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Schweiz-Rundreise: Die besten Routen & Angebote
Zusammenfassung
Die Schweiz vereint auf kleinstem Raum eine Vielfalt, die weltweit ihresgleichen sucht. Zwischen majestätischen Viertausendern und türkisblauen Bergseen, zwischen modernen Metropolen und traditionellen Bergdörfern offenbart sich eine Nation, die vier Sprachen spricht und dabei kulturelle Gegensätze harmonisch vereint. Von den schneebedeckten Gipfeln des Wallis über die sanften Weinberge des Genfersees bis zu den mediterranen Palmen im Tessin erstreckt sich eine Landschaft, die jeden Besucher in ihren Bann zieht. Die legendäre Schweizer Präzision zeigt sich nicht nur in Uhren, sondern auch im perfekt organisierten Bahnnetz, das selbst entlegenste Täler zuverlässig erschließt. Wer durch die Schweiz reist, erlebt ein Land, in dem Tradition und Innovation, Natur und Kultur, Ruhe und Dynamik meisterhaft balancieren. Die kompakte Größe macht es möglich, innerhalb weniger Stunden zwischen verschiedenen Klimazonen und Kulturräumen zu wechseln. Dieser umfassende Ratgeber begleitet Sie durch die Planung Ihrer perfekten Schweiz-Rundreise, mit detaillierten Routenvorschlägen, praktischen Spartipps und allen wichtigen Informationen für ein unvergessliches Alpenabenteuer.
Unsere Top-Reisen durch die Schweiz
1. Panoramazugfahrt mit dem Glacier Express - St. Moritz

Diese außergewöhnliche Zugreise führt Sie durch das Herz der Schweizer Alpen und verbindet einige der schönsten Orte des Landes. Ihr Abenteuer beginnt in St. Moritz, dem legendären Nobelort auf 1.800 Metern Höhe, der als Geburtsort des alpinen Wintertourismus gilt. Die eleganten Gassen, glitzernden Seen und das mondäne Flair machen St. Moritz zu einem einzigartigen Ausgangspunkt. Der absolute Höhepunkt dieser Reise ist die achtstündige Fahrt im Glacier Express, der als einer der schönsten Panoramazüge der Welt gilt. Von St. Moritz nach Zermatt durchqueren Sie in komfortablen Waggons mit übergroßen Fenstern die grandiose Alpenlandschaft. Die Route führt durch die spektakuläre Rheinschlucht, über den 2.033 Meter hohen Oberalppass und durch zahlreiche Tunnels und über kühne Brücken. An Bord genießen Sie ein Drei-Gänge-Mittagsmenü, das direkt an Ihrem Sitzplatz serviert wird, während draußen die Bergkulisse vorbeigleitet. In Zermatt erwartet Sie das autofreie Dorf am Fuße des mythischen Matterhorns, wo alpine Atmosphäre und moderne Infrastruktur perfekt harmonieren. Je nach gewähltem Paket können Sie Ihre Reise mit zusätzlichen Übernachtungen in Zermatt, Genf oder Zürich verlängern und so die Vielseitigkeit der Schweiz noch intensiver erleben. Der im Preis enthaltene Swiss Travel Pass ermöglicht unbegrenzte Fahrten innerhalb der Schweiz, kostenlosen Eintritt in über 500 Museen und 50 % Ermäßigung auf die meisten Bergbahnen.
2. Die Schweiz per Zug erleben - Luzern

Diese umfassende achttägige Zugrundreise führt Sie zu den Höhepunkten der Schweizer Alpen und verbindet spektakuläre Landschaften mit komfortablen Unterkünften. Die Route beginnt in Luzern und führt über Interlaken, Montreux, Zermatt, St. Moritz, Lugano bis nach St. Gallen. Sie reisen an Bord legendärer Panoramazüge wie der GoldenPass-Linie, dem Glacier Express, dem Bernina Express und dem Gotthard Panorama Express. Jede Etappe offenbart neue Facetten der Schweizer Vielfalt. Von Luzern aus erreichen Sie Interlaken, das zwischen Thuner- und Brienzersee eingebettet liegt und als Tor zum Berner Oberland gilt. Die Weiterfahrt mit der GoldenPass-Linie durch das wildromantische Pays d'Enhaut bietet malerische Ausblicke auf traditionelle Dörfer am Ufer des Genfersees. In Montreux können Sie das märchenhafte Schloss Chillon besichtigen, bevor die Reise nach Zermatt führt, wo ein Ausflug auf den Gornergrat zu den spektakulärsten Aussichten auf das Matterhorn-Massiv gehört. Die Fahrt mit dem Glacier Express nach St. Moritz zählt zu den eindrucksvollsten Zugerlebnissen weltweit. Der Bernina Express bringt Sie über kreisförmige Viadukte und durch gewundene Tunnels bis nach Tirano in Italien, bevor Sie mit dem Bernina Express Bus ins sonnige Tessin weiterreisen. Die letzte Etappe führt mit dem Gotthard Panorama Express zurück in die Zentralschweiz, wo Sie auf dem Vierwaldstättersee eine Schifffahrt genießen. Diese Rundreise verbindet die berühmtesten Panoramastrecken der Schweiz zu einem unvergesslichen Gesamterlebnis und bietet je nach gewähltem Angebot Unterkünfte in komfortablen 3-Sterne- oder 4-Sterne-Hotels.
3. Entdeckungsreise durch die Schweiz mit dem Zug - Montreux

Diese viertägige Rundreise konzentriert sich auf die Höhepunkte der Schweizer Alpen und verbindet die elegante Genfersee-Region mit den spektakulären Bergwelten des Wallis. Ihre Reise beginnt in Montreux, der eleganten Stadt am Ufer des Genfersees, die für ihr mildes Mikroklima, das berühmte Jazz-Festival und das märchenhafte Schloss Chillon bekannt ist. Die Weinbergterrassen von Lavaux, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, säumen das Seeufer und laden zu Weinverkostungen ein. Von Montreux führt eine malerische Zugfahrt durch Täler, Wälder und vorbei an Flüssen nach Zermatt, wobei der letzte Abschnitt auf der Matterhorn-Gotthard-Bahnlinie bereits spektakuläre Ausblicke auf das berühmte Matterhorn bietet. In Zermatt erwartet Sie ein Ganztagesticket für die Gornergrat Bahn, die höchste offene Zahnradbahn Europas. Die 30-minütige Fahrt auf 3.089 Meter Höhe gilt als eine der spektakulärsten Bergbahnstrecken weltweit und bietet aus verschiedenen Perspektiven immer neue Blicke auf das majestätische Matterhorn-Massiv. Der dritte Tag ist dem weltberühmten Glacier Express gewidmet, der Sie in 80 Minuten von Zermatt nach Brig bringt. Von Brig aus erkunden Sie den Aletschgletscher, der mit 23 Kilometern Länge der größte Gletscher der Alpen ist und zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Mit Ihrem Ticket haben Sie unbegrenzten Zugang zu den drei ikonischen Aussichtspunkten, darunter das Eggishorn auf 2.927 Metern mit atemberaubenden Blicken auf Eiger, Mönch, Jungfrau und natürlich den Aletschgletscher. Mehrere markierte Wanderwege verbinden die Aussichtspunkte und ermöglichen intensive Naturerlebnisse. Diese kompakte Rundreise bietet maximale alpine Erlebnisse in kurzer Zeit.
Warum die Schweiz das ideale Land für eine Rundreise ist
Die Schweiz präsentiert sich als perfektes Reiseziel für alle, die Vielfalt auf kompaktem Raum schätzen. Auf einer Fläche, die gerade einmal die Größe Niedersachsens erreicht, vereint das Alpenland vier offizielle Landessprachen, drei große Kulturräume und eine geografische Bandbreite von mediterranen Palmen bis zu ewigem Eis. Diese Diversität ermöglicht es, innerhalb weniger Stunden zwischen völlig unterschiedlichen Welten zu wechseln. Am Morgen wandern Sie durch schneebedeckte Hochgebirgslandschaften, mittags genießen Sie italienisches Flair in einem Tessiner Straßencafé, und abends flanieren Sie durch die kosmopolitische Atmosphäre Zürichs oder Genfs. Diese einzigartige Kombination macht jede Schweiz-Rundreise zu einem intensiven Erlebnis kultureller und landschaftlicher Kontraste.
Das Schweizer Bahnnetz gehört zu den dichtesten und pünktlichsten der Welt und erschließt selbst entlegenste Bergtäler mit beeindruckender Zuverlässigkeit. Die legendäre Schweizer Präzision zeigt sich im Taktfahrplan, der alle Verkehrsmittel perfekt aufeinander abstimmt. Züge, Busse, Schiffe und sogar Bergbahnen funktionieren wie die Zahnräder eines Uhrwerks und ermöglichen nahtlose Verbindungen im ganzen Land. Für deutsche Urlauber entfällt damit das Problem der Parkplatzsuche in engen Altstädten oder gefährlichen Bergstraßen. Stattdessen lehnt man sich entspannt zurück, während draußen spektakuläre Panoramen vorbeiziehen. Die berühmten Panoramazüge wie Glacier Express, Bernina Express oder GoldenPass Line verwandeln die Reise selbst zum Erlebnis, mit speziell konstruierten Waggons, die maximale Aussicht garantieren.
Die kulturelle Vielfalt der Schweiz spiegelt sich in den verschiedenen Sprachregionen wider. Die Deutschschweiz mit Zürich, Luzern und Bern pflegt Traditionen wie Schwingfeste und Alphornblasen, während die Romandie rund um Genf und Lausanne französisches Savoir-vivre ausstrahlt. Das sonnenverwöhnte Tessin bringt italienische Lebensfreude in die Alpen, und das rätoromanische Graubünden bewahrt eine jahrtausendealte eigene Sprache. Diese Mehrsprachigkeit macht die Schweiz zu einem Europa im Kleinen, wo kulturelle Grenzen fließend verlaufen und jede Region eigene kulinarische Spezialitäten, architektonische Besonderheiten und Traditionen pflegt. Für Rundreisende bedeutet dies immer neue Entdeckungen, ohne dass Sprachbarrieren den Kontakt zu Einheimischen erschweren würden.
Bahnreise oder Autotour: Was passt zu Ihnen?
Grand Train Tour of Switzerland: Die spektakulärsten Panoramazüge
Die Grand Train Tour of Switzerland gilt als eine der schönsten Zugreisen Europas und verbindet die berühmtesten Panoramastrecken des Landes zu einer Rundreise, die alle Höhepunkte abdeckt. Die Route erstreckt sich über 1.280 Kilometer und kann in beliebiger Reihenfolge befahren werden, wobei jeder Abschnitt eigene Reize entfaltet. Der Glacier Express zwischen St. Moritz und Zermatt durchquert in acht Stunden die spektakulärsten Alpenlandschaften und überwindet dabei 91 Tunnels und 291 Brücken. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 36 Kilometern pro Stunde nennt er sich selbst den "langsamsten Expresszug der Welt" und ermöglicht intensive Naturerlebnisse durch die übergroßen Panoramafenster. Der höchste Punkt der Strecke liegt am Oberalppass auf 2.033 Metern, wo sich spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Dreitausender eröffnen.
Der Bernina Express verbindet Chur oder St. Moritz mit dem italienischen Tirano und überwindet dabei den Berninapass ohne Zahnrad auf 2.253 Metern Höhe. Die UNESCO-Welterbestrecke führt über spektakuläre Viadukte wie das berühmte Landwasserviadukt bei Filisur und durch Kehrtunnels, die kunstvoll in den Fels gehauen wurden. Während der dreistündigen Fahrt wechselt die Landschaft von schneebedeckten Gletschern zu mediterranen Palmen in Tirano. Die GoldenPass Line zwischen Luzern und Montreux durchquert die Schweiz von Nord nach Süd und verbindet den Vierwaldstättersee mit dem Genfersee. Besonders spektakulär ist der Abschnitt über den Brünigpass und durch das Simmental, wo traditionelle Chalets und saftige Almwiesen das Bild prägen. Der Gotthard Panorama Express kombiniert eine Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee mit einer Bahnfahrt durch den historischen Gotthardtunnel und verbindet so die deutschsprachige Zentralschweiz mit dem italienischsprachigen Tessin.
Die Vorteile einer Bahnrundreise liegen auf der Hand. Keine Sorgen um Parkplätze, Mautgebühren oder Verkehrsstaus trüben das Reiseerlebnis. Stattdessen genießen Sie entspannte Fahrten mit garantierten Sitzplätzen, während draußen Postkartenlandschaften vorbeiziehen. Der Swiss Travel Pass bietet unbegrenzte Fahrten auf dem gesamten Schweizer Verkehrsnetz und umfasst neben Zügen auch Busse, Schiffe und viele Bergbahnen. Zusätzlich gewährt er kostenlosen Eintritt in über 500 Museen und 50 % Ermäßigung auf zahlreiche Ausflugsbahnen. Die Flexibilität bleibt dabei erhalten – spontane Routenänderungen sind jederzeit möglich, ohne dass Reservierungen verfallen würden. Für Familien bietet die Schweiz zudem die Junior Card, mit der Kinder unter 16 Jahren in Begleitung ihrer Eltern kostenfrei reisen. Die Kombination aus Komfort, Flexibilität und spektakulären Aussichten macht die Bahnrundreise zur ersten Wahl für viele Schweiz-Besucher.
Grand Tour of Switzerland: Der ultimative Roadtrip mit dem eigenen Auto oder Mietwagen
Die Grand Tour of Switzerland bildet das Pendant zur Zugrundreise und führt auf 1.643 Kilometern zu 22 Seen, 5 Alpenpässen, 12 UNESCO-Welterbestätten und durch 4 Sprachregionen. Die ausgeschilderte Route kann mit dem eigenen Fahrzeug oder einem Mietwagen befahren werden und bietet maximale Flexibilität bei der Routengestaltung. Spontane Stopps an malerischen Aussichtspunkten, versteckten Bergseen oder traditionellen Bergrestaurants sind jederzeit möglich, ohne auf Fahrpläne Rücksicht nehmen zu müssen. Die Strecke führt durch alle Landesteile und verbindet kosmopolitische Städte wie Zürich, Genf und Basel mit alpinen Höhepunkten wie dem Furkapass, der Sustenpass oder dem Gotthardpass. Besonders reizvoll sind die Alpenpässe im Sommer, wenn die Straßen schneefrei und die Bergrestaurants geöffnet sind.
Der Furkapass auf 2.429 Metern gehört zu den spektakulärsten Passstraßen der Schweiz und bietet atemberaubende Ausblicke auf den Rhonegletscher. Die Grimselpassstraße führt durch eine karge Hochgebirgslandschaft mit türkisfarbenen Stauseen, während der Sustenpass durch wildromantische Täler nach Meiringen im Berner Oberland führt. Im Kanton Graubünden locken der Julierpass, der Albulapass und der Ofenpass mit kurvigen Serpentinen und grandiosen Bergpanoramen. Die Südschweiz erreicht man über den San Bernardino oder den Gotthardpass, wobei die alte Passstraße über den Gotthard zu den geschichtsträchtigsten Alpenübergängen gehört. Im Tessin angekommen, präsentieren sich mediterrane Landschaften mit Palmen, Weinbergen und italienischem Flair, bevor die Route durch das Maggiatal wieder in die Zentralschweiz zurückführt.
Die Vorteile eines Roadtrips liegen in der absoluten Unabhängigkeit und der Möglichkeit, auch abgelegene Orte fernab der Bahnlinien zu erreichen. Gepäck bleibt sicher im Auto verstaut, Einkäufe können problemlos transportiert werden, und die Tagesplanung richtet sich ausschließlich nach den eigenen Vorlieben. Allerdings sollten die höheren Kosten bedacht werden. Die obligatorische Autobahnvignette kostet aktuell 40 Franken und gilt für ein Kalenderjahr, zusätzlich fallen Benzinkosten an, die in der Schweiz über deutschem Niveau liegen. Manche Pässe erheben zusätzliche Mautgebühren, und Parkgebühren in Städten können erheblich zu Buche schlagen. Die enge Verkehrsführung in historischen Altstädten und auf schmalen Passstraßen erfordert zudem Fahrerfahrung. Für Elektrofahrzeuge existiert ein dichtes Netz an Ladestationen, besonders entlang der Hauptrouten und in größeren Städten, wobei die Topografie mit vielen Steigungen die Reichweite beeinflusst.
Top-Reiserouten für 7 bis 14 Tage
Die Seen- und Gipfeltour: Von Luzern über das Berner Oberland nach Interlaken
Diese siebentägige Route konzentriert sich auf die klassischen Highlights der Zentralschweiz und des Berner Oberlandes. Die Reise beginnt in Luzern, der vielleicht malerischsten Stadt der Schweiz. Die mittelalterliche Kapellbrücke mit ihrem Wasserturm gilt als meistfotografiertes Monument des Landes und führt über die Reuss direkt in die autofreie Altstadt. Historische Patrizierhäuser, kunstvolle Fassadenmalereien und gemütliche Plätze laden zum Flanieren ein. Eine Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee bietet spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Berge, während das Verkehrshaus der Schweiz das meistbesuchte Museum des Landes ist. Der nahegelegene Pilatus erreicht 2.132 Meter Höhe und kann mit der steilsten Zahnradbahn der Welt erklommen werden. Alternativ führt eine moderne Seilbahn auf das Stanserhorn, wo eine spektakuläre Aussichtsplattform 360-Grad-Panoramen ermöglicht.
Von Luzern führt die Route durch das Emmental nach Bern, der Bundeshauptstadt mit ihrer perfekt erhaltenen mittelalterlichen Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Das Bundeshaus, der Zeitglockenturm Zytglogge und die kilometerlangen Laubengänge prägen das Stadtbild. Das Zentrum Paul Klee würdigt den berühmtesten Schweizer Künstler, während das Bärengraben-Areal einen Einblick in das Wappentier der Stadt bietet. Die Weiterfahrt führt durch das Emmental, bekannt für seinen löchrigen Käse, nach Interlaken. Die Stadt liegt spektakulär zwischen Thuner- und Brienzersee, umrahmt von den mächtigen Gipfeln von Eiger, Mönch und Jungfrau. Die Höhematte, eine große Grünfläche im Zentrum, bietet freie Sicht auf das Dreigestirn und dient als Landeplatz für Gleitschirmflieger.
Von Interlaken aus eröffnen sich zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten. Das Jungfraujoch auf 3.454 Metern gilt als "Top of Europe" und beherbergt die höchstgelegene Bahnstation Europas. Die Zahnradbahn führt durch Eiger und Mönch hindurch zum Gipfel, wo ein Eispalast, Aussichtsplattformen und Restaurants auf Besucher warten. Die Schilthorn-Bahn bringt Besucher auf den Gipfel, der durch den James-Bond-Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" weltberühmt wurde. Das drehbare Panoramarestaurant Piz Gloria bietet 360-Grad-Ausblicke. Wanderer finden im Lauterbrunnental mit seinen 72 Wasserfällen, darunter die spektakulären Trümmelbachfälle, ein Paradies. Das autofreie Bergdorf Mürren und das malerische Grindelwald bieten authentische Bergatmosphäre. Diese Route verbindet Schweizer Städtekultur mit alpinen Höhepunkten und eignet sich perfekt als Einstieg in die Schweiz.
Das Wallis und die hohen Viertausender: Zermatt, das Matterhorn und Saas-Fee
Diese Route führt ins Wallis, den südlichsten Kanton der Schweiz, wo sich die höchsten Berge des Landes erheben. Die Reise beginnt in Zermatt, dem autofreien Bergdorf am Fuße des Matterhorns. Das 4.478 Meter hohe Matterhorn gilt als einer der schönsten und meistfotografierten Berge der Welt. Seine markante Pyramidenform prägt das Ortsbild und ziert unzählige Postkarten, Schokoladentafeln und Werbekampagnen. Zermatt selbst verkörpert alpinen Charme mit traditionellen Walliser Häusern aus dunklem Lärchenholz, die auf Steinpfeilern stehen. Die Bahnhofstrasse bildet die Hauptachse mit Boutiquen, Sportgeschäften und Restaurants. Elektrotaxis und Pferdekutschen sorgen für umweltfreundliche Mobilität im Ort.
Die Gornergrat Bahn führt in 33 Minuten auf 3089 Meter Höhe und bietet die spektakulärste Aussicht auf das Matterhorn und 28 weitere Viertausender. Die höchste Freiluft-Zahnradbahn Europas verkehrt ganzjährig und ermöglicht auch im Winter Panoramafahrten. Am Gornergrat erwarten Besucher mehrere Aussichtsplattformen, ein Hotel und das Matterhorn-Museum, das die dramatische Erstbesteigungsgeschichte erzählt. Ambitionierte Wanderer unternehmen von hier aus mehrstündige Touren zur Monte-Rosa-Hütte oder entlang des Gornergletschers. Die Klein Matterhorn Bahn erreicht mit 3.883 Metern den höchsten Aussichtspunkt Europas, der mit Seilbahnen erreichbar ist. Der Gletscherpalast im Inneren des Berges zeigt kunstvoll geschnitzte Eisskulpturen, während die Aussichtsplattform freie Sicht auf das italienische Breuil-Cervinia bietet.
Saas-Fee, das zweite Juwel des Saastals, liegt auf 1.800 Metern inmitten einer Arena von 18 Viertausendern. Die "Perle der Alpen" ist ebenfalls autofrei und strahlt noch ursprünglichere Atmosphäre aus als Zermatt. Das Skigebiet reicht bis auf 3.600 Meter Höhe und garantiert ganzjährigen Schneesport. Die Metro Alpin, eine unterirdische Standseilbahn, führt zum höchsten Drehrestaurant der Welt auf 3.500 Metern. Der Feegletscher reicht bis ins Dorf hinab und bildet die größte Eismasse der Alpen. Das Gletscherdorf Saas-Fee verbindet traditionelle Architektur mit moderner Infrastruktur und bietet Wanderern im Sommer hunderte Kilometer markierte Wege. Die Route durchs Wallis eignet sich besonders für Bergbegeisterte, die hochalpine Landschaften in Reinkultur erleben möchten. Die Kombination aus imposanten Gipfeln, authentischen Bergdörfern und exzellenter touristischer Infrastruktur macht diese Region zu einem Höhepunkt jeder Schweiz-Rundreise.
Tessin: Mediterranes Flair im Süden
Das Tessin bildet die sonnige Südseite der Schweiz und verbindet mediterrane Lebensart mit alpiner Kulisse. Die italienischsprachige Region begeistert mit Palmen, mildem Klima und südländischer Architektur. Die Reise beginnt in Lugano, der größten Stadt des Tessins, die malerisch am gleichnamigen See liegt. Die autofreie Altstadt mit ihren Arkaden, Plätzen und Boutiquen lädt zum Flanieren ein. Die Kathedrale San Lorenzo thront über der Stadt, während der Monte Brè und der Monte San Salvatore spektakuläre Aussichtspunkte bieten. Beide Hausberge sind mit Standseilbahnen erreichbar und eröffnen Panoramablicke über den See, die Stadt und die umliegenden Berge. Der Parco Civico am Seeufer bietet subtropische Vegetation mit Kamelien, Magnolien und exotischen Bäumen. Eine Schifffahrt auf dem Luganersee führt zu malerischen Orten wie Gandria oder Morcote, das zu den schönsten Dörfern der Schweiz zählt.
Locarno am Nordufer des Lago Maggiore genießt das mildeste Klima der Schweiz mit über 2300 Sonnenstunden jährlich. Die Piazza Grande bildet das Herz der Stadt und ist Schauplatz des berühmten internationalen Filmfestivals. Die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso thront 150 Meter über der Stadt und bietet freien Blick über den See und die umliegenden Berge. Die Altstadt mit ihren Arkaden, das Castello Visconteo und die Uferpromenade mit Palmen und Oleander verbreiten südländisches Flair. Das nahegelegene Ascona gilt als mondänstes Dorf des Tessins, mit bunten Häusern, Künstlerateliers und exklusiven Boutiquen entlang der Seepromenade. Das Valle Verzasca mit seinem kristallklaren Fluss und den rustikalen Steindörfern gehört zu den ursprünglichsten Tälern der Schweiz. Die römische Brücke von Lavertezzo zählt zu den meistfotografierten Motiven des Kantons.
Das Valle Maggia führt tief in die Tessiner Bergwelt hinein und offenbart eine Landschaft, die mediterrane und alpine Elemente vereint. Kastanienwälder bedecken die unteren Hänge, während darüber schroffe Felswände aufragen. Traditionelle Steindörfer wie Mogno mit seiner modernen Kirche von Mario Botta oder Bosco Gurin, das höchstgelegene Walserdorf des Tessins, bewahren jahrhundertealte Traditionen. Die kulinarischen Spezialitäten des Tessins verbinden italienische und Schweizer Einflüsse. Risotto, Polenta, Ossobuco und die lokalen Käsesorten Zincarlin und Formaggini dominieren die Speisekarten. Der Merlot del Ticino gilt als bester Rotwein der Schweiz und gedeiht auf den sonnenverwöhnten Hängen rund um Mendrisio. Diese Route durch das Tessin bietet perfekte Erholung für alle, die südländisches Lebensgefühl mit Schweizer Qualität kombinieren möchten.
Westschweiz und Genfersee: Genf, Lausanne und die Weinberge von Lavaux
Die Westschweiz oder Romandie präsentiert sich französischsprachig, kosmopolitisch und elegant. Die Route beginnt in Genf, der internationalen Stadt am südwestlichen Zipfel des Genfersees. Die Jet d'Eau, eine 140 Meter hohe Wasserfontäne, gilt als Wahrzeichen der Stadt und ist bereits von weitem sichtbar. Die Altstadt mit der Kathedrale St-Pierre, dem Rathaus und dem Maison Tavel vermittelt jahrhundertealte Geschichte. Genf beherbergt den europäischen Sitz der UNO, zahlreiche internationale Organisationen und das Rotkreuzmuseum. Die Rue du Rhône lockt mit Luxusboutiquen und Uhrengeschäften, während das Quartier des Bains mit Galerien und Museen Kunstliebhaber anzieht. Der Botanische Garten am Ufer des Sees beherbergt über 16.000 Pflanzenarten aus aller Welt.
Die Fahrt entlang des Nordufers des Genfersees nach Lausanne gehört zu den schönsten Strecken der Schweiz. Lausanne thront auf mehreren Hügeln über dem See und gilt als olympische Hauptstadt, da hier das Internationale Olympische Komitee seinen Sitz hat. Die gotische Kathedrale Notre-Dame dominiert die Altstadt, während die steilen Gassen mit Boutiquen, Cafés und Restaurants zum Verweilen einladen. Das Olympische Museum am Seeufer präsentiert die Geschichte der Spiele und begeistert mit interaktiven Ausstellungen. Die Metro Lausanne verbindet als einzige U-Bahn der Schweiz die verschiedenen Stadtteile und überwindet dabei erhebliche Höhenunterschiede. Der Vorort Ouchy am Seeufer bietet eine lange Promenade, Parks und den Hafen, von wo aus Schiffe zu allen Orten am See ablegen.
Die Weinbergterrassen von Lavaux zwischen Lausanne und Montreux gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählen zu den spektakulärsten Kulturlandschaften Europas. Seit über 800 Jahren werden die steilen Hänge über dem Genfersee terrassiert und mit Reben bepflanzt. Traditionelle Winzerdörfer wie Lutry, Cully, Epesses und Saint-Saphorin schmiegen sich zwischen die Rebberge. Zahlreiche Weingüter bieten Degustationen an, bei denen Chasselas, die wichtigste Rebsorte der Region, verkostet werden kann. Der Wanderweg durch die Lavaux verbindet die Dörfer und bietet ständig wechselnde Ausblicke auf See, Berge und Weinberge. Montreux am östlichen Ende des Sees verbindet Belle-Époque-Eleganz mit modernem Kulturleben. Das berühmte Jazzfestival lockt jeden Sommer Musikliebhaber aus aller Welt. Das märchenhafte Schloss Chillon liegt auf einer Felseninsel im See und zählt zu den meistbesuchten historischen Bauwerken der Schweiz. Diese Route durch die Westschweiz verbindet urbane Kultur mit Weingenuss und eleganter Seeatmosphäre.
Die Top-Highlights der Schweiz
Das Matterhorn: Der meistfotografierte Berg der Welt
Das Matterhorn erhebt sich mit 4.478 Metern als markantester Gipfel der Alpen und gilt als Symbol der Schweiz schlechthin. Die perfekte Pyramidenform mit vier steilen Graten und Wänden macht den Berg unverwechselbar und zu einem der meistfotografierten Motive weltweit. Von Zermatt aus dominiert das Matterhorn die Silhouette und zieht alle Blicke auf sich. Die dramatische Erstbesteigung im Juli 1.865 durch Edward Whymper endete in einer Tragödie, als beim Abstieg vier Bergsteiger in den Tod stürzten. Das Matterhorn-Museum in Zermatt erzählt diese Geschichte und präsentiert die Ausrüstung der Erstbesteiger. Heute wagen sich jährlich etwa 3.000 Bergsteiger an den Aufstieg, wobei die Hörnlihütte als Stützpunkt dient. Für Nicht-Bergsteiger bieten mehrere Aussichtspunkte spektakuläre Blicke auf den mythischen Gipfel.
Der Gornergrat auf 3.089 Metern bietet die klassische Ansicht des Matterhorns und liegt diesem direkt gegenüber. Die Zahnradbahn verkehrt ganzjährig und ermöglicht auch im Winter bequeme Panoramafahrten. Neben dem Matterhorn zeigen sich vom Gornergrat aus 28 weitere Viertausender, darunter die Monte Rosa mit 4.634 Metern, der höchste Gipfel der Schweiz. Das Klein Matterhorn auf 3.883 Metern erreicht man mit der höchsten Seilbahn Europas und genießt von der Aussichtsplattform freie Sicht über die Grenze nach Italien. Der Riffelsee auf 2.768 Metern spiegelt bei Windstille das Matterhorn perfekt und zählt zu den beliebtesten Fotomotiven. Eine zweistündige Wanderung vom Gornergrat führt zu diesem idyllischen Bergsee. Die Sonnenterrasse des Hotels Riffelberg bietet ebenfalls traumhafte Ausblicke bei kulinarischen Genüssen. Das Matterhorn verkörpert wie kein anderer Berg die Faszination der Alpen und gehört zu den absoluten Höhepunkten jeder Schweiz-Rundreise.
Jungfraujoch: Top of Europe – Die höchste Bahnstation Europas
Das Jungfraujoch auf 3.454 Metern beherbergt die höchstgelegene Bahnstation Europas und lockt jährlich fast eine Million Besucher an. Die spektakuläre Zahnradbahn beginnt in Kleine Scheidegg auf 2.061 Metern und führt durch Eiger und Mönch hindurch zum "Top of Europe". Die Fahrt dauert etwa 50 Minuten, wobei zwei Zwischenstopps an Aussichtsfenstern in der Eigernordwand und am Eismeer kurze Fotopausen ermöglichen. Oben angekommen, eröffnet sich eine hochalpine Welt aus Eis, Schnee und Fels. Die Aussichtsplattform Sphinx auf 3.571 Metern bietet 360-Grad-Panoramen über die umliegenden Viertausender und den längsten Gletscher der Alpen, den Aletschgletscher. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zum Schwarzwald in Deutschland und zu den Vogesen in Frankreich.
Der Eispalast im Inneren des Gletschers begeistert mit kunstvoll geschnitzten Eisskulpturen und blau schimmernden Gängen. Die Temperatur liegt konstant bei minus drei Grad, weshalb warme Kleidung selbst im Hochsommer empfohlen wird. Das Alpine Sensation präsentiert die Geschichte der Jungfraubahn und würdigt die ingenieurtechnische Meisterleistung ihres Baus zwischen 1.896 und 1.912. Mehrere Restaurants bieten Verpflegung auf höchstem Niveau, darunter das höchstgelegene Lindt-Schokoladen-Geschäft der Welt. Für Abenteuerlustige besteht die Möglichkeit, von der Mönchsjochhütte aus geführte Gletschertouren zu unternehmen. Im Winter verwandelt sich das Plateau in ein Schneesportparadies mit präparierten Pisten und Schneeschuhtrails. Der Besuch des Jungfraujochs gehört zu den eindrucksvollsten hochalpinen Erlebnissen und sollte auf keiner Berner-Oberland-Rundreise fehlen.
Rheinfall Schaffhausen: Der größte Wasserfall Europas
Der Rheinfall bei Schaffhausen bildet mit 150 Metern Breite und 23 Metern Höhe den größten Wasserfall Europas nach Wasservolumen. Bis zu 600.000 Liter Wasser pro Sekunde stürzen über die Felskanten und erzeugen eine imposante Gischt, die weithin sichtbar ist. Das tosende Naturschauspiel beeindruckt durch seine schiere Kraft und die Lautstärke, die jede Unterhaltung unmöglich macht. Mehrere Aussichtsplattformen auf beiden Uferseiten ermöglichen verschiedene Perspektiven auf die Fälle. Besonders spektakulär ist die Plattform auf dem mittleren Felsen, die nur per Boot erreichbar ist und mitten im Wasserfall liegt. Die Gischt sprüht hier bis zu den Besuchern, während das Wasser tosend vorbeirauscht.
Bootsfahrten zum Rheinfall starten auf beiden Uferseiten und bringen Besucher direkt an die Fallkante heran. Die Fahrt zum mittleren Felsen mit Aufstieg zur Aussichtsplattform gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen. Im Sommer finden abends illuminierte Fahrten statt, bei denen der Wasserfall in buntes Licht getaucht wird. Das Schloss Laufen auf der Zürcher Seite thront über dem Rheinfall und beherbergt ein Museum, Restaurants und den Adventure Park. Vom Schlosspark führt ein Panoramaweg zu verschiedenen Aussichtspunkten, darunter das Känzeli direkt über dem Wasser. Auf der Schaffhauser Seite liegt Schloss Wörth mit weiteren Restaurants und dem Bootsanleger. Die historische Stadt Schaffhausen mit ihren kunstvoll bemalten Erkerfassaden und dem Munot, einer Festung aus dem 16. Jahrhundert, liegt nur wenige Kilometer flussaufwärts. Der Rheinfall eignet sich perfekt für einen Tagesausflug und lässt sich gut mit einem Besuch von Schaffhausen oder Stein am Rhein verbinden.
Die Kapellbrücke in Luzern: Mittelalterlicher Charme am Vierwaldstättersee
Die Kapellbrücke in Luzern gilt als älteste überdachte Holzbrücke Europas und zählt zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Schweiz. Die 1365 erbaute Brücke führte ursprünglich als Teil der Stadtbefestigung schräg über die Reuss. Der achteckige Wasserturm in der Brückenmitte diente im Laufe der Jahrhunderte als Archiv, Schatzkammer und Gefängnis. Unter dem Giebeldach der Brücke befinden sich 111 dreieckige Bildtafeln aus dem 17. Jahrhundert, die Szenen aus der Schweizer Geschichte und Legenden der Stadtheiligen darstellen. Bei einem Brand im August 1993 wurden große Teile der Brücke zerstört, jedoch bereits ein Jahr später originalgetreu wieder aufgebaut.
Die Kapellbrücke führt direkt in die Altstadt von Luzern, die zu den schönsten der Schweiz zählt. Historische Patrizierhäuser mit kunstvoll bemalten Fassaden säumen den Weinmarkt und den Kornmarkt, wo heute Cafés und Restaurants zum Verweilen einladen. Die Museggmauer, eine weitere gut erhaltene Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert, kann teilweise begangen werden und bietet herrliche Ausblicke über die Stadt und den See. Das Löwendenkmal, in den Fels gehauen, erinnert an die beim Sturm auf die Tuilerien 1792 gefallenen Schweizergardisten und gilt als eines der berühmtesten Denkmäler der Schweiz. Mark Twain bezeichnete es als "das traurigste und ergreifendste Stück Stein der Welt". Das Verkehrshaus der Schweiz am Seeufer ist das meistbesuchte Museum des Landes und präsentiert die Geschichte von Verkehr und Mobilität. Eine Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee rundet den Besuch ab und führt zu malerischen Orten wie Weggis, Vitznau oder Brunnen, von wo aus sich spektakuläre Bergpanoramen eröffnen.
Planung und Budget: So bleibt die Reise bezahlbar
Swiss Travel Pass versus Halbtax: Welches Ticket lohnt sich für deutsche Urlauber?
Der Swiss Travel Pass gehört zu den attraktivsten Angeboten für Rundreisende und bietet unbegrenzte Fahrten auf dem gesamten Schweizer Verkehrsnetz. Das Ticket gilt für Züge, Busse, Schiffe und viele Stadtverkehrsmittel sowie für über 500 Museen und Ausstellungen. Die Preise staffeln sich nach Gültigkeitsdauer: Ein 3-Tage-Pass in der 2. Klasse kostet etwa 280 Euro, ein 8-Tage-Pass rund 475 Euro und ein 15-Tage-Pass circa 580 Euro. Die 1. Klasse liegt jeweils etwa 60 % höher. Für Reisende unter 26 Jahren existiert eine Youth-Variante mit rund 25 % Ermäßigung. Familien profitieren von der Family Card, die Kindern unter 16 Jahren in Begleitung ihrer Eltern kostenfreie Fahrten ermöglicht. Der Swiss Travel Pass rechnet sich bereits ab drei bis vier Fahrten im mittleren Distanzbereich und lohnt besonders für Rundreisende, die täglich unterwegs sind.
Die Halbtax-Karte kostet etwa 120 Franken pro Jahr und gewährt 50 % Ermäßigung auf nahezu alle Verkehrsmittel der Schweiz. Sie eignet sich für Reisende, die nur wenige längere Fahrten planen oder mehrmals pro Jahr in die Schweiz kommen. Viele Bergbahnen, die nicht im Swiss Travel Pass enthalten sind, bieten ebenfalls 50 % Ermäßigung für Halbtax-Besitzer. Die Karte rechnet sich bereits nach zwei bis drei Fahrten von Zürich nach Zermatt oder ähnlichen Strecken. Für kürzere Aufenthalte existieren regionale Tageskarten und Wochentickets, etwa das Berner Oberland Regional Pass oder das Engadin Ticket. Diese kosten zwischen 80 und 200 Franken und decken jeweils eine bestimmte Region mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln und vielen Bergbahnen ab.
Spezielle Spar-Tageskarten der SBB bieten weitere Einsparmöglichkeiten. Täglich werden limitierte Kontingente zu ermäßigten Preisen verkauft, die schweizweite Fahrten in der 2. Klasse für 52 Franken ermöglichen. Diese müssen allerdings frühzeitig online gebucht werden und sind schnell vergriffen. Für Panoramazüge wie Glacier Express oder Bernina Express fallen zusätzlich Reservierungsgebühren von 10 bis 39 Franken an, auch mit Swiss Travel Pass. Diese Gebühren decken jedoch nur die Sitzplatzreservierung, nicht die Fahrt selbst. Wer spontan reisen möchte, sollte bedenken, dass gerade Panoramazüge in der Hochsaison oft Wochen im Voraus ausgebucht sind. Eine sorgfältige Kalkulation der geplanten Fahrten hilft bei der Entscheidung zwischen Swiss Travel Pass, Halbtax oder Einzeltickets.
Vignette und Maut: Was Autofahrer über die Schweizer Autobahnen wissen müssen
Für die Nutzung der Schweizer Autobahnen und Autostraßen benötigen alle Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen die obligatorische Autobahnvignette. Sie kostet 40 Schweizer Franken und gilt jeweils vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres, also 14 Monate. Die Vignette muss gut sichtbar an der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht werden und ist nicht übertragbar. Wer ohne gültige Vignette erwischt wird, muss mit einer Buße von 200 Franken rechnen, zusätzlich zum nachträglichen Kauf der Vignette. Die Vignette kann an allen Grenzübergängen, Tankstellen, Postämtern und online erworben werden. Bei Online-Bestellung wird die Vignette per Post zugesandt, alternativ kann eine digitale E-Vignette gekauft werden, die anhand des Kennzeichens registriert wird.
Anders als in Österreich gibt es in der Schweiz nur wenige Strecken mit zusätzlicher Streckenmaut. Der Gotthard-Straßentunnel, der Simplon-Tunnel, der San-Bernardino-Tunnel und der Große-St-Bernhard-Tunnel sind trotz Vignette mautpflichtig. Die Gebühren liegen zwischen 15 und 50 Franken je nach Tunnel und Fahrzeugtyp. Der Große-St-Bernhard-Tunnel als einziger privat betriebener Tunnel verlangt etwa 35 Franken für die einfache Durchfahrt. Viele Passstraßen sind hingegen kostenfrei nutzbar, darunter Furka, Grimsel, Susten, Julier, Albula und Flüela. Diese Pässe bieten spektakuläre Panoramen und stellen für viele Reisende gerade wegen ihrer kostenlosen Nutzbarkeit eine attraktive Alternative zu den Tunnels dar.
Die Parkgebühren in Schweizer Städten gehören zu den höchsten Europas. In Zürich, Genf oder Basel kostet ein Parkplatz in zentraler Lage zwischen 3 und 5 Franken pro Stunde, Tagespreise können 50 Franken übersteigen. Blaue Zonen erlauben zeitlich begrenztes Parken mit Parkscheibe, meist maximal 90 Minuten. Viele Hotels bieten eigene Parkplätze gegen Gebühr, wobei 25 bis 40 Franken pro Nacht üblich sind. Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand bieten günstigere Alternativen, oft in Verbindung mit Tagestickets für den öffentlichen Nahverkehr. In touristischen Bergorten wie Zermatt oder Saas-Fee sind Autos komplett verboten. Reisende müssen ihre Fahrzeuge auf bewachten Parkplätzen am Ortseingang abstellen, was etwa 15 bis 20 Franken pro Tag kostet. Die hohen Kosten für Parken und Maut sollten bei der Budgetplanung für einen Roadtrip unbedingt berücksichtigt werden.
Spartipps für die Verpflegung: Picknick am See statt Luxusrestaurant
Die Schweiz gilt als eines der teuersten Länder Europas, besonders bei Restaurantbesuchen. Ein Mittagessen in einem durchschnittlichen Restaurant kostet zwischen 20 und 35 Franken, ein Abendessen schnell 40 bis 70 Franken pro Person ohne Getränke. Wer täglich auswärts isst, sprengt das Reisebudget rasch. Einige Spartipps helfen, die Kosten im Rahmen zu halten. Supermärkte wie Migros und Coop bieten hochwertige Lebensmittel zu moderaten Preisen. Die hauseigenen Restaurants und Take-away-Bereiche servieren Menüs zwischen 12 und 18 Franken. Ein belegtes Brötchen kostet etwa 5 Franken, fertige Salate oder warme Gerichte 8 bis 12 Franken. Wer selbst kocht oder Picknicks plant, spart erheblich und kann dabei regionale Spezialitäten wie Schweizer Käse, luftgetrocknetes Fleisch oder frisches Brot genießen.
Viele Bergrestaurants und Berggasthöfe erlauben das Mitbringen eigener Verpflegung, solange Getränke vor Ort gekauft werden. Ein Picknick am Bergsee oder auf einer Almwiese mit selbst mitgebrachten Köstlichkeiten gehört zu den schönsten Schweiz-Erlebnissen und kostet nur einen Bruchteil eines Restaurantbesuchs. Trinkwasser aus öffentlichen Brunnen ist in der ganzen Schweiz kostenfrei verfügbar und von hervorragender Qualität. Die zahlreichen Dorfbrunnen können bedenkenlos zum Auffüllen von Trinkflaschen genutzt werden. Beim Frühstück lohnt es sich, Hotels mit inkludiertem Frühstücksbuffet zu wählen. Die Schweizer Frühstücksbuffets sind üppig und ermöglichen es, sich für den Tag zu stärken und eventuell ein paar Brötchen für später einzupacken.
Mittags bieten viele Restaurants Tagesmenüs zu günstigeren Preisen als abends an. Ein zwei- oder dreigängiges Mittagsmenü kostet zwischen 18 und 28 Franken und bietet gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Studentenrestaurants oder Mensen in Universitätsstädten sind für jedermann zugänglich und servieren vollwertige Mahlzeiten für 10 bis 15 Franken. In größeren Städten existieren auch Food-Courts in Einkaufszentren mit verschiedenen Anbietern zu moderaten Preisen. Wasser im Restaurant ist mit 6 bis 10 Franken pro Flasche unverhältnismäßig teuer – Leitungswasser ist jedoch überall verfügbar und kann kostenfrei bestellt werden. Bei Alkohol sollte man auf lokale Weine oder Biere zurückgreifen, die günstiger sind als importierte Getränke. Mit diesen Spartipps lässt sich eine Schweiz-Rundreise auch mit moderatem Budget realisieren, ohne auf kulinarischen Genuss verzichten zu müssen.
Praktische Informationen für die Reise
Währung und Bezahlen: Die Schweiz verwendet den Schweizer Franken (CHF), nicht den Euro. Der Wechselkurs liegt aktuell bei etwa 1 Euro = 0,95 Franken. In touristischen Gebieten werden Euros oft akzeptiert, allerdings zu ungünstigen Kursen und mit Rückgeld in Franken. Geldautomaten sind flächendeckend verfügbar, wobei die eigene Bank möglicherweise Gebühren für Abhebungen im Ausland erhebt. Kreditkarten werden fast überall akzeptiert, kontaktloses Bezahlen ist weit verbreitet. Für kleinere Beträge empfiehlt sich Bargeld, besonders in ländlichen Gebieten oder bei Bergrestaurants. Einige Banken bieten spezielle Reisekreditkarten ohne Auslandsgebühren an, was sich bei längeren Aufenthalten lohnt.
Sprachvielfalt: Die Schweiz kennt vier Landessprachen. In der Deutschschweiz wird Schweizerdeutsch gesprochen, allerdings verstehen alle Hochdeutsch und wechseln im Gespräch mit Deutschen meist automatisch dazu. Die Westschweiz spricht Französisch, das Tessin Italienisch und kleine Teile Graubündens Rätoromanisch. Englisch ist weit verbreitet, besonders in touristischen Gebieten und Städten. Grundkenntnisse in Französisch oder Italienisch erleichtern die Kommunikation in den jeweiligen Landesteilen, sind aber nicht zwingend erforderlich. Die Mehrsprachigkeit zeigt sich auch in der Beschilderung, die oft mehrsprachig ist.
Apps für die Reise: Die SBB Mobile App ist unverzichtbar für Bahnreisende. Sie zeigt alle Verbindungen in Echtzeit, ermöglicht Ticketkauf und Sitzplatzreservierungen und informiert über Verspätungen oder Gleisänderungen. MeteoSchweiz liefert zuverlässige Wettervorhersagen, besonders wichtig für Bergausflüge. Die App MySwitzerland bietet umfassende touristische Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Wanderwegen und Veranstaltungen. Für Wanderer ist die App SchweizMobil ideal, die alle Wander-, Rad- und Mountainbikerouten mit detaillierten Karten und Höhenprofilen enthält. Google Maps funktioniert zuverlässig für Navigation, während Parkopedia freie Parkplätze und deren Preise anzeigt.
Häufig gestellte Fragen zu Rundreisen in der Schweiz (FAQ):
Wie teuer ist eine zehntägige Rundreise pro Person?
Eine zehntägige Schweiz-Rundreise kostet je nach Komfortanspruch zwischen 1.500 und 3.500 Euro pro Person. Das Budget setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Übernachtungen in Mittelklasse-Hotels kosten zwischen 100 und 180 Franken pro Zimmer und Nacht, in einfacheren Unterkünften ab 70 Franken. Der Swiss Travel Pass für 8 Tage liegt bei etwa 475 Euro in der 2. Klasse. Verpflegung schlägt mit 30 bis 80 Franken pro Tag zu Buche, je nachdem ob man selbst kocht oder auswärts isst. Eintrittsgelder für Bergbahnen, die nicht im Pass enthalten sind, kosten zwischen 40 und 120 Franken pro Ausflug. Wer in Hostels übernachtet, selbst verpflegt und auf teure Bergbahnfahrten verzichtet, kommt mit etwa 1.500 Euro aus. Komfortablere Reisen mit 4-Sterne-Hotels und täglichen Restaurantbesuchen erreichen schnell 3.000 Euro und mehr.
Brauche ich als Deutscher einen Reisepass?
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise in die Schweiz keinen Reisepass, ein gültiger Personalausweis genügt. Die Schweiz gehört zwar nicht zur Europäischen Union, ist aber Teil des Schengen-Raums, weshalb an den Grenzen normalerweise keine Kontrollen stattfinden. Allerdings sollte der Personalausweis während der gesamten Reise mitgeführt werden, da Stichprobenkontrollen möglich sind. Kinder benötigen einen eigenen Kinderreisepass oder Kinderausweis. Für Reisende aus anderen Ländern können abweichende Bestimmungen gelten, weshalb eine Überprüfung bei der zuständigen Botschaft empfohlen wird. Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, weshalb für manche Waren Zollbestimmungen gelten. Besonders bei größeren Einkäufen sollten die Freigrenzen beachtet werden.
Wann ist die beste Reisezeit für die Alpen?
Die optimale Reisezeit hängt von den geplanten Aktivitäten ab. Für Wanderungen und Bergtouren eignen sich die Monate Juni bis September am besten, wobei Juli und August die stabilsten Wetterbedingungen bieten, aber auch die meisten Touristen anziehen. Im Juni blühen die Almwiesen in voller Pracht, während im September die Lärchenwälder golden leuchten und weniger Menschen unterwegs sind. Viele Bergbahnen und Alpenpässe öffnen erst Ende Mai oder Anfang Juni, wenn der Schnee geschmolzen ist. Für Städtereisen eignet sich das ganze Jahr, wobei Frühling und Herbst angenehme Temperaturen ohne Hitze bieten. Der Winter zwischen Dezember und März lockt Wintersportler mit exzellenten Schneebedingungen, allerdings sind dann viele Wanderwege unzugänglich und Passstraßen gesperrt. Die Weihnachtszeit verzaubert mit festlich geschmückten Städten und Weihnachtsmärkten, allerdings zu deutlich höheren Preisen.
Die Schweiz erwartet ihre Besucher mit einer einzigartigen Kombination aus Natur, Kultur und Gastfreundschaft. Ob entspannte Bahnreise durch spektakuläre Berglandschaften, aktiver Roadtrip über kurvige Alpenpässe oder kulturelle Städtetour durch kosmopolitische Metropolen – die Alpenrepublik bietet für jeden Geschmack das passende Erlebnis. Die perfekte Organisation des Verkehrsnetzes, die Sauberkeit und Sicherheit sowie die beeindruckende Mehrsprachigkeit machen jede Rundreise zu einem komfortablen Vergnügen. Mit sorgfältiger Planung, den richtigen Spartipps und der Wahl zwischen Bahn und Auto lässt sich eine unvergessliche Schweiz-Rundreise auch mit moderatem Budget realisieren. Lassen Sie sich verzaubern von einem Land, das Tradition und Moderne, alpine Wildnis und urbane Kultur meisterhaft vereint.
