Österreich-Rundreise: Die besten Routen & Angebote
Zusammenfassung
Österreich verbindet majestätische Alpengipfel mit barocker Pracht, türkisblaue Seen mit weltbekannten Städten und traditionelle Gastfreundschaft mit moderner Lebensart. Eine Rundreise durch die Alpenrepublik führt durch abwechslungsreiche Landschaften, vorbei an UNESCO-Welterbestätten und durch charmante Dörfer, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Ob entlang der romantischen Donau, durch das historische Salzkammergut oder über spektakuläre Alpenpässe – jede Route offenbart neue Facetten dieses vielseitigen Landes. Die Nähe zu Deutschland macht Österreich zum idealen Reiseziel für Wochenendausflüge und ausgedehnte Touren gleichermaßen. Kristallklare Bergseen laden im Sommer zum Baden ein, während sich im Winter schneeverhangene Täler in Wintermärchen verwandeln. Zwischen Kaffeehauskultur in Wien und urigen Almhütten in Tirol entdecken Reisende eine Nation, die Tradition und Moderne harmonisch vereint. Lassen Sie sich von diesem umfassenden Ratgeber inspirieren und planen Sie Ihre perfekte Österreich-Rundreise mit allen wichtigen Informationen zu Routen, Sehenswürdigkeiten und praktischen Tipps.
Unsere Top-Reisen durch Österreich
1. 7 Nächte Donaukreuzfahrt - Wien

Diese außergewöhnliche Flusskreuzfahrt führt Sie an Bord der MS Fidelio durch drei faszinierende Länder entlang der Donau. In sieben Tagen erleben Sie die ganze Pracht der ehemaligen Donaumonarchie, während Sie komfortabel in Ihrer Kabine wohnen und Vollpension genießen. Die Route verbindet Wien, Bratislava und Budapest – drei der schönsten Hauptstädte Mitteleuropas, die durch ihre einzigartige Mischung aus kaiserlicher Tradition und pulsierender Modernität begeistern. In Wien erwarten Sie das prachtvolle Opernhaus, die imperiale Hofburg und das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Schloss Schönbrunn. Die malerische Wachau mit der Benediktinerabtei Melk und dem mittelalterlichen Dürnstein bietet unvergessliche Ausblicke auf gewundene Flusstäler und terrassierte Weinberge. Budapest verzaubert mit seiner spektakulären Lage, geteilt durch die Donau in das traditionelle Buda und das kosmopolitische Pest. Das Schiff verfügt über 74 Außenkabinen und bietet neben exzellenter Verpflegung auch Wellnesseinrichtungen wie Sauna und Pool. Der Gepäckservice am Hafen sorgt für einen entspannten Start in diese besondere Reise durch die Kulturlandschaften der Donau.
2. MS Carissima - Wien

Eine kompakte 5-tägige Flusskreuzfahrt an Bord der MS Carissima bringt Sie von Passau über Wien und Melk nach Linz und wieder zurück. Diese Reise kombiniert romantische Burgen, malerische Altstädte und die weltberühmte Kulturregion Wachau zu einem unvergesslichen Erlebnis. Das moderne Flussschiff verfügt über vier Passagierdecks mit Sonnendeck, Pool, Panorama Lounge und einem Wellnessbereich mit Whirlpool und Sauna. Alle 75 Außenkabinen bieten komfortablen Rückzugsraum mit SAT-TV, Safe und individuell regulierbarer Klimaanlage. Der besondere Vorteil dieser Kreuzfahrt liegt im All-inclusive-Paket, das neben allen Mahlzeiten auch ein großzügiges Getränkepaket mit Hauswein, Fassbier und Softdrinks von 10 bis 22 Uhr umfasst. In Wien tauchen Sie ein in die Welt der Habsburger, erkunden die Hofburg und spazieren durch den berühmten Prater. Melk beeindruckt mit seiner Weltkultur- und Naturerberegion Wachau, wo schroffe Felsen, sonnenverwöhnte Weinterrassen und mittelalterliche Burganlagen eine der schönsten Kulturlandschaften Europas bilden. In Linz steht eine geführte Stadtrundfahrt mit Besuch des Pöstlingsbergs bereits im Programm – vom Wahrzeichen der Stadt genießen Sie einen herrlichen Ausblick über die Donau.
Warum sich eine Rundreise durch Österreich zu jeder Jahreszeit lohnt
Österreich verkörpert wie kaum ein anderes europäisches Land jene herzliche Gastfreundschaft, die im Deutschen als Gemütlichkeit bezeichnet wird. Diese besondere Atmosphäre durchzieht das ganze Land, von den traditionellen Kaffeehäusern Wiens bis zu den urigen Berghütten in den Tiroler Alpen. Die landschaftliche Vielfalt auf relativ kleinem Raum macht das Land zum perfekten Ziel für eine Rundreise – innerhalb weniger Fahrstunden wechseln sich schneebedeckte Gipfel, sanfte Hügellandschaften, kristallklare Seen und historische Städte ab. Für deutsche Urlauber bietet Österreich den unschätzbaren Vorteil der gemeinsamen Sprache und der problemlosen Erreichbarkeit. Ohne Sprachbarrieren lässt sich tief in die Kultur eintauchen, lokale Spezialitäten bestellen und intensive Gespräche mit Einheimischen führen.
Die geografische Nähe ermöglicht flexible Reiseplanungen – von spontanen Wochenendausflügen bis zu ausgedehnten mehrwöchigen Touren. Das hervorragend ausgebaute Straßennetz verbindet selbst entlegene Täler komfortabel mit den großen Städten. Dank der kompakten Größe des Landes erreichen Reisende innerhalb von drei bis vier Stunden nahezu jeden Winkel Österreichs. Diese Effizienz erlaubt es, mehrere Regionen auf einer einzigen Rundreise zu kombinieren, ohne dabei übermäßig viel Zeit im Auto zu verbringen. Das gut organisierte öffentliche Verkehrsnetz bietet zudem eine umweltfreundliche Alternative zum eigenen Fahrzeug, mit komfortablen Zügen der ÖBB, die selbst abgelegene Bergdörfer zuverlässig anbinden.
Jede Jahreszeit enthüllt eigene Reize und macht Österreich zum Ganzjahresziel. Der Frühling verwandelt die Alpenwiesen in blühende Farbmeere, während die milden Temperaturen ideale Bedingungen für Wanderungen und Radtouren schaffen. Im Sommer laden die warmen Kärntner Seen zum Baden ein, während in höheren Lagen angenehme Frische herrscht. Der Herbst taucht die Weinregionen in goldenes Licht, begleitet von Erntedankfesten und Törggelen in Südtirol. Selbst der Winter verzaubert mit verschneiten Märkten, erstklassigen Skipisten und romantischen Winterwanderungen. Diese ganzjährige Attraktivität macht Österreich zu einem Land, das bei jedem Besuch neue Facetten offenbart und immer wieder zu Wiederholungen einlädt.
Die drei besten Routenvorschläge für Ihre Österreich-Rundreise
Die klassische Kaiser-Tour: Von Salzburg über das Salzkammergut bis nach Wien
Diese zehntägige Route führt durch das Herzstück der österreichischen Geschichte und Kultur. Die Reise beginnt in Salzburg, der Geburtsstadt Mozarts, wo barocke Pracht auf alpine Kulisse trifft. Die Festung Hohensalzburg thront majestätisch über der Altstadt, während die Getreidegasse mit ihren schmiedeeisernen Zunftzeichen zum Flanieren einlädt. Nach zwei Tagen in der Mozartstadt führt die Route durch das Salzkammergut, eine der malerischsten Regionen Österreichs. Der Wolfgangsee lädt zu einer Schifffahrt nach St. Wolfgang ein, wo das berühmte Weiße Rössl noch immer seine Gäste empfängt. Das nahe gelegene Hallstatt gilt als eines der fotogensten Dörfer weltweit – die historischen Häuser spiegeln sich perfekt im gleichnamigen See, umrahmt von schroffen Bergmassiven.
Von Hallstatt aus führt die Strecke durch das malerische Ausseerland nach Bad Ischl, der ehemaligen Sommerresidenz Kaiser Franz Josephs I. Die Kaiservilla vermittelt authentische Einblicke in das Leben des Herrscherpaares, während die umliegenden Kurparks zum Spazieren einladen. Die Weiterfahrt durch die Wachau zählt zu den landschaftlichen Höhepunkten jeder Österreich-Rundreise. Die von der UNESCO geschützte Kulturlandschaft begeistert mit terrassierten Weinbergen, malerischen Winzerdörfern und imposanten Klöstern. In Melk erhebt sich die prachtvolle Benediktinerabtei über der Donau, deren barocke Bibliothek zu den schönsten Europas zählt. Das mittelalterliche Dürnstein mit seiner blauen Stiftskirche bildet einen perfekten Zwischenstopp für eine Weinverkostung der exzellenten Grünen Veltliner und Rieslinge der Region.
Den krönenden Abschluss bilden drei bis vier Tage in Wien, der prächtigen Hauptstadt an der Donau. Die kaiserliche Hofburg, das Schloss Schönbrunn mit seinen barocken Gärten und das weltberühmte Opernhaus zeugen von der glanzvollen Vergangenheit der Habsburgermonarchie. Moderne Museen wie das MuseumsQuartier und das Hundertwasserhaus zeigen die zeitgenössische Seite der Stadt. Zwischen Sightseeing-Touren gehört ein Besuch in einem traditionellen Kaffeehaus zum Pflichtprogramm – bei Sachertorte und Melange lässt sich das Wiener Lebensgefühl am besten erleben. Diese klassische Route verbindet die bedeutendsten kulturellen Sehenswürdigkeiten Österreichs mit den schönsten Naturlandschaften und bietet einen umfassenden Einblick in Geschichte, Kultur und Lebensart der Alpenrepublik.
Alpine Gipfelstürmer-Route: Durch Tirol und Vorarlberg
Diese Route richtet sich an Naturliebhaber und Bergbegeisterte, die die alpinen Höhepunkte Westösterreichs erkunden möchten. Der Startpunkt liegt in Innsbruck, der Hauptstadt Tirols, die von hohen Bergen förmlich umarmt wird. Das Goldene Dachl in der Altstadt bildet das historische Zentrum, während die moderne Bergisel-Sprungschanze von Zaha Hadid architektionisch beeindruckt. Mit der Nordkettenbahn erreichen Besucher in wenigen Minuten über 2000 Meter Höhe und genießen spektakuläre Ausblicke über die Stadt und das Inntal. Die Region um Innsbruck bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, von gemütlichen Almwanderungen bis zu anspruchsvollen Gipfeltouren.
Von Innsbruck führt die Route südwärts zur Großglockner Hochalpenstraße, einer der schönsten Panoramastraßen Europas. Diese ingenieurtechnische Meisterleistung windet sich auf 2571 Meter Höhe und bietet an 36 Kehren immer wieder atemberaubende Ausblicke auf den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner mit 3798 Metern. An der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe eröffnet sich ein grandioser Blick auf den Gletscher Pasterze, der sich wie eine gefrorene Zunge ins Tal schiebt. Mehrere Aussichtspunkte, Lehrpfade und Ausstellungen informieren über die alpine Flora und Fauna sowie über die Geschichte der Straße. Die Fahrt erfordert Zeit und Muße – wer die zahlreichen Fotomotive nutzen möchte, sollte einen ganzen Tag einplanen.
Weiter westlich lockt Vorarlberg, Österreichs kleinste Region, mit dem Lech am Arlberg und dem Bregenzerwald. Der Lech zählt zu den letzten Wildflüssen Europas und bietet eine einzigartige Naturkulisse. Die traditionellen Holzhäuser des Bregenzerwaldes zeigen alpine Baukunst in Perfektion, während moderne Hotels zeitgenössische Architektur mit Tradition verbinden. Die Reise endet am Bodensee, wo die Stadt Bregenz mit ihrer spektakulären Seebühne und der Pfänderbahn ein letztes Highlight setzt. Von der Bergstation des Pfänders schweift der Blick über drei Länder – Österreich, Deutschland und die Schweiz. Diese Route bietet intensivste Bergerlebnisse, spektakuläre Aussichten und ursprüngliche Natur fernab überlaufener Touristenpfade.
Seen-Hopping im Süden: Kärntens wärmste Badeseen und die Steirische Weinstraße
Diese Route konzentriert sich auf die sonnenverwöhnten Regionen Südösterreichs und eignet sich besonders für Sommerreisen. Kärnten beherbergt die wärmsten Badeseen der Alpen, deren Wassertemperaturen im Hochsommer regelmäßig über 25 Grad erreichen. Der Wörthersee gilt als glamourösestes Gewässer der Region – hier trifft mediterranes Flair auf alpine Kulisse. Die Seepromenade von Velden lädt zum Flanieren ein, während versteckte Buchten ruhige Badeplätze bieten. Der Ossiacher See bietet als zweitgrößter See Kärntens etwas mehr Ruhe, umgeben von sanften Bergen und dichten Wäldern. Das mittelalterliche Stift Ossiach am Ufer zeugt von jahrhundertelanger Geschichte und beherbergt im Sommer den Carinthischen Sommer, ein renommiertes Musikfestival.
Der Millstätter See begeistert mit kristallklarem Wasser und einer 12 Kilometer langen Seepromenade, die zum Radfahren und Wandern einlädt. Kleine Buchten und traditionelle Fischerdörfer säumen das Ufer, während Berggipfel bis zu 2000 Meter direkt am See aufragen. Der Faaker See schließlich gilt als der türkiseste aller Kärntner Seen – das strahlende Blaugrün des Wassers harmoniert perfekt mit dem majestätischen Mittagskogel im Hintergrund. Zwischen den Badetagen bieten sich Ausflüge in die Nockberge an, ein sanftes Almgebiet mit hervorragenden Wandermöglichkeiten, oder nach Villach, der zweitgrößten Stadt Kärntens mit südländischem Charme und historischer Altstadt.
Die Route führt weiter in die Steiermark, wo sich die Südsteirische Weinstraße durch sanfte Hügellandschaften schlängelt. Weinreben bedecken die Hänge, dazwischen liegen romantische Weindörfer mit traditionellen Buschenschänken. Diese familiengeführten Lokale servieren regionale Spezialitäten in Kombination mit selbst erzeugten Weinen – Sauvignon Blanc, Morillon und Welschriesling dominieren die Region. Die Weinstraße zwischen Ehrenhausen und Gamlitz bietet zahlreiche Verkostungsmöglichkeiten, während die charakteristischen Klapotetz-Windräder in den Weinbergen für Fotomotive sorgen. Maribor, die zweitgrößte Stadt Sloweniens, liegt nur wenige Kilometer entfernt und lohnt einen Abstecher für kulturinteressierte Reisende. Diese südliche Route kombiniert sommerliche Badefreuden mit kulinarischen Genüssen und entspanntem Weingenuss in einer der sonnigsten Regionen Österreichs.
Die kulturellen Highlights der Rundreise
Wien: Kaiserlicher Glanz, Kaffeehauskultur und Schloss Schönbrunn
Wien verkörpert wie keine zweite Stadt den Glanz vergangener Zeiten und verbindet ihn harmonisch mit pulsierender Moderne. Die Hofburg im Herzen der Stadt diente über 600 Jahre als Residenz der Habsburger und beherbergt heute mehrere Museen, darunter die Kaiserappartements und die weltberühmte Spanische Hofreitschule. In den prunkvollen Sälen wandeln Besucher auf den Spuren von Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Joseph, während die Schatzkammer die österreichische Kaiserkrone und die Insignien des Heiligen Römischen Reiches verwahrt. Die nahegelegene Staatsoper zählt zu den bedeutendsten Opernhäusern weltweit – bereits die Architektur des Gebäudes beeindruckt, während die Aufführungen internationales Publikum anziehen.
Das Schloss Schönbrunn thront majestätisch am Stadtrand und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die barocke Sommerresidenz der Habsburger verfügt über 1441 Zimmer, von denen 40 für Besucher zugänglich sind. Der weitläufige Schlosspark mit seinen geometrisch angelegten Gärten, dem Neptunbrunnen und der Gloriette lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Von der Gloriette auf dem Hügel hinter dem Schloss eröffnet sich ein herrlicher Blick über Wien. Die Wiener Kaffeehauskultur gehört ebenfalls zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe – Traditionshäuser wie das Café Central, das Café Sacher oder das Café Sperl bieten mehr als nur Kaffee und Kuchen. Sie sind gesellschaftliche Treffpunkte, Lesezimmer und Oasen der Entschleunigung inmitten der Großstadt. Bei einer Melange und einem Stück Sachertorte lässt sich das besondere Wiener Lebensgefühl am authentischsten erleben.
Salzburg: Auf den Spuren von Mozart und „The Sound of Music"
Salzburg vereint musikalisches Erbe, barocke Architektur und alpine Landschaft zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk. Die Geburtsstadt Wolfgang Amadeus Mozarts zelebriert ihr berühmtestes Kind an jeder Ecke – sein Geburtshaus in der Getreidegasse gehört zu den meistbesuchten Museen der Stadt. Die gelben Fassaden der barocken Altstadt erstrahlen im warmen Licht, während sich die Salzach durch die Stadt schlängelt. Die Festung Hohensalzburg thront über allem und zählt zu den größten vollständig erhaltenen Burgen Europas. Die Fahrt mit der Standseilbahn bietet spektakuläre Ausblicke über die Altstadt und das Salzburger Land, während in der Burg selbst Rüstkammern, fürstliche Gemächer und mittelalterliche Folterinstrumente besichtigt werden können.
Die Salzburger Festspiele verwandeln die Stadt jeden Sommer in eine internationale Bühne für Oper, Schauspiel und Konzerte. Das Festspielhaus am Rande der Altstadt zieht Kulturliebhaber aus aller Welt an, während auf den Plätzen der Stadt kostenfreie Konzerte stattfinden. Fans des Films „The Sound of Music" folgen den Spuren der Familie Trapp durch Salzburg und Umgebung. Die Nonnberg-Abtei, der Mirabellgarten mit seinen Springbrunnen und das Schloss Leopoldskron dienen als Drehorte und lassen sich bei geführten Touren erkunden. Das nahegelegene Salzkammergut mit dem Wolfgangsee und dem Mondsee komplettiert die Film-Pilgerreise. Salzburgs kompakte Größe erlaubt es, alle wichtigen Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß zu erkunden, während Ausflüge in die Umgebung die Attraktivität der Region vervollständigen.
Innsbruck: Das Goldene Dachl inmitten der Bergwelt
Innsbruck verbindet urbanes Leben mit unmittelbarer alpiner Natur wie kaum eine andere Stadt. Das Goldene Dachl in der Altstadt gilt als Wahrzeichen der Tiroler Hauptstadt – das prächtige Erkergebäude mit 2657 feuervergoldeten Kupferschindeln stammt aus dem 15. Jahrhundert und diente Kaiser Maximilian I. als Loge bei Turnieren und Festlichkeiten. Die umliegenden Gassen der Altstadt begeistern mit bunten Häuserfassaden, traditionellen Geschäften und gemütlichen Cafés. Die Maria-Theresien-Straße bildet die prachtvolle Flaniermeile, die direkt auf die majestätische Nordkette zuläuft – ein Anblick, der die einzigartige Lage Innsbrucks verdeutlicht. Von der Altstadt erreicht man mit der Hungerburgbahn in wenigen Minuten die Talstation der Nordkettenbahn, die Besucher in drei Sektionen auf über 2000 Meter befördert.
Die Bergisel-Sprungschanze von Star-Architektin Zaha Hadid verbindet moderne Architektur mit sportlicher Tradition. Das futuristische Bauwerk thront auf dem historischen Bergisel, wo 1809 die Tiroler Freiheitskämpfe stattfanden. Von der Aussichtsplattform der Schanze eröffnet sich ein 360-Grad-Panorama über Innsbruck und die umliegenden Berge. Das kaiserliche Schloss Ambras am Stadtrand beherbergt eine bedeutende Kunst- und Wunderkammer aus der Renaissance, während die Hofkirche mit ihren überlebensgroßen Bronzestatuen beeindruckt. Innsbruck eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für alpine Unternehmungen – im Sommer locken Wanderwege in allen Schwierigkeitsgraden, während im Winter Skigebiete wie Nordpark und Stubai unmittelbar vor der Haustür liegen. Die Kombination aus kulturellen Sehenswürdigkeiten und alpinem Naturerlebnis macht Innsbruck zu einem unverzichtbaren Stopp auf jeder Österreich-Rundreise.
Naturwunder und Alpen-Panoramen
Großglockner Hochalpenstraße: Fahrt auf den höchsten Berg Österreichs
Die Großglockner Hochalpenstraße gilt als eine der spektakulärsten Panoramastraßen Europas und führt mitten ins Herz der Hohen Tauern. Auf 48 Kilometern überwindet die 1935 eröffnete Alpenstraße 1500 Höhenmeter und passiert 36 Kehren, bevor sie auf 2.571 Metern den höchsten Punkt erreicht. Entlang der Strecke eröffnen sich immer wieder atemberaubende Ausblicke auf über 30 Dreitausender, darunter den Großglockner, Österreichs höchsten Berg mit 3.798 Metern. Zahlreiche Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein – die Fuscher Lacke spiegelt die umliegenden Gipfel perfekt, während am Hochtor die alpine Landschaft besonders eindrucksvoll wirkt. An der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, dem Endpunkt der Gletscherstraße, thront der Großglockner direkt vor den Augen der Besucher, während sich zu seinen Füßen die Pasterze ausbreitet, der größte Gletscher Österreichs.
Mehrere Themenwege und Ausstellungen entlang der Strecke informieren über die alpine Flora und Fauna, die Geologie der Region und die Geschichte des Straßenbaus. Das Alpine Naturschau-Museum am Hochtor präsentiert die Besonderheiten des Nationalparks Hohe Tauern, während Lehrpfade die Anpassung von Pflanzen und Tieren an extreme Höhenlagen erklären. Mit etwas Glück lassen sich Murmeltiere, Steinböcke und Gämsen in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Die Straße ist üblicherweise von Anfang Mai bis Anfang November geöffnet, wobei die Monate Juni bis September die besten Bedingungen bieten. Für die Fahrt sollten mehrere Stunden eingeplant werden, um die zahlreichen Aussichtspunkte zu genießen und eventuell eine der angebotenen Wanderungen zu unternehmen. Die Mautgebühr erscheint angesichts dieses einzigartigen Naturerlebnisses mehr als gerechtfertigt.
Krimmler Wasserfälle: Die höchsten Wasserfälle Europas erleben
Im hinteren Pinzgau stürzen die Krimmler Wasserfälle über drei Stufen 380 Meter in die Tiefe und bilden damit die höchsten Wasserfälle Europas. Die gewaltige Naturschau beeindruckt durch ihre schiere Kraft – bis zu 400.000 Liter Wasser pro Sekunde donnern über die Felskanten, wobei feinste Wassertröpfchen eine natürliche Aerosol-Therapie erzeugen, die nachweislich positive Effekte auf die Atemwege hat. Ein gut ausgebauter Wanderweg führt entlang der drei Fallstufen und bietet aus verschiedenen Perspektiven immer neue Einblicke in dieses Naturschauspiel. Die erste Aussichtsplattform erreicht man bereits nach wenigen Gehminuten vom Parkplatz, während ambitionierte Wanderer bis zur dritten Stufe aufsteigen und von dort in den Nationalpark Hohe Tauern weiterwandern können.
Besonders eindrucksvoll zeigen sich die Wasserfälle während der Schneeschmelze im Frühjahr, wenn mächtige Wassermengen zu Tal stürzen und die Gischt bis weit in die Umgebung sprüht. Regenbögen tanzen im Sprühnebel, während das tosende Geräusch jede Unterhaltung unmöglich macht. Das WasserWelten-Informationszentrum am Eingang erklärt die Entstehung der Fälle, die Bedeutung des Wassers im Alpenraum und die Besonderheiten des Nationalparks. Abends finden im Sommer illuminierte Führungen statt, bei denen die Wasserfälle stimmungsvoll in buntes Licht getaucht werden. Die Krimmler Wasserfälle sind von April bis Oktober zugänglich und gehören zu jenen Naturwundern, die man mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte. Die Kombination aus imposanter Naturgewalt, heilsamer Luft und alpiner Landschaft macht diesen Ort zu einem unvergesslichen Erlebnis auf jeder Österreich-Rundreise.
Hallstatt: Das wohl fotogenste Dorf der Welt
Hallstatt schmiegt sich malerisch zwischen dem gleichnamigen See und den steil aufragenden Felsabbrüchen des Dachsteinmassivs. Die bunten Häuser aus verschiedenen Jahrhunderten drängen sich entlang des schmalen Uferstreifens, verbunden durch enge Gassen und Holztreppen. Die idyllische Kulisse lockt Besucher aus aller Welt – besonders asiatische Touristen pilgern in Scharen zu dem Dorf, das in China sogar komplett nachgebaut wurde. Der berühmteste Fotopunkt befindet sich am nördlichen Ortsende, wo sich die historischen Häuser perfekt im stillen Wasser spiegeln und der Kirchturm zwischen den Dächern herausragt. Am frühen Morgen oder späten Abend, wenn die Tagestouristen abgereist sind, zeigt sich Hallstatt von seiner ruhigen, authentischen Seite.
Die Geschichte Hallstatts reicht über 7.000 Jahre zurück – die Salzgewinnung machte den Ort bereits in der Bronzezeit wohlhabend. Das Salzbergwerk oberhalb des Dorfes kann besichtigt werden und bietet spektakuläre Einblicke in die jahrtausendealte Bergbaugeschichte. Eine rasante Bergmannsrutsche, unterirdische Salzseen und der älteste Holzstiege Europas gehören zu den Höhepunkten der Führung. Zurück im Dorf lohnt der Besuch des Beinhauses bei der katholischen Kirche, wo über 1.200 kunstvoll bemalte Totenschädel aufbewahrt werden – eine makabre, aber faszinierende Tradition aus Zeiten des Platzmangels auf dem Friedhof. Eine Bootsfahrt auf dem smaragdgrünen Hallstätter See bietet die schönsten Perspektiven auf das Dorf und die umliegenden Berge. Trotz des Touristenandrangs bewahrt Hallstatt seinen ursprünglichen Charme und gehört zu jenen Orten, die man gesehen haben muss, um ihre Magie zu verstehen.
Planung und Logistik: Was deutsche Urlauber wissen müssen
Maut und Vignette: Alles zur digitalen Vignette und den Sondermautstrecken
Für die Nutzung der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen benötigen Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen eine Vignette. Seit 2024 ist die digitale Vignette Standard, die Klebevignette wurde abgeschafft. Die digitale Vignette wird anhand des Kennzeichens registriert und kann online über die ASFINAG-Website, die App oder an Verkaufsstellen erworben werden. Eine 10-Tages-Vignette kostet rund 11 Euro, eine 2-Monats-Vignette etwa 29 Euro und eine Jahresvignette circa 96 Euro. Die digitale Vignette wird nicht sofort gültig, sondern erst 18 Tage nach dem Kauf – wer spontan reist, sollte daher die Option "Sofortgültigkeit" gegen Aufpreis wählen oder noch an der Grenze eine Vignette kaufen.
Zusätzlich zur Vignette fallen auf bestimmten Strecken Sondermautgebühren an, darunter die Großglockner Hochalpenstraße, die Brenner Autobahn, die Tauern Autobahn und der Arlberg Straßentunnel. Diese Gebühren variieren je nach Fahrzeugtyp und Strecke – für die Großglockner Hochalpenstraße werden beispielsweise rund 40 Euro für Pkw fällig, während der Arlberg-Tunnel etwa 11 Euro kostet. An den meisten Mautstellen kann mit Kreditkarte oder Bargeld bezahlt werden. Wer die Mautkosten umgehen möchte, findet für die meisten Strecken kostenfreie Alternativrouten, die allerdings längere Fahrzeiten bedeuten. Kontrollen der Vignettenpflicht finden regelmäßig statt, und wer ohne gültige Vignette erwischt wird, muss mit Strafen ab 120 Euro rechnen. Eine sorgfältige Planung der Mautkosten gehört daher zur Vorbereitung jeder Österreich-Rundreise.
Anreise: Mit dem eigenen Auto versus entspannt mit der ÖBB
Die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug bietet maximale Flexibilität für eine Rundreise – Stopps können spontan eingelegt werden, Gepäck bleibt sicher verstaut, und abgelegene Orte lassen sich problemlos erreichen. Von Süddeutschland aus sind die meisten österreichischen Ziele in zwei bis vier Stunden erreichbar, von Norddeutschland sollten etwa fünf bis acht Stunden eingeplant werden. Die Autobahnen sind gut ausgebaut, Tankstellen und Rastplätze ausreichend vorhanden. Für Elektrofahrzeuge existiert ein dichtes Netz an Ladestationen, besonders entlang der Hauptrouten und in größeren Städten. Allerdings sollten die Parkgebühren in Städten wie Wien, Salzburg oder Innsbruck bedacht werden – hier empfiehlt sich die Nutzung von Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand.
Die Anreise mit der ÖBB stellt eine entspannte Alternative dar. Das österreichische Bahnnetz verbindet alle größeren Städte zuverlässig, während die Nightjet-Verbindungen aus Deutschland komfortable Nachtreisen ermöglichen. Von Hamburg, Berlin, Köln oder München fahren direkte Nachtzüge nach Wien, Salzburg oder Innsbruck. Liegewagen und Schlafwagen garantieren erholsame Nachtfahrten, sodass man am Morgen ausgeruht am Zielort ankommt. Vor Ort lassen sich viele Ziele mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden – das Klimaticket Österreich bietet für rund 1.095 Euro Jahresgebühr unbegrenzte Fahrten mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln im ganzen Land. Für kürzere Aufenthalte existieren regionale Tageskarten und Wochentickets. Die Kombination aus Bahnreise und Mietwagen vor Ort vereint die Vorteile beider Varianten – entspannte Anreise ohne Stau und Flexibilität bei der Erkundung der Region.
Beste Reisezeit: Wanderfrühling, Badesommer oder goldener Herbst
Die ideale Reisezeit für Österreich hängt von den persönlichen Interessen ab. Der Frühling von April bis Juni verwandelt die Alpenwiesen in blühende Farbmeere, während die Temperaturen angenehm mild bleiben. Diese Jahreszeit eignet sich hervorragend für Wanderungen und Radtouren, bevor die Sommerhitze einsetzt. Allerdings kann in höheren Lagen noch Schnee liegen, und manche Pässe wie die Großglockner Hochalpenstraße öffnen erst Anfang Mai. Die Städte zeigen sich im Frühjahr von ihrer frischesten Seite, Cafés stellen ihre Tische ins Freie, und die Touristenströme halten sich noch in Grenzen. Frühlingsreisende profitieren oft von günstigeren Preisen bei Unterkünften und erleben ein erwachendes Land voller Energie.
Der Sommer von Juli bis August bringt warme Temperaturen und lange Tage – ideale Bedingungen für Badeurlaub an den Kärntner Seen oder hochalpine Wanderungen. Die Wassertemperaturen der Seen erreichen angenehme 23 bis 26 Grad, während in den Bergen selbst an heißen Tagen erfrischende Kühle herrscht. Allerdings handelt es sich um die Hauptreisezeit mit entsprechenden Menschenmengen und höheren Preisen. Beliebte Ziele wie Hallstatt oder das Schloss Schönbrunn sind zeitweise überlaufen. Der Herbst von September bis Oktober gilt als Geheimtipp für Österreich-Reisen. Das Wetter zeigt sich oft stabil mit klarer Sicht auf die Berge, die Laubfärbung taucht Wälder in goldene und rote Farbtöne, und die Weinregionen feiern die Ernte. Die Temperaturen bleiben mild, die Touristenzahlen nehmen ab, und in den Bergregionen herrscht eine besondere Klarheit. Wer kulturelle Sehenswürdigkeiten in Ruhe genießen möchte, findet im Herbst die besten Bedingungen.
Kulinarik auf der Strecke: Mehr als nur Wiener Schnitzel
Die österreichische Küche überrascht durch regionale Vielfalt und jahrhundertealte Traditionen. Natürlich gehört das Wiener Schnitzel zu den Klassikern – hauchdünnes Kalbfleisch in knuspriger Panade, traditionell serviert mit Kartoffelsalat oder Preiselbeeren. Doch die kulinarische Landschaft Österreichs bietet weit mehr als diesen Klassiker. Der Kaiserschmarrn zählt zu den beliebtesten Süßspeisen – luftig-leichter Teig wird in Butter gebacken, in Stücke gerissen und mit Puderzucker bestreut serviert, dazu Zwetschgenröster oder Apfelmus. Diese kaiserliche Nachspeise stillt selbst den größten Hunger nach einer langen Wanderung. In den Bergen servieren urige Almhütten die Brettljause, eine deftige Brotzeit mit regionalen Spezialitäten wie Tiroler Speck, Almkäse, Kaminwurzen, eingelegten Zwiebeln und frischem Bauernbrot.
Die Wachau begeistert Weinliebhaber mit exzellenten Weißweinen – der Grüne Veltliner gedeiht auf den terrassierten Hängen zu voller Größe und präsentiert sich frisch, pfeffrig und mineralisch. Der Riesling zeigt sich eleganter und fruchtiger, während der Neuburger eine österreichische Spezialität darstellt. Zahlreiche Heurige und Winzerbetriebe bieten Verkostungen an, kombiniert mit regionalen Köstlichkeiten. In der Steiermark dominiert das Kürbiskernöl, das "grüne Gold", das Salaten und Suppen eine nussige Note verleiht. Die steirische Käferbohne, der Backhendlsalat und die Verhackert-Aufstriche gehören zu den regionalen Spezialitäten, die in keinem traditionellen Gasthaus fehlen dürfen. Kärntens Küchenklassiker sind die Kasnudeln – mit Topfen, Kartoffeln und Minze gefüllte Teigtaschen, die in Butter geschwenkt und mit gerösteten Semmelbröseln serviert werden.
Die österreichische Mehlspeisküche genießt Weltruhm – von der Sachertorte über Apfelstrudel bis zum Salzburger Nockerl reicht das süße Repertoire. In traditionellen Kaffeehäusern werden diese Köstlichkeiten frisch zubereitet und in elegantem Ambiente serviert. Ein Besuch in einer Konditorei gehört zu jeder Österreich-Reise, ebenso wie der Genuss eines "Verlängerten" oder einer "Melange" dazu. Die regionalen Unterschiede machen kulinarische Entdeckungen zu einem festen Bestandteil jeder Rundreise – was in Vorarlberg als Käsknöpfle auf den Tisch kommt, heißt in Kärnten Kasnudeln, und jede Region pflegt ihre eigenen Rezepte und Traditionen. Diese Vielfalt spiegelt die geografische und kulturelle Diversität Österreichs wider und macht jede Mahlzeit zu einem Erlebnis.
Praktische Tipps für eine stressfreie Reise
Das Parken in Städten kann zur Herausforderung werden, besonders in Wien, Salzburg und Innsbruck. In Wien gilt in allen inneren Bezirken eine kostenpflichtige Kurzparkzone, die über die Handyparken-App oder klassische Parkscheine bezahlt wird. Die Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand bieten eine kostengünstige Alternative – hier kann man das Auto abstellen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren. In Salzburg empfiehlt sich das Parkhaus am Altstadtgarage oder die Park-and-Ride-Anlage an der Messe, von wo aus Busse regelmäßig in die Altstadt fahren. Innsbruck bietet mehrere zentrale Parkhäuser, allerdings zu stolzen Preisen. Wer länger bleibt, sollte eine Unterkunft mit Parkplatz wählen oder das Auto außerhalb abstellen und zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Stadt erkunden.
Nachhaltiges Reisen gewinnt auch in Österreich zunehmend an Bedeutung. Das Klimaticket Österreich ermöglicht für rund 1.095 Euro pro Jahr unbegrenzte Fahrten mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln im ganzen Land – von der U-Bahn in Wien über Regionalbahnen bis zu Bergbahnen. Für kürzere Aufenthalte existieren regionale Varianten zu günstigeren Preisen. Viele Hotels haben Nachhaltigkeitsprogramme implementiert, setzen auf regionale Produkte und erneuerbare Energien. Das österreichische Umweltzeichen kennzeichnet besonders umweltfreundliche Betriebe. Zahlreiche Wanderregionen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar – Wanderbusse bringen Gäste zu den Ausgangspunkten beliebter Touren und sammeln sie am Ende wieder ein. E-Bikes lassen sich in fast jedem Tourismusort leihen und ermöglichen entspannte Radtouren auch in hügeligem Gelände.
Der Wander-Knigge sollte von allen Bergurlaubern beherzigt werden. Die Bergwelt mag einladend wirken, birgt aber auch Gefahren. Wetterumschwünge können innerhalb von Stunden auftreten – selbst bei strahlendem Sonnenschein sollte Regenschutz im Rucksack sein. Festes Schuhwerk mit gutem Profil verhindert Unfälle auf steinigen Wegen, während ausreichend Wasser und Sonnenschutz Pflicht sind. Wanderwege sind mit Farben markiert – rot-weiß-rote Markierungen kennzeichnen alpine Steige, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern. Beim Durchqueren von Weiden mit grasenden Kühen sollte Abstand gehalten und Hunde unbedingt an der Leine geführt werden. Mutterkühe mit Kälbern können aggressiv reagieren. Im Notfall hilft die europäische Notrufnummer 112, während die Bergrettung unter 140 erreichbar ist. Die Alpenvereinshütten bieten Übernachtungsmöglichkeiten für mehrtägige Touren und sind beliebte Ziele für Tageswanderungen mit hervorragender regionaler Küche.
Häufig gestellte Fragen zu Rundreisen in Österreich
Wie teuer ist die Autobahn-Vignette 2026?
Die Preise für die digitale Vignette 2026 liegen voraussichtlich bei etwa 11 Euro für 10 Tage, 29 Euro für 2 Monate und 96 Euro für ein Jahr. Die Vignette kann online über die ASFINAG-Website, die App oder an Verkaufsstellen erworben werden und wird anhand des Kennzeichens registriert. Zusätzlich fallen auf bestimmten Strecken Sondermautgebühren an, beispielsweise auf der Großglockner Hochalpenstraße oder dem Brenner. Die digitale Vignette wird grundsätzlich erst 18 Tage nach Kauf gültig – für spontane Reisen sollte die kostenpflichtige Sofortgültigkeit gewählt werden.
Lohnt sich die Anreise mit dem Elektroauto?
Die Anreise mit dem Elektroauto ist durchaus machbar, erfordert aber sorgfältige Planung. Entlang der Hauptverkehrsachsen existiert ein dichtes Netz an Schnellladestationen, besonders von Anbietern wie IONITY, Smatrics oder dem ÖAMTC. In größeren Städten und Tourismusregionen finden sich zahlreiche Ladepunkte, während abgelegene Gebirgstäler noch Lücken aufweisen können. Die österreichische Topografie mit vielen Steigungen beeinflusst die Reichweite deutlich – bergauf steigt der Verbrauch erheblich, während bergab Energie zurückgewonnen werden kann. Eine vorherige Routenplanung mit Apps wie A Better Routeplanner hilft, Ladestopps optimal zu planen. Viele Hotels bieten mittlerweile kostenfreie Lademöglichkeiten für Gäste an.
Welche Kleidung braucht man für die Berge im Sommer?
Selbst im Hochsommer können die Temperaturen in den Bergen deutlich kühler sein als im Tal – das Zwiebelprinzip mit mehreren Schichten bewährt sich am besten. Ein atmungsaktives Funktionsshirt als Basis, eine wärmende Fleece- oder Softshelljacke als Zwischenschicht und eine wind- und wasserdichte Regenjacke als äußere Schicht decken alle Wetterlagen ab. Eine lange Wanderhose schützt vor Sonnenbrand und Kratzern durch Vegetation, während feste Wanderschuhe mit gutem Profil Sicherheit auf steinigen Wegen bieten. Sonnenschutz ist in höheren Lagen besonders wichtig – Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille und Kopfbedeckung gehören zur Grundausstattung. Ein Rucksack mit ausreichend Wasser, Snacks und einer kleinen Erste-Hilfe-Ausrüstung vervollständigt die Wanderausrüstung für sichere und komfortable Bergtouren.
Österreich erwartet seine Besucher mit einer einzigartigen Mischung aus Natur, Kultur und Gastfreundschaft. Jede Region offenbart eigene Besonderheiten, während die Menschen ihre Traditionen mit Stolz pflegen und gleichzeitig offen für Neues bleiben. Eine Rundreise durch die Alpenrepublik hinterlässt unvergessliche Eindrücke, sei es beim Blick vom Großglockner, beim Genuss eines Wiener Kaffees in historischem Ambiente oder beim Bad in einem türkisblauen Kärntner See. Die Kombination aus leichter Erreichbarkeit, hervorragender Infrastruktur und überwältigenden Landschaften macht Österreich zum idealen Reiseziel für Entdecker aller Altersgruppen und Interessen.
