen zu vermeiden.

Transport: Mietwagen-Tipps für den Kings Highway

Die Fortbewegung in Jordanien gestaltet sich auf verschiedene Weise. Für maximale Flexibilität empfiehlt sich ein Mietwagen, insbesondere wenn Sie die landschaftlich reizvolle Kings Highway Route zwischen Amman und Petra fahren möchten. Diese historische Straße führt durch traditionelle Dörfer und bietet spektakuläre Ausblicke, ist aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer zu bereisen. Internationale Mietwagenfirmen wie Hertz, Avis und Europcar sind am Flughafen und in größeren Städten vertreten. Lokale Anbieter sind oft günstiger. Die Preise beginnen bei etwa 25 Euro pro Tag für einen Kleinwagen, ein Geländewagen kostet ab 50 Euro täglich. Eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung ist dringend zu empfehlen, da die Straßenverhältnisse und der Fahrstil gewöhnungsbedürftig sein können. Sie benötigen Ihren nationalen Führerschein, ein internationaler Führerschein wird empfohlen, ist aber nicht zwingend erforderlich. Das Mindestalter für Mietwagenfahrer beträgt meist 23 Jahre. Die Straßen zwischen den Hauptattraktionen sind gut asphaltiert und beschildert. Der Desert Highway zwischen Amman und Aqaba ist eine schnelle Autobahn, die Kings Highway landschaftlich reizvoller, aber kurvenreicher und langsamer. Tankstellen gibt es regelmäßig, Benzin ist mit etwa 0,80 Euro pro Liter relativ günstig. In Petra und im Stadtzentrum von Amman ist ein Auto eher hinderlich. Parken Sie dort sicher im Hotel und erkunden Sie zu Fuß. Für Fahrten im Wadi Rum benötigen Sie ohnehin einen Beduinen-Guide mit Geländewagen. Eine Alternative zum Mietwagen ist ein privater Fahrer mit Fahrzeug, der Sie die gesamte Rundreise begleitet. Dies kostet ab 80 Euro pro Tag, bietet aber den Vorteil lokaler Kenntnisse und der Möglichkeit, sich ganz auf die Landschaft zu konzentrieren. Viele Hotels vermitteln vertrauenswürdige Fahrer. JETT-Busse verbinden die Hauptstädte komfortabel und günstig miteinander, sind aber zeitlich weniger flexibel.

Beste Reisezeit: Frühling und Herbst

Die ideale Reisezeit für Jordanien sind die Monate März bis Mai sowie September bis November. In diesen Perioden herrschen angenehme Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad, perfekt für Besichtigungen und Wanderungen. Der Frühling verwandelt die normalerweise karge Landschaft in ein blühendes Paradies. Nach den Winterregen sprießen Wildblumen in den Bergen und sogar in der Wüste zeigen sich grüne Oasen. Die Mohnblumen färben ganze Hänge rot, während gelbe Ginsterblüten leuchten. Dies ist auch die beste Zeit für Wanderungen in den Naturreservaten Dana und Mujib. Die Temperaturen sind mild und die Wasserstände in den Wadis ideal für Canyoning. Im Herbst sind die Sommerhitze und die Touristenmassen verschwunden, aber das Wetter bleibt stabil und warm. Die Herbstsonne taucht die Sandsteinmonumente in besonders schönes Licht, ideal für Fotografen. Von Juni bis August kann es extrem heiß werden, besonders in Petra, im Wadi Rum und am Toten Meer erreichen die Temperaturen regelmäßig über 40 Grad. Besichtigungen sind dann nur in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag erträglich. Allerdings ist Aqaba am Roten Meer dann perfekt zum Baden und Tauchen. Die Wintermonate Dezember bis Februar bringen kühlere Temperaturen, in Amman und auf dem Hochplateau kann es nachts bis zum Gefrierpunkt abkühlen. In Petra und im Wadi Rum sind warme Kleidung und Schlafsäcke für die Nächte notwendig. Gelegentlich fällt sogar Schnee in höheren Lagen. Dafür sind die antiken Stätten weniger überlaufen und die Preise niedriger. Das Tote Meer und Aqaba bleiben auch im Winter mild und angenehm. Ramadan, der islamische Fastenmonat, wandert durch den Kalender. Während dieser Zeit sind viele Restaurants tagsüber geschlossen, und das Essen und Trinken in der Öffentlichkeit sollte vermieden werden. Touristische Attraktionen bleiben geöffnet, aber die Öffnungszeiten können verkürzt sein. Nach Sonnenuntergang erwacht das Land zum Iftar, dem Fastenbrechen, zu besonderem Leben.

Kosten-Check: Budgetplanung

Tagesbudget: Kalkulation für Mittelklasse-Reisen

Jordanien gilt als eines der teureren Reiseländer im Nahen Osten, bietet aber für jedes Budget passende Optionen. Für eine komfortable Mittelklasse-Reise sollten Sie mit einem Tagesbudget von 120 bis 170 Euro pro Person rechnen. Eine Übernachtung in einem guten 3-Sterne-Hotel kostet zwischen 40 und 70 Euro im Doppelzimmer, gehobene 4-Sterne-Hotels liegen bei 80 bis 120 Euro. In Petra und am Toten Meer sind die Preise generell höher. Budgetreisende finden Hostels und einfache Guesthouses ab 15 Euro pro Bett im Schlafsaal. Die Verpflegung ist vergleichsweise erschwinglich. Ein einfaches Essen in einem lokalen Restaurant mit Falafel, Hummus und Salat kostet drei bis fünf Euro. Ein Hauptgericht in einem Mittelklasse-Restaurant liegt bei acht bis zwölf Euro. In touristischen Hotspots wie Petra zahlen Sie mehr. Ein traditionelles Mansaf-Gericht für zwei Personen kostet um die 20 Euro. Softdrinks und Wasser sind günstig, ein Liter Wasser im Supermarkt kostet etwa 50 Cent. Alkohol ist teuer und in vielen Restaurants nicht erhältlich. Ein Bier in einer Bar kostet fünf bis sieben Euro. Die Transportkosten variieren stark nach gewähltem Verkehrsmittel. Ein Mietwagen schlägt mit 25 bis 50 Euro täglich zu Buche, plus Benzin für etwa 20 Euro bei längeren Strecken. JETT-Busse sind deutlich günstiger, die Fahrt von Amman nach Petra kostet etwa zehn Euro. Taxis innerhalb der Städte sind preiswert, bestehen Sie auf die Nutzung des Taxameters. Mit dem Jordan Pass sparen Sie erheblich bei den Eintritten, die ansonsten stark ins Budget schlagen würden. Allein Petra ohne Pass kostet 50 jordanische Dinar für einen Tag. Souvenirs und Kunsthandwerk sind Verhandlungssache. Handgefertigte Teppiche, Silberschmuck und Keramik aus Petra können teuer sein, aber auch hier gilt: Der Preis ist nie fix. Geldautomaten gibt es in allen größeren Städten, Kreditkarten werden in Hotels und größeren Restaurants akzeptiert. Nehmen Sie jedoch immer etwas Bargeld mit, da viele kleine Läden und Restaurants nur Cash akzeptieren.

Verpflegung: Günstige Preise für Mezze und Mansaf

Die jordanische Küche ist ein Fest für alle Sinne und überraschend erschwinglich. Sie vereint Einflüsse aus der levantinischen, beduinischen und palästinensischen Kochtradition. Eine Mahlzeit beginnt typischerweise mit Mezze, einer Auswahl kleiner Vorspeisen, die geteilt werden. Hummus, die cremige Kichererbsenpaste mit Tahini und Zitrone, fehlt auf keinem Tisch. Moutabal oder Baba Ghanoush ist eine geräucherte Auberginenpaste, würzig und rauchig. Tabbouleh, ein Salat aus Petersilie, Tomaten, Zwiebeln und Bulgur, erfrischt den Gaumen. Fattoush kombiniert knuspriges Fladenbrot mit frischem Gemüse. Eine großzügige Mezze-Platte für zwei Personen kostet in lokalen Restaurants fünf bis acht Euro. Das Nationalgericht Mansaf ist ein Muss für jeden Besucher. Dieses festliche Gericht besteht aus Lammfleisch, das in fermentierter getrockneter Joghurtsauce gekocht wird, serviert auf einem Bett aus Reis oder traditionellem Jameed. Die Zubereitung dauert Stunden, und Mansaf wird traditionell auf großen Platten serviert, von denen alle Gäste mit der rechten Hand essen. In Restaurants zahlen Sie für eine Portion zwischen zehn und 15 Euro. Falafel und Shawarma sind die Klassiker für schnelle, günstige Mahlzeiten. Drei Falafel-Bällchen im Fladenbrot mit Salat und Tahini-Sauce kosten etwa zwei Euro. Zarb ist ein Beduinengericht, bei dem Fleisch und Gemüse in einem unterirdischen Erdofen langsam gegart werden. Dies erleben Sie besonders authentisch in einem Wadi Rum Camp. Süßspeisen wie Baklava, Knafeh oder Kunafa sind klebrig-süß und voller Pistazien und Honig. Ein Stück Knafeh kostet um die zwei Euro und ist ein perfekter Abschluss jeder Mahlzeit. Jordanischer Kaffee, gewürzt mit Kardamom, wird traditionell in kleinen Tassen serviert und ist meist kostenfrei. Tee ist das Nationalgetränk und wird überall angeboten, oft mit frischer Minze. Die Gastfreundschaft der Jordanier zeigt sich besonders beim Essen. Es ist nicht ungewöhnlich, zu einer Mahlzeit eingeladen zu werden, selbst von Fremden.

Häufig gestellte Fragen zu Rundreisen in Jordanien (FAQ):

Ist Jordanien aktuell ein sicheres Reiseland?

Jordanien gilt trotz seiner Lage im Nahen Osten als eines der sichersten Länder der Region und wird oft als die Schweiz des Nahen Ostens bezeichnet. Das Haschemitische Königreich unter König Abdullah II. pflegt gute Beziehungen zu westlichen Ländern und hat eine stabile Regierung. Die Kriminalitätsrate ist niedrig, Gewaltverbrechen gegen Touristen sind äußerst selten. In den touristischen Zentren wie Amman, Petra, Wadi Rum und am Toten Meer ist eine starke Sicherheitspräsenz spürbar, ohne aufdringlich zu wirken. Frauen können grundsätzlich auch allein sicher reisen, sollten jedoch konservative Kleidung tragen und in ländlichen Gebieten Zurückhaltung zeigen. Die jordanische Tourismuspolizei ist speziell für den Schutz von Besuchern ausgebildet und hilft bei Problemen. Taschendiebstahl kann in belebten Märkten vorkommen, ist aber durch normale Vorsichtsmaßnahmen vermeidbar. Die Grenzregionen zu Syrien und zum Irak sollten gemieden werden, die touristischen Hauptrouten liegen jedoch weit entfernt davon. Das Auswärtige Amt stuft Jordanien für touristische Reisen als sicher ein. Registrieren Sie sich dennoch in der Krisenvorsorgeliste Elefand, damit Sie im Notfall erreicht werden können.

Brauche ich einen internationalen Führerschein?

Für das Fahren eines Mietwagens in Jordanien wird ein internationaler Führerschein empfohlen, ist aber nicht immer zwingend erforderlich. Viele Mietwagenfirmen akzeptieren auch den nationalen EU-Führerschein zusammen mit dem Reisepass. Bei Polizeikontrollen kann es jedoch zu Schwierigkeiten kommen, wenn Sie nur den nationalen Führerschein dabei haben. Der internationale Führerschein ist beim zuständigen Straßenverkehrsamt in Deutschland für etwa 15 Euro erhältlich und drei Jahre gültig. Er wird zusammen mit dem nationalen Führerschein verwendet, ersetzt diesen also nicht. Die Straßenverkehrsregeln in Jordanien ähneln denen in Europa, allerdings ist der Fahrstil oft aggressiver und unvorhersehbarer. Hupen gehört zur normalen Kommunikation. Kreisverkehre folgen nicht immer der offiziellen Vorfahrtsregelung. Fahren Sie defensiv und rechnen Sie mit plötzlichen Spurwechseln. Die Promillegrenze liegt bei null, Alkohol am Steuer wird streng geahndet. Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung ist verboten. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen liegen bei 50 km/h innerorts, 80 km/h auf Landstraßen und 120 km/h auf Autobahnen. Radarkontrollen sind häufig. Bei Unfällen sollte unbedingt die Polizei gerufen werden, da die Versicherung sonst nicht zahlt.

Wie kleide ich mich respektvoll?

Jordanien ist ein mehrheitlich muslimisches Land mit konservativen Wertvorstellungen, gleichzeitig aber sehr tolerant gegenüber Besuchern. Respektvolle Kleidung bedeutet, Schultern, Dekolleté und Knie zu bedecken, sowohl für Frauen als auch für Männer. Frauen sollten luftige, lange Hosen oder Röcke tragen, kombiniert mit Blusen oder T-Shirts mit mindestens kurzen Ärmeln. Ein leichter Schal ist vielseitig einsetzbar, zum Bedecken der Schultern in religiösen Stätten oder zum Schutz vor Sonne und Staub. Kopftücher sind für Touristinnen nicht erforderlich, außer beim Betreten von Moscheen. Männer kommen mit langen Hosen und T-Shirts aus. Shorts sind in touristischen Gebieten akzeptiert, sollten aber mindestens bis zum Knie reichen. In Aqaba und am Toten Meer sind Badekleidung und Strandoutfits in den Resortbereichen völlig normal. Außerhalb dieser Zonen sollten Sie Badekleidung jedoch mit einem Sarong oder T-Shirt bedecken. Bei Besuchen in Moscheen müssen Schuhe ausgezogen und Schultern sowie Beine vollständig bedeckt sein. Viele Moscheen stellen Roben zum Ausleihen bereit. In gehobeneren Restaurants und Hotels gibt es keine strengen Kleidervorschriften, allerdings wird gepflegte Kleidung geschätzt. Grundsätzlich gilt: Je ländlicher und traditioneller die Umgebung, desto konservativer sollte die Kleidung sein.

Eine Rundreise durch Jordanien vereint Kultur, Geschichte, Natur und Abenteuer zu einem unvergesslichen Gesamterlebnis. Von den römischen Säulen in Jerash über die nabatäischen Wunder in Petra bis zu den endlosen Wüstenlandschaften des Wadi Rum bietet das Königreich eine beeindruckende Vielfalt auf kleinem Raum. Die Gastfreundschaft der Jordanier, die ausgezeichnete Sicherheitslage und die gut ausgebaute touristische Infrastruktur machen das Land zu einem idealen Reiseziel für Erst- und Wiederholungsbesucher. Mit sorgfältiger Planung, dem Jordan Pass und der richtigen Reisezeit wird Ihre Jordanien-Rundreise zu einem Highlight, an das Sie sich noch lange erinnern werden.

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