Rundreise in Peru: Die besten Routen & Angebote
Zusammenfassung
Peru gehört zu den faszinierendsten Reisezielen Südamerikas und lockt Jahr für Jahr abenteuerlustige Urlauber mit seinem reichen kulturellen Erbe, atemberaubenden Naturlandschaften und einer Gastronomie, die weltweit für Aufsehen sorgt. Wer 2026 eine Rundreise durch Peru plant, taucht ein in eine Welt zwischen den majestätischen Gipfeln der Anden, der kargen Schönheit der Küstenwüste und dem grünen Dickicht des Amazonas. Die ehemalige Hochburg der Inka bietet weit mehr als nur die weltberühmte Ruinenstadt Machu Picchu – jeder Winkel des Landes erzählt Geschichten aus Jahrtausenden Geschichte, von präkolumbianischen Zivilisationen über die spanische Eroberung bis hin zur modernen Gegenwart. Eine sorgfältig geplante Route führt durch pulsierende Metropolen wie Lima, koloniale Prachtstücke wie Arequipa, mystische Stätten im Heiligen Tal und entlegene Bergseen auf fast 4.000 Metern Höhe. Dabei erwartet Urlauber eine unglaubliche Vielfalt: Kondore kreisen über dem Colca Canyon, bunte Textilien werden auf traditionellen Märkten verkauft und in den Straßen Cuscos verschmelzen Inka-Mauern mit barocken Kirchen zu einem einzigartigen architektonischen Ensemble. Peru ist ein Land, das alle Sinne anspricht und gleichzeitig herausfordert – die Höhenluft in den Anden, die exotischen Aromen der Küche, die fremden Klänge der Quechua-Sprache und die schiere Weite der Landschaften.
Unsere Top-Rundreisen und Hotels in Peru
1. 11 Nächte / 12 Tage Rundreise durch Peru - Lima

Diese umfassende Rundreise führt durch die beeindruckendsten Höhepunkte Perus und bietet eine perfekte Kombination aus Kultur, Natur und Abenteuer. Beginnend in der lebendigen Hauptstadt Lima entdecken Urlauber die faszinierende Kolonialarchitektur, bevor es weitergeht nach Arequipa, die weiße Stadt am Fuße majestätischer Vulkane. Der spektakuläre Colca Canyon mit seinen fliegenden Kondoren und das mystische Hochland rund um den Titicacasee mit den schwimmenden Inseln der Uros gehören zu den unvergesslichen Stationen dieser Reise. Das Highlight bildet selbstverständlich der Besuch der legendären Inka-Zitadelle Machu Picchu, die majestätisch über dem Heiligen Tal thront. Die Übernachtungen erfolgen in komfortablen 3* Hotels, die authentisch und gleichzeitig hochwertig sind. Ein deutschsprachiger Reiseleiter begleitet die gesamte Reise und sorgt dafür, dass alle kulturellen und historischen Hintergründe verständlich vermittelt werden. Transfers, Eintritte und zahlreiche Mahlzeiten sind im Preis inbegriffen, sodass man sich voll und ganz auf das Erlebnis konzentrieren kann.
2. Private Rundreise in 9 Nächten durch Peru: Von Lima bis Titicaca in 3* oder 4* Hotels

Diese exklusive private Rundreise richtet sich an Reisende, die Peru in ihrem eigenen Tempo und mit maximalem Komfort erleben möchten. Die Route führt von Lima über die kulturellen Schätze Cuscos bis hin zum glitzernden Titicacasee und bietet dabei eine intensive Auseinandersetzung mit der Inka-Kultur und den atemberaubenden Landschaften der Anden. Besonders reizvoll ist der Aufenthalt bei einer Gastfamilie auf der Halbinsel Llachón, wo man authentische Einblicke in das traditionelle Andenleben erhält und gemeinsam mit den Einheimischen fischt und webt. Die Unterbringung erfolgt wahlweise in sorgfältig ausgewählten 3* oder 4* Hotels, die Komfort und lokalen Charme vereinen. Alle Transfers, Inlandsflüge, Zugtickets nach Machu Picchu und die meisten Eintritte sind im Preis enthalten. Ein privater Guide steht während der gesamten Reise zur Verfügung und geht individuell auf Wünsche und Interessen ein. Diese Rundreise eignet sich hervorragend für Paare, Familien oder kleine Gruppen, die Wert auf Flexibilität und persönliche Betreuung legen.
3. Private Rundreise Peru

Diese maßgeschneiderte private Rundreise bietet eine hervorragende Möglichkeit, Peru intensiv und individuell zu erleben. Beginnend in Lima führt die Route durch die wichtigsten kulturellen und landschaftlichen Highlights des Landes, darunter die weiße Stadt Arequipa, der beeindruckende Colca Canyon, der mystische Titicacasee und natürlich die unvergessliche Inka-Zitadelle Machu Picchu. Zur Auswahl stehen verschiedene Hotelkategorien, von soliden Standard-Unterkünften bis hin zu luxuriösen Superior-Hotels, sodass jeder Anspruch erfüllt wird. Die Reise ist ideal für alle, die sich von der Vielfalt der Landschaft, der Kultur und der Architektur verzaubern lassen möchten und dabei abseits der ausgetretenen Touristenpfade unterwegs sein wollen. Ein erfahrener Guide begleitet die gesamte Reise und teilt sein Wissen über die Geschichte, die Traditionen und die Naturwunder Perus. Alle Transfers, Inlandsflüge und Eintritte sind im Preis inbegriffen, ebenso wie ein tägliches Frühstück und ausgewählte weitere Mahlzeiten. Diese Rundreise ist perfekt für alle, die eine Mischung aus Abenteuer, Kultur und Komfort suchen.
Peru erleben: Mehr als nur Machu Picchu
Viele Reisende verbinden Peru ausschließlich mit der legendären Inkafestung Machu Picchu, doch das südamerikanische Land offenbart bei näherer Betrachtung eine beeindruckende geografische und kulturelle Vielfalt. Die Pazifikküste erstreckt sich über Tausende Kilometer und beherbergt nicht nur die lebendige Hauptstadt Lima, sondern auch endlose Sanddünen, fruchtbare Oasen und historische Ausgrabungsstätten wie die Nasca-Linien. Steigt man von dort hinauf in die Anden, verändert sich das Landschaftsbild radikal: Schneebedeckte Gipfel, kristallklare Bergseen und karge Hochebenen prägen die Region rund um Cusco, Arequipa und den Titicacasee. Jenseits der östlichen Andenflanke beginnt das weitläufige Amazonasbecken, eine grüne Welt voller exotischer Tiere, indigener Völker und undurchdringlicher Regenwälder. Diese geografische Dreiteilung spiegelt sich auch in der kulturellen Identität wider: An der Küste dominieren spanisch-kreolische Einflüsse, im Hochland leben die Nachfahren der Inka nach traditionellen Bräuchen und im Dschungel bewahren indigene Gemeinschaften ihre jahrtausendealten Lebensweisen. Wer Peru wirklich verstehen möchte, muss alle drei Klimazonen bereisen – jede Region trägt ihren eigenen Charakter, ihre eigene Küche, ihre eigenen Klänge und Farben. Die Kontraste könnten kaum größer sein: Während man morgens noch durch den kühlen Nebel der Küstenwüste fährt, kann man am Nachmittag bereits auf über 3.000 Metern Höhe die dünne Andenluft spüren und wenige Tage später in der feuchten Hitze des Regenwaldes schwitzen.
Die besten Routenvorschläge für 2 bis 3 Wochen
Eine gut durchdachte Route ist der Schlüssel zu einer gelungenen Peru-Rundreise, denn die Distanzen sind groß und die Reisebedingungen anspruchsvoll. Für Erstbesucher empfiehlt sich eine Reisedauer von mindestens zwei Wochen, besser noch drei, um die wichtigsten Highlights in angemessenem Tempo zu erleben. Die klassischen Routen führen meist von Lima über die Südküste ins Andenhochland und enden am Machu Picchu, doch auch Nordperu und das Amazonasgebiet bieten faszinierende Alternativen für Urlauber, die abseits der ausgetretenen Pfade reisen möchten. Entscheidend ist dabei die richtige Reihenfolge der Stationen, denn die Höhenanpassung spielt eine zentrale Rolle bei der Planung: Wer direkt von Meereshöhe nach Cusco fliegt (3.400 Meter), riskiert Kopfschmerzen, Übelkeit und Atembeschwerden. Besser ist es, sich langsam an die Höhe zu gewöhnen, etwa durch einen mehrtägigen Aufenthalt in Arequipa oder im Heiligen Tal. Auch die Reisezeit beeinflusst die Routenplanung erheblich – während der Trockenzeit zwischen Mai und September sind die Bedingungen in den Anden ideal, in der Regenzeit dagegen können Straßen unpassierbar werden und Wanderwege geschlossen sein. Eine flexible Planung mit einigen Puffertagen ist daher ratsam, um auf unvorhergesehene Wetterbedingungen oder Transportverzögerungen reagieren zu können.
Der klassische „Gringo Trail" in 14-18 Tage: Lima – Paracas – Nasca – Arequipa – Colca Canyon – Titicacasee – Cusco – Machu Picchu
Diese Route hat sich über Jahrzehnte als beliebteste Peru-Rundreise etabliert und führt Urlauber entlang der Höhepunkte des Landes. Der Start erfolgt in Lima, wo man sich nach dem langen Flug akklimatisieren und die kulinarischen Schätze der Hauptstadt genießen kann. Von dort geht es südwärts nach Paracas, einem kleinen Küstenort, von dem aus Bootsausflüge zu den Ballestas-Inseln starten – oft als „Klein-Galapagos" bezeichnet, sind diese Felsformationen Heimat tausender Seevögel, Seelöwen und Humboldt-Pinguine. Weiter südlich liegen die rätselhaften Nasca-Linien, riesige Scharrbilder in der Wüste, die am besten bei einem Rundflug zu erkennen sind. Die nächste Station ist Arequipa, die „weiße Stadt" aus hellem Vulkangestein, umgeben von drei mächtigen Vulkanen und geprägt von kolonialer Architektur. Von hier aus führt eine zweitägige Tour in den Colca Canyon, einen der tiefsten Canyons der Welt, wo man mit etwas Glück majestätische Kondore beobachten kann. Die Reise führt weiter zum Titicacasee, dem höchstgelegenen schiffbaren See der Erde, auf dessen schwimmenden Inseln die Uros leben. Schließlich erreicht man Cusco, das kulturelle Herz Perus und Ausgangspunkt für Ausflüge ins Heilige Tal und nach Machu Picchu. Diese Route bietet die perfekte Mischung aus Natur, Kultur und Geschichte und lässt kaum ein Highlight aus.
Nordperu für Entdecker: Die Festung Kuelap, die Gocta-Wasserfälle und Trujillo
Wer dem Massentourismus entfliehen möchte, findet in Nordperu eine faszinierende Alternative zum klassischen Süden. Die Region ist touristisch deutlich weniger erschlossen, bietet aber einige der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Herausragend ist die Festung Kuelap, eine präkolumbianische Anlage hoch oben in den Nebelwäldern, die oft als „Machu Picchu des Nordens" bezeichnet wird. Die massive Steinmauer, die das Areal umgibt, zeugt von der strategischen Bedeutung dieser Stätte für die Chachapoya-Kultur. Unweit davon stürzen die Gocta-Wasserfälle fast 800 Meter in die Tiefe und gehören damit zu den höchsten Wasserfällen der Welt. An der Küste liegt Trujillo, die drittgrößte Stadt Perus, von wo aus man die Huaca del Sol, die größte Lehmziegelpyramide Amerikas, und die archäologische Stätte Chan Chan, die größte Lehmstadt der präkolumbianischen Ära, besuchen kann. Auch die Strände rund um Máncora im äußersten Norden ziehen Surfer und Sonnenanbeter an. Nordperu ist ideal für alle, die authentische Erlebnisse suchen und bereit sind, sich auf längere Busfahrten und einfachere Unterkünfte einzulassen.
Amazonas-Abenteuer: Expeditionen ab Iquitos oder Puerto Maldonado
Eine Reise in den peruanischen Amazonas ist ein unvergessliches Erlebnis für Naturliebhaber und Abenteurer. Es gibt zwei Hauptzugänge zum Regenwald: Iquitos im Norden, nur per Flugzeug oder Boot erreichbar, und Puerto Maldonado im Süden, das sowohl per Flug als auch per Bus ab Cusco angesteuert werden kann. Von beiden Städten aus führen mehrtägige Touren tief in den Dschungel, wo man in Lodges übernachtet und die unglaubliche Artenvielfalt hautnah erlebt. Auf geführten Wanderungen und Bootstouren begegnet man Affen, Faultieren, Kaimanen, bunten Papageien und mit etwas Glück sogar Jaguaren oder Riesenottern. Die Lodges bieten unterschiedliche Komfortniveaus – von einfachen Hütten bis hin zu luxuriösen Unterkünften mit Panoramablick. Besonders beeindruckend ist ein Besuch einer indigenen Gemeinschaft, wo man mehr über traditionelle Heilpflanzen, Handwerkskünste und die Lebensweise im Regenwald erfährt. Ein Aufenthalt im Amazonas erfordert eine gewisse Abenteuerlust, denn Moskitos, Hitze und Feuchtigkeit gehören zum Alltag. Dafür wird man mit Erlebnissen belohnt, die man nirgendwo anders auf der Welt machen kann.
Reiseplanung: Höhenanpassung und beste Reisezeit
Die Planung einer Peru-Rundreise erfordert besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Höhenanpassung und der klimatischen Bedingungen. Peru erstreckt sich über verschiedene Klimazonen, und die Höhenunterschiede zwischen Küste und Andengipfeln sind enorm. Wer nicht akklimatisiert ist, kann schnell von der Höhenkrankheit betroffen sein, die sich durch Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Atemnot äußert. Eine schrittweise Anpassung ist daher unerlässlich: Statt direkt nach der Ankunft in Lima nach Cusco zu fliegen, sollte man zunächst einige Tage auf mittlerer Höhe verbringen, etwa in Arequipa oder im Heiligen Tal. Auch die Wahl der Reisezeit hat großen Einfluss auf das Gelingen der Reise. Die Trockenzeit von Mai bis September gilt als beste Reisezeit für die Andenregion, da dann wenig Regen fällt und die Wanderwege gut begehbar sind. In der Regenzeit zwischen Dezember und März kann es zu Erdrutschen kommen, und der berühmte Inka-Trail ist im Februar wegen Instandhaltungsarbeiten geschlossen. Für Küstenregionen und den Amazonas gelten andere klimatische Bedingungen – während an der Küste das ganze Jahr über mildes Wetter herrscht, ist es im Regenwald ganzjährig heiß und feucht, wobei die trockeneren Monate Juni bis Oktober angenehmer für Besucher sind.
Das Geheimnis der Akklimatisierung: Warum deine Route niemals in Cusco starten sollte
Ein häufiger Fehler bei der Planung einer Peru-Rundreise ist der direkte Flug von Lima nach Cusco, ohne vorherige Höhenanpassung. Cusco liegt auf 3.400 Metern über dem Meeresspiegel, und die plötzliche Höhenveränderung kann zu erheblichen Beschwerden führen. Viele Urlauber verbringen ihre ersten Tage in Cusco mit Kopfschmerzen und Übelkeit, anstatt die Stadt zu genießen. Die Lösung liegt in einer intelligenten Routenplanung, die eine schrittweise Anpassung ermöglicht. Eine bewährte Strategie ist es, zunächst einige Tage in Arequipa (2.335 Meter) zu verbringen, wo man sich bereits an die Höhe gewöhnen kann, ohne die extremen Symptome zu erleben. Alternativ kann man direkt ins Heilige Tal reisen, das auf etwa 2.800 Metern liegt und damit niedriger als Cusco ist. Dort akklimatisiert man sich in Ruhe, bevor man nach Cusco aufsteigt. Während des Aufenthalts in der Höhe sollte man viel Wasser trinken, auf Alkohol verzichten, leichte Mahlzeiten zu sich nehmen und sich nicht überanstrengen. Coca-Tee, der in Peru weit verbreitet ist, kann ebenfalls helfen, die Symptome der Höhenkrankheit zu lindern. Wer diese Tipps befolgt, wird die Andenregion deutlich entspannter und beschwerdefreier erleben.
Beste Reisezeit: Trockenzeit (Mai bis September) vs. Regenzeit (Vermeidung des Inca Trails im Februar)
Die Wahl der Reisezeit hat entscheidenden Einfluss auf das Erlebnis einer Peru-Rundreise. Die Trockenzeit zwischen Mai und September ist die beliebteste Reisezeit für die Andenregion, da in diesen Monaten kaum Regen fällt, die Sicht klar ist und die Temperaturen tagsüber angenehm mild sind. In dieser Zeit sind jedoch auch die meisten Touristen unterwegs, sodass die Sehenswürdigkeiten gut besucht sind und die Preise für Unterkünfte höher liegen. Für Wanderungen wie den Inka-Trail ist die Trockenzeit ideal, da die Wege trocken und sicher sind. Allerdings ist der Inka-Trail im Februar wegen Wartungsarbeiten komplett geschlossen, und auch in den übrigen Monaten der Regenzeit (November bis März) können Wanderungen wegen rutschiger Wege und schlechter Sicht weniger angenehm sein. Die Regenzeit hat jedoch auch ihre Vorteile: Die Landschaft ist üppig grün, die Wasserfälle führen mehr Wasser, und die touristischen Hotspots sind deutlich leerer. Für Küstenregionen wie Lima und Paracas spielt die Jahreszeit eine geringere Rolle, da das Klima dort ganzjährig mild und trocken ist. Im Amazonas herrscht das ganze Jahr über tropisches Klima, wobei die trockeneren Monate Juni bis Oktober angenehmer für Besucher sind.
Highlights: Das Erbe der Inka und Naturwunder
Peru ist ein Land voller Wunder, die sowohl von Menschenhand geschaffen als auch von der Natur geformt wurden. Das Erbe der Inka ist allgegenwärtig, sei es in Form imposanter Ruinenstädte, präzise gemeißelter Steinmauern oder alter Handelswege, die noch heute begangen werden. Doch Peru bietet weit mehr als nur archäologische Stätten: Die Naturlandschaften sind von atemberaubender Vielfalt und Schönheit. Von den schneebedeckten Gipfeln der Anden über tiefe Canyons bis hin zu glitzernden Bergseen – jede Region hält eigene Highlights bereit. Die Kombination aus kulturellem Reichtum und landschaftlicher Pracht macht Peru zu einem der faszinierendsten Reiseziele weltweit. Wer sich Zeit nimmt, die verschiedenen Facetten des Landes zu erkunden, wird mit unvergesslichen Erlebnissen belohnt.
Machu Picchu in 2026: Alles zu Tickets, Zeitfenstern und der Anreise per Zug
Machu Picchu ist ohne Zweifel das berühmteste Wahrzeichen Perus und steht auf der Wunschliste fast aller Urlauber, die das Land besuchen. Die Inka-Ruine, die majestätisch auf einem Bergkamm über dem Urubamba-Tal thront, wurde 1911 von Hiram Bingham wiederentdeckt und zählt heute zu den sieben neuen Weltwundern. Um das empfindliche Ökosystem und die Bausubstanz zu schützen, ist die Anzahl der täglichen Besucher streng limitiert, und seit einigen Jahren ist der Zutritt nur noch in festgelegten Zeitfenstern möglich. Für 2026 sollten Urlauber ihre Tickets daher möglichst frühzeitig online buchen, idealerweise mehrere Monate im Voraus, da die beliebten Zeitfenster schnell ausverkauft sind. Es gibt verschiedene Ticketoptionen: das klassische Machu Picchu Ticket, das Zugang zur Hauptanlage gewährt, sowie Kombinationstickets für den Aufstieg zum Huayna Picchu oder zum Machu Picchu Berg, die spektakuläre Aussichten bieten, aber körperlich anspruchsvoll sind. Die Anreise erfolgt meist per Zug von Ollantaytambo oder Cusco nach Aguas Calientes, dem kleinen Ort am Fuße des Berges. Von dort fährt ein Shuttlebus die serpentinenreiche Straße hinauf zur Ruinenstadt. Alternativ kann man die Strecke auch zu Fuß erwandern, was etwa eineinhalb Stunden dauert. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den mehrtägigen Inka-Trail wandern, der direkt nach Machu Picchu führt und zu den schönsten Trekkingtouren der Welt zählt.
Cusco & das Heilige Tal: Das kulturelle Herz des Landes
Cusco war einst die Hauptstadt des Inka-Reiches und ist bis heute das kulturelle und touristische Zentrum Perus. Die Stadt vereint auf einzigartige Weise Inka-Architektur mit kolonialen Bauten: Viele spanische Kirchen und Paläste wurden direkt auf den Fundamenten alter Inka-Tempel errichtet, sodass man heute noch die präzise gefügten Steinmauern der Inka bewundern kann, auf denen barocke Fassaden thronen. Die Plaza de Armas bildet das Herz der Altstadt und ist umgeben von prächtigen Kolonialbauten, darunter die beeindruckende Kathedrale. Sehenswert ist auch der Coricancha, der ehemalige Sonnentempel, dessen Goldverkleidungen einst die Spanier in Staunen versetzten. Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt liegen weitere wichtige Inka-Stätten wie Sacsayhuamán, eine gewaltige Festungsanlage mit riesigen Steinblöcken, und Qenqo, ein mystischer Ort mit Steinaltären und unterirdischen Gängen. Das Heilige Tal, das sich nordwestlich von Cusco erstreckt, war das landwirtschaftliche Zentrum der Inka und beherbergt zahlreiche archäologische Highlights. Besonders beeindruckend sind die Salzterrassen von Maras, die seit Inka-Zeiten zur Salzgewinnung genutzt werden, und die kreisförmigen Terrassen von Moray, die vermutlich als landwirtschaftliches Versuchslabor dienten. Die kleinen Dörfer im Heiligen Tal wie Pisac und Ollantaytambo sind ideale Orte, um das traditionelle Andenleben kennenzulernen und auf bunten Märkten handgewebte Textilien und lokales Kunsthandwerk zu kaufen.
Titicacasee: Besuch der schwimmenden Inseln der Uros und Taquile
Der Titicacasee liegt auf 3.812 Metern Höhe an der Grenze zwischen Peru und Bolivien und ist der höchstgelegene schiffbare See der Welt. Seine tiefblaue Wasserfläche erstreckt sich über mehr als 8.000 Quadratkilometer und ist Heimat einer einzigartigen Kultur. Besonders faszinierend sind die schwimmenden Inseln der Uros, künstliche Inseln, die komplett aus Totora-Schilf gebaut sind. Die Uros leben seit Jahrhunderten auf diesen Inseln und pflegen ihre traditionelle Lebensweise, auch wenn der Tourismus heute eine wichtige Einkommensquelle darstellt. Bei einem Besuch erfährt man, wie die Inseln gebaut und instand gehalten werden, und kann traditionelle Schilfboote bewundern. Eine weitere empfehlenswerte Insel ist Taquile, deren Bewohner für ihre feinsten Textilarbeiten bekannt sind, die sogar zum UNESCO-Kulturerbe zählen. Auf Taquile herrschen egalitäre Strukturen, und die Gemeinschaft entscheidet gemeinsam über wichtige Angelegenheiten. Ein Spaziergang über die hügelige Insel bietet herrliche Ausblicke auf den See und die umliegenden Berge. Der Titicacasee strahlt eine besondere Ruhe und Spiritualität aus und ist ein Ort, an dem man die Verbundenheit der Menschen mit der Natur spüren kann.
Colca Canyon: Kondore beobachten im tiefsten Canyon der Welt
Der Colca Canyon in der Region Arequipa zählt zu den tiefsten Canyons der Erde und ist mehr als doppelt so tief wie der Grand Canyon in den USA. Die dramatische Landschaft mit steilen Felswänden, terrassierten Hängen und kleinen Dörfern bietet spektakuläre Ausblicke und ist ein Paradies für Naturliebhaber. Der Höhepunkt eines Besuchs ist das Cruz del Cóndor, ein Aussichtspunkt, von dem aus man mit etwas Glück die majestätischen Andenkondore beobachten kann, die mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern über die Schlucht gleiten. Die besten Chancen, die Vögel zu sehen, hat man am frühen Morgen, wenn die aufsteigenden Luftströme die Kondore in die Höhe tragen. Entlang des Canyons liegen traditionelle Dörfer wie Chivay, Yanque und Maca, deren Bewohner noch immer in bunten Trachten ihrer Vorfahren gekleidet sind und alte Bräuche pflegen. Viele Besucher verbringen eine Nacht in der Region, um in den heißen Thermalquellen von La Calera zu entspannen und die sternenklaren Nächte in den Anden zu genießen. Der Colca Canyon ist nicht nur ein Naturwunder, sondern auch ein Fenster in die Vergangenheit, wo das Leben im Rhythmus der Jahreszeiten und der Traditionen verläuft.
Transport im Land: Bus, Bahn oder Inlandsflug?
Peru ist ein großes Land mit teils schwierigen Verkehrsverhältnissen, weshalb die Wahl der Transportmittel gut überlegt sein sollte. Für längere Strecken bieten sich Inlandsflüge an, die zwar teurer sind, aber enorm viel Zeit sparen. Auf kürzeren Distanzen oder landschaftlich reizvollen Strecken sind Busse oder Züge oft die bessere Wahl, da sie ein intensiveres Reiseerlebnis ermöglichen. Die Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, und es gibt mittlerweile zahlreiche komfortable Optionen für alle Budgets. Eine gute Planung der Transportmittel trägt maßgeblich zum Gelingen der Rundreise bei.
Luxusbusse: Warum „Cruz del Sur" für Deutsche die beste Wahl ist
Busreisen sind in Peru eine beliebte und kostengünstige Art, das Land zu erkunden, und die Qualität der Busse variiert stark. Für anspruchsvolle Urlauber, die Wert auf Komfort und Sicherheit legen, ist das Unternehmen Cruz del Sur die beste Wahl. Cruz del Sur bietet Luxusbusse mit breiten, verstellbaren Sitzen, Bordservice, WLAN und Unterhaltungsprogramm. Die Busse sind modern, gut gewartet und verkehren auf den wichtigsten Strecken des Landes, etwa zwischen Lima und Arequipa, Cusco und Puno oder Lima und Paracas. Besonders die sogenannten „Cama"-Sitze, die sich fast vollständig in eine Liegeposition bringen lassen, sind ideal für Nachtfahrten. Cruz del Sur legt zudem großen Wert auf Sicherheit und hat einen ausgezeichneten Ruf. Tickets sollten im Voraus online gebucht werden, insbesondere in der Hochsaison, da die beliebtesten Verbindungen schnell ausverkauft sind. Alternativ gibt es auch andere gute Anbieter wie Oltursa oder Movil Tours, die ebenfalls hochwertige Busreisen anbieten. Generell gilt: Je höher die Busklasse, desto angenehmer und sicherer die Fahrt.
Zugreisen: Mit dem Belmond Andean Explorer oder dem Vistadome durch die Anden
Zugreisen in Peru sind ein besonderes Erlebnis und bieten spektakuläre Ausblicke auf die Andenlandschaft. Die bekannteste Zugstrecke führt von Cusco über Ollantaytambo nach Aguas Calientes, dem Ausgangspunkt für den Besuch von Machu Picchu. Betrieben wird diese Strecke von PeruRail und Inca Rail, die verschiedene Serviceklassen anbieten. Der Vistadome ist eine beliebte Option mit großen Panoramafenstern, die einen ungehinderten Blick auf die vorbeiziehende Landschaft ermöglichen. Für ein noch luxuriöseres Erlebnis gibt es den Hiram Bingham, einen eleganten Zug im Stil der 1920er Jahre, der ein mehrgängiges Menü und Live-Musik bietet. Eine weitere spektakuläre Zugreise ist der Belmond Andean Explorer, der auf einer mehrtägigen Route von Cusco über den Titicacasee nach Arequipa fährt. Dieser Luxuszug bietet geräumige Kabinen, exzellente Küche und Panoramawagen, in denen man die majestätische Andenlandschaft in aller Ruhe genießen kann. Zugreisen sind zwar teurer als Busfahrten, aber die einzigartigen Ausblicke und der Komfort machen sie zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Praktische Tipps für deutsche Urlauber
Eine Reise nach Peru erfordert einige praktische Vorbereitungen, damit der Aufenthalt reibungslos verläuft. Von den Einreisebestimmungen über Währungsfragen bis hin zu Sprachbarrieren gibt es einige Punkte, die man im Vorfeld klären sollte. Peru ist ein sicheres Reiseland, solange man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachtet und sich über lokale Gegebenheiten informiert. Mit der richtigen Vorbereitung steht einem unvergesslichen Abenteuer nichts im Wege.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Peru kein Visum, solange der Aufenthalt 90 Tage nicht überschreitet. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Bei der Ankunft am Flughafen erhält man eine Einreisekarte, die bis zur Ausreise aufbewahrt werden muss. Es empfiehlt sich, vor der Reise die aktuellen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu prüfen, da es in manchen Regionen zu politischen Unruhen oder Streiks kommen kann. Die Währung in Peru ist der Sol (PEN), wobei US-Dollar in touristischen Gebieten oft akzeptiert werden. Geldautomaten gibt es in allen größeren Städten, und Kreditkarten werden in Hotels und Restaurants meist akzeptiert. Es ist ratsam, immer etwas Bargeld dabei zu haben, insbesondere für kleinere Läden, Märkte oder ländliche Gebiete. Die Amtssprache ist Spanisch, und Englisch wird nur in gehobenen Hotels und touristischen Hotspots gesprochen. Grundkenntnisse in Spanisch sind daher sehr hilfreich, um sich zu verständigen und in Kontakt mit den Einheimischen zu treten. Peru gilt als relativ sicheres Reiseland, dennoch sollte man in Großstädten wie Lima und Cusco auf seine Wertsachen achten und nachts nicht allein in abgelegenen Vierteln unterwegs sein. Taschendiebstahl ist vor allem an belebten Orten wie Märkten oder Busbahnhöfen ein Thema.
Häufig gestellte Fragen zu Rundreisen in Peru
Wie teuer ist eine 3-wöchige Rundreise 2026?
Die Kosten für eine 3-wöchige Rundreise durch Peru variieren stark je nach Reisestil, Unterkunftskategorie und gebuchten Aktivitäten. Budgetreisende können mit etwa 1.500 bis 2.000 Euro auskommen, wenn sie in einfachen Hostels übernachten, öffentliche Verkehrsmittel nutzen und auf teure Touren verzichten. Reisende der mittleren Preisklasse sollten mit 3.000 bis 4.500 Euro rechnen, inklusive komfortabler Hotels, organisierter Touren und Inlandsflügen. Wer gehobene Ansprüche hat und in Luxushotels übernachten möchte, kann leicht 6.000 Euro und mehr ausgeben. Hinzu kommen internationale Flüge ab Deutschland, die je nach Saison und Buchungszeitpunkt zwischen 700 und 1.200 Euro kosten.
Inka-Trail oder Salkantay Trek: Was ist besser?
Beide Wanderungen führen nach Machu Picchu, unterscheiden sich jedoch deutlich in Charakter und Anforderungen. Der Inka-Trail ist die klassische Route, die auf historischen Pfaden der Inka verläuft und durch mehrere archäologische Stätten führt. Er ist streng reglementiert, Permits sind limitiert und müssen Monate im Voraus gebucht werden. Der Salkantay Trek ist landschaftlich spektakulärer, länger und körperlich anspruchsvoller, führt jedoch nicht durch archäologische Stätten. Dafür ist er flexibler buchbar und oft günstiger. Wer die historische Dimension schätzt, wählt den Inka-Trail, wer wilde Natur und weniger Touristen bevorzugt, entscheidet sich für den Salkantay Trek.
Ist Peru sicher für Individualreisende?
Peru ist grundsätzlich ein sicheres Reiseland für Individualreisende, sofern man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachtet. In Großstädten wie Lima und Cusco sollte man auf Wertsachen achten, nachts nicht allein in abgelegenen Vierteln unterwegs sein und nur offizielle Taxis nutzen. Auf dem Land ist die Kriminalitätsrate deutlich niedriger. Es empfiehlt sich, vor der Reise die aktuellen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu lesen und bei politischen Unruhen oder Streiks flexibel auf Routenänderungen zu reagieren. Mit gesundem Menschenverstand und umsichtigem Verhalten ist Peru ein wunderbares Ziel für Alleinreisende.