Indien-Rundreise: Die besten Routen & Angebote
Zusammenfassung
Indien ist weit mehr als ein Reiseziel. Es ist eine Sinnesreise durch Jahrtausende alte Traditionen, ein Kaleidoskop aus Farben, Düften und Klängen, das jeden Besucher in seinen Bann zieht. Von den schneebedeckten Gipfeln des Himalayas bis zu den palmengesäumten Stränden Keralas erstreckt sich ein Land voller Kontraste. Prachtvolle Paläste erzählen von vergangenen Dynastien, während moderne Metropolen pulsieren. Spiritualität durchdringt den Alltag, sei es an den heiligen Ufern des Ganges oder in den stillen Klöstern Ladakhs. Eine Rundreise durch Indien bedeutet, in eine Welt einzutauchen, die zugleich vertraut und fremd wirkt, die herausfordert und verzaubert.
Für Erstbesucher ebenso wie für erfahrene Reisende bietet Indien unerschöpfliche Möglichkeiten. Die schiere Größe des Landes erfordert sorgfältige Planung, doch die Belohnung ist unvergesslich. Ob Sie durch die Festungen Rajasthans wandern, vor dem Taj Mahal ehrfürchtig verharren oder in den Backwaters Keralas zur Ruhe kommen – jede Region offenbart ihren eigenen Charakter. Diese Vielfalt macht Indien zu einem der faszinierendsten Reiseziele weltweit, das sich immer wieder neu entdecken lässt.
Unsere Top-Reisen und -Hotels in Indien
1. Private Rundreise: Indiens Goldenes Dreieck & optional Goa

Diese sorgfältig konzipierte Rundreise führt Sie durch die ikonischsten Destinationen Nordindiens. Das Goldene Dreieck verbindet Delhi, Agra und Jaipur zu einer perfekten Einführung in die mogulische und rajputische Pracht. In Delhi erleben Sie den Kontrast zwischen der chaotischen Altstadt mit ihren engen Gassen und dem weitläufigen Neu-Delhi mit seinen kolonialen Prachtstraßen. Das Rote Fort und die Jama Masjid zeugen von der Macht der Mogulherrscher.
Agra beherbergt das wohl berühmteste Monument der Welt: Das Taj Mahal erhebt sich in zeitloser Schönheit aus weißem Marmor. Ein Besuch bei Sonnenaufgang, wenn das erste Licht die Kuppeln sanft erhellt, bleibt unvergesslich. Das mächtige Agra Fort erzählt von Kaiser Shah Jahan, der hier seine letzten Jahre in Gefangenschaft verbrachte, mit Blick auf das Grabmal seiner geliebten Gattin.
Jaipur, die rosa Stadt, verzaubert mit dem Amber Fort, das majestätisch über der Stadt thront. Die Jeepfahrt hinauf zum Fort bietet spektakuläre Ausblicke. Im Inneren beeindrucken der Sheesh Mahal mit seinen unzähligen Spiegeln und die kunstvollen Wandmalereien. Der Stadtpalast und das astronomische Observatorium Jantar Mantar runden das kulturelle Programm ab. Für zusätzliche Entspannung bietet die optionale Verlängerung in Goa paradiesische Strände und portugiesisches Erbe am Arabischen Meer.
2. Private Rundreise: Unvergessliches Rajasthan in 7 oder 11 Nächten

Diese Rundreise taucht tief in das Herz Rajasthans ein, dem Land der Könige und Festungen. Die Route führt Sie durch malerische Wüstenlandschaften zu prächtigen Maharadscha-Palästen und lebendigen Basaren. Mandawa präsentiert sich als Freilichtmuseum mit seinen reich verzierten Havelis, deren Fassaden farbenprächtige Fresken schmücken. Diese Kaufmannshäuser erzählen Geschichten aus einer Zeit, als Karawanen die Seidenstraße bereisten.
Pushkar gilt als eine der heiligsten Städte des Hinduismus. Der einzige Brahma-Tempel Nordindiens zieht Pilger aus ganz Indien an. Die Ghats am heiligen See bieten besonders in den frühen Morgenstunden eine spirituelle Atmosphäre, wenn Gläubige rituelle Waschungen vollziehen. Jodhpur, die blaue Stadt, beeindruckt mit dem gewaltigen Mehrangarh Fort, das sich dramatisch über der Altstadt erhebt. Von den Bastionen eröffnet sich ein überwältigendes Panorama über die indigoblauen Häuser der Brahmanenviertel.
Ein besonderes Highlight bildet der Ranthambore-Nationalpark, einer der besten Orte Indiens für Tiger-Beobachtungen. Während zweier Safaris durchstreifen Sie den ehemaligen Jagdgrund der Maharadschas, wo heute majestätische Raubkatzen, Leoparden und zahlreiche Vogelarten leben. Die Ruine des Ranthambore Fort thront malerisch über dem Dschungel. Mit deutschsprachigem Guide erleben Sie jedes Detail dieser facettenreichen Reise intensiv und authentisch.
3. Rajasthan Rundreise in 7 Nächten mit Verlängerung auf den Malediven

Diese außergewöhnliche Kombireise vereint das kulturelle Erbe Rajasthans mit paradiesischer Entspannung. Nach intensiven Tagen voller Besichtigungen erwarten Sie die türkisfarbenen Lagunen der Malediven. Die Rajasthan-Route folgt den Höhepunkten des Goldenen Dreiecks und erweitert sie um die spirituelle Dimension Pushkars sowie die kunsthandwerkliche Tradition Mandawas.
Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen den staubigen Wüstenstraßen Rajasthans und dem kristallklaren Wasser des Indischen Ozeans. Im Medhufushi Island Resort erwarten Sie geräumige Villen mit privatem Sonnendeck, entweder direkt am weißen Strand oder über der Lagune. Das Resort bietet hervorragende Schnorchelmöglichkeiten, Wassersport und Wellness-Behandlungen.
Die All-inclusive-Verpflegung lässt keine Wünsche offen. Internationale und maledivische Spezialitäten werden in mehreren Restaurants serviert, darunter frischer Fisch und Meeresfrüchte. Nach den kulturellen Eindrücken Indiens ist diese tropische Verlängerung die perfekte Gelegenheit, um die Erlebnisse in Ruhe zu verarbeiten und neue Energie zu tanken.
Indien entdecken: Ein Fest für die Sinne
Kaum ein Land vermag es, so viele Emotionen gleichzeitig zu wecken wie Indien. Die kulturelle Vielfalt manifestiert sich in über 2.000 verschiedenen ethnischen Gruppen und mehr als 1.600 gesprochenen Sprachen. Hinduismus, Islam, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus haben hier ihre Spuren hinterlassen und ein reiches spirituelles Erbe geschaffen. Tempel mit kunstvoll gemeißelten Fassaden stehen neben modernen Glastürmen, während jahrhundertealte Rituale im Alltag lebendig bleiben.
Die Farbenpracht Indiens ist legendär. Safrangelbe Gewürze türmen sich auf den Basaren, leuchtend rote Saris flattern im Wind, und die rosafarbenen Sandsteinmauern von Jaipur glühen in der Abendsonne. Jeder Bundesstaat zelebriert seine eigenen Feste mit überschwänglicher Freude – vom Holi-Fest der Farben bis zum Lichterfest Diwali. Auch kulinarisch erwartet Sie eine Geschmacksexplosion: Würzige Currys aus dem Norden, milde Kokosnussgerichte aus Kerala, knusprige Dosas aus Tamil Nadu und die berühmten Tandoori-Spezialitäten prägen die vielfältige Küche.
Spiritualität durchzieht das tägliche Leben auf eine Weise, die westliche Besucher oft tief berührt. Morgens steigen Räucherstäbchen vor kleinen Schreinen auf, Glocken läuten in Tempeln, und Pilger versammeln sich an heiligen Flüssen. Diese tiefe Religiosität verbindet sich mit einer bemerkenswerten Gastfreundschaft, die Fremde wie Ehrengäste behandelt.
Die beliebtesten Reiserouten
Indien erstreckt sich über eine Fläche, die ungefähr neun Mal so groß ist wie Deutschland. Die Auswahl der Route hängt von Ihren Interessen, der verfügbaren Zeit und der Reisezeit ab. Einige klassische Routen haben sich über Jahrzehnte bewährt und bieten einen ausgezeichneten Einstieg in die indische Vielfalt.
Das Goldene Dreieck in 7–10 Tagen
Diese Route gilt als Klassiker für Erstbesucher und verbindet drei der faszinierendsten Städte Nordindiens. Delhi bildet den Ausgangspunkt mit seiner Mischung aus mogulischer Architektur und britischem Kolonialerbe. Die Hauptstadt beeindruckt durch ihre Größe und Energie. Das Rote Fort aus rotem Sandstein, die weitläufige Jama Masjid und das India Gate sind nur einige der Sehenswürdigkeiten.
Agra liegt etwa 200 Kilometer südlich und beherbergt das unvergleichliche Taj Mahal. Dieses Meisterwerk indo-islamischer Baukunst wurde von über 20.000 Handwerkern in 22 Jahren Bauzeit errichtet. Der weiße Marmor wurde aus über 300 Kilometer Entfernung herangeschafft. Besonders eindrucksvoll sind die feinen Intarsienarbeiten aus Halbedelsteinen, die florale Muster in die Wände zaubern. Das massive Agra Fort diente mehreren Mogulkaisern als Residenz.
Jaipur komplettiert das Dreieck als Hauptstadt Rajasthans. Die gesamte Altstadt erstrahlt in rosarotem Sandstein, was ihr den Beinamen "rosa Stadt" einbrachte. Das Amber Fort oberhalb der Stadt beeindruckt durch seine Lage und Architektur. Der Hawa Mahal mit seinen 953 kleinen Fenstern ermöglichte den Hofdamen, ungesehen das Straßenleben zu beobachten. Diese Route kann bequem in sieben bis zehn Tagen absolviert werden und bietet einen perfekten Einstieg in die indische Kultur.
Rajasthan intensiv in 14–21 Tagen
Für Reisende mit mehr Zeit lohnt sich eine ausgedehnte Tour durch ganz Rajasthan. Diese Region verkörpert wie keine andere das romantische Bild von Maharadschas, Festungen und Wüstenlandschaften. Neben den Stationen des Goldenen Dreiecks erwarten Sie weitere Juwelen.
Udaipur wird oft als schönste Stadt Indiens bezeichnet. Die Stadt der Seen bezaubert mit ihren weißen Palästen am Ufer des Pichola-Sees. Der Lake Palace scheint auf dem Wasser zu schweben und diente als Kulisse für den James-Bond-Film "Octopussy". Bootsfahrten bei Sonnenuntergang gehören zu den romantischsten Erlebnissen Indiens.
Jodhpur thront am Rand der Thar-Wüste. Das gewaltige Mehrangarh Fort erhebt sich 125 Meter über der Stadt und zählt zu den eindrucksvollsten Festungen Asiens. Die Altstadt mit ihren charakteristischen blauen Häusern erstreckt sich zu Füßen der Festung. Der lebhafte Sardar-Markt bietet Gewürze, Textilien und Kunsthandwerk.
Jaisalmer, die goldene Stadt, liegt mitten in der Wüste Thar. Die gesamte Festungsanlage aus gelbem Sandstein scheint aus den Dünen zu wachsen. Eine Kamelübernachtung in den Sanddünen von Sam gehört zu den unvergesslichen Erlebnissen. Unter dem Sternenhimmel der Wüste, begleitet von traditioneller Musik, spüren Sie die Magie Rajasthans besonders intensiv.
Der tropische Süden in 14 Tagen
Südindien unterscheidet sich erheblich vom Norden. Das Klima ist feuchter und tropischer, die Vegetation üppiger. Die dravidische Kultur mit ihren farbenprächtigen Tempeln prägt die Region. Kerala gilt als eines der schönsten Reiseziele Indiens und wurde vom National Geographic Traveler unter die zehn Paradiese der Welt gewählt.
Die Backwaters bilden ein verzweigtes Netzwerk aus Lagunen, Seen und Kanälen entlang der Malabar-Küste. Eine Fahrt auf einem traditionellen Hausboot, einem umgebauten Reiskahn, gehört zu den entspanntesten Erlebnissen Indiens. Sie gleiten durch grüne Wasserstraßen, vorbei an Kokospalmen, Reisfeldern und kleinen Dörfern. Das Leben am Wasser entfaltet sich in gemächlichem Rhythmus.
Kerala ist auch das Zentrum des Ayurveda. Zahlreiche Resorts bieten authentische Kuren an, die Körper und Geist regenerieren. Die Behandlungen reichen von Ölmassagen über Stirngüsse bis zu individuell zusammengestellten Kräutermedizinen. Nach den oft intensiven Eindrücken Nordindiens bietet eine Ayurveda-Kur die perfekte Balance.
Tamil Nadu beeindruckt mit monumentalen Tempelanlagen. Madurai beherbergt den Meenakshi-Tempel, dessen über 50 Meter hohe Gopurams (Türme) mit Tausenden bunter Götterstatuen bedeckt sind. Der Tempel bildet das pulsierende Zentrum der Stadt. Weitere bedeutende Tempelstädte sind Thanjavur und Kanchipuram. Die Bronzestatuen und Steinmetzarbeiten zählen zu den kunsthistorischen Schätzen Indiens.
Spiritualität am Ganges
Für spirituell Interessierte führt kein Weg an den heiligen Städten entlang des Ganges vorbei. Varanasi gilt als älteste durchgehend bewohnte Stadt der Welt und als heiligste Stadt des Hinduismus. An den Ghats, den Treppenanlagen zum Fluss, vollziehen sich täglich unzählige Rituale. Morgens steigen Pilger ins Wasser für rituelle Waschungen, abends finden die spektakulären Ganga-Aarti-Zeremonien statt, bei denen Priester mit Öllampen tanzen.
Die Kremationsstätten am Manikarnika Ghat konfrontieren Besucher mit der Vergänglichkeit des Lebens. Hier zu sterben und verbrannt zu werden gilt als besonders verdienstvoll, da es den Kreislauf der Wiedergeburten durchbrechen soll. Die Intensität dieser Erfahrung berührt die meisten Reisenden tief.
Rishikesh liegt am Oberlauf des Ganges, wo der Fluss noch klar aus dem Himalaya strömt. Die Stadt gilt als Yoga-Hauptstadt der Welt. Zahlreiche Ashrams bieten Kurse in Meditation, Pranayama und verschiedenen Yoga-Stilen an. Die Beatles verbrachten 1968 Zeit im Ashram von Maharishi Mahesh Yogi, was Rishikesh internationale Bekanntheit verschaffte. Die hängenden Brücken über den türkisfarbenen Ganges und die Zeremonien bei Sonnenuntergang schaffen eine friedvolle Atmosphäre.
Die Highlights: Das dürfen Sie nicht verpassen
Bei der schieren Fülle an Sehenswürdigkeiten fällt die Auswahl schwer. Einige Orte sollten jedoch auf keiner Indien-Reise fehlen, da sie die Essenz des Landes in besonderer Weise verkörpern.
Taj Mahal: Tipps für den perfekten Besuch
Das Taj Mahal zählt zu den berühmtesten Bauwerken der Menschheit. Kaiser Shah Jahan ließ es zwischen 1631 und 1648 als Grabmal für seine verstorbene Gattin Mumtaz Mahal errichten. Die Liebe, die dieses Monument inspirierte, verleiht ihm eine besondere Aura. Der weiße Marmor schimmert je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Tönen – rosa im Morgengrauen, strahlend weiß am Mittag, golden im Abendlicht.
Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist der frühe Morgen bei Sonnenaufgang. Dann sind die Besucherströme noch überschaubar und das sanfte Morgenlicht taucht das Monument in magisches Licht. Die Tore öffnen bereits vor Sonnenaufgang. Beachten Sie, dass das Taj Mahal jeden Freitag geschlossen bleibt, da die angrenzende Moschee für das Freitagsgebet genutzt wird.
Aus Sicherheitsgründen gelten strenge Einlasskontrollen. Stative, große Taschen und Lebensmittel sind nicht gestattet. Fotografieren ist erlaubt, allerdings nur im Außenbereich. Im Inneren des Mausoleums herrscht Fotografierverbot. Nehmen Sie sich Zeit, die feinen Intarsienarbeiten zu bewundern. Halbedelsteine wie Lapislazuli, Karneol und Jade bilden florale Muster von atemberaubender Präzision.
Nationalparks: Auf Safari im Dschungel
Indien beherbergt die weltweit größte Population wild lebender Tiger. Mehrere Nationalparks bieten hervorragende Chancen, diese majestätischen Raubkatzen in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Der Ranthambore-Nationalpark in Rajasthan zählt zu den besten Orten für Tiger-Sichtungen. Die Tiere haben sich an die Safarifahrzeuge gewöhnt und zeigen sich relativ häufig, besonders in den kühlen Monaten von Oktober bis März.
Die Safaris finden in offenen Jeeps oder Canters statt und werden von erfahrenen Naturguides begleitet. Neben Tigern leben im Park Leoparden, Lippenbären, Sambarhirsche, Nilgauantilopen und über 300 Vogelarten. Die malerischen Ruinen des Ranthambore Fort thronen über dem Dschungel und bilden eine beeindruckende Kulisse.
Der Kanha-Nationalpark in Madhya Pradesh inspirierte Rudyard Kipling zu seinem Dschungelbuch. Die weitläufigen Graslandschaften und Salwälder bieten optimale Bedingungen für Wildtierbeobachtungen. Hier wurde das erfolgreiche Projekt zur Rettung des Barasingha-Hirsches durchgeführt. Der Bandhavgarh-Nationalpark weist die höchste Tigerdichte aller indischen Parks auf, was die Sichtungschancen erhöht.
Hampi: Ruinenstadt im Süden
Die Ruinen von Hampi zählen zum UNESCO-Welterbe und gehören zu den faszinierendsten archäologischen Stätten Asiens. Vom 14. bis 16. Jahrhundert war Hampi die Hauptstadt des mächtigen Vijayanagara-Reiches, das weite Teile Südindiens beherrschte. Die Stadt soll damals über 500.000 Einwohner gehabt haben – größer als Rom zur gleichen Zeit.
Heute erstrecken sich die Ruinen über 26 Quadratkilometer einer surrealen Landschaft aus Granitfelsen. Über 1.600 erhaltene Strukturen zeugen von der einstigen Pracht: Tempel mit kunstvoll gemeißelten Säulen, Paläste, Wasserleitungen und Marktplätze. Der Vittala-Tempel beeindruckt mit seinem steinernen Streitwagen und den musikalischen Säulen, die beim Anschlagen unterschiedliche Töne erzeugen.
Die Lage zwischen bizarren Felsformationen verleiht Hampi eine mystische Atmosphäre. Besonders bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, wenn das Licht die Steine golden färbt, entfaltet sich die volle Magie dieses Ortes. Fahrräder oder Motorroller sind ideale Fortbewegungsmittel, um das weitläufige Gelände zu erkunden.
Ladakh: Klein-Tibet im Hochgebirge
Ladakh liegt im äußersten Norden Indiens zwischen den Gebirgsketten des Himalayas und des Karakolums. Die Region wird oft als "Klein-Tibet" bezeichnet, da die Bevölkerung überwiegend tibetisch-buddhistisch ist. Die karge Hochgebirgslandschaft mit ihren schneebedeckten Gipfeln, türkisfarbenen Seen und bunten Klöstern unterscheidet sich völlig vom Rest Indiens.
Leh bildet das Zentrum der Region auf etwa 3.500 Metern Höhe. Akklimatisation ist wichtig, um Höhenkrankheit zu vermeiden. Die Stadt wird von einem alten Palast überragt, der dem Potala-Palast in Lhasa ähnelt. In der Umgebung liegen zahlreiche Klöster wie Hemis, Thiksey und Lamayuru, wo Mönche ihre jahrhundertealten Traditionen pflegen.
Der Pangong-See erstreckt sich über 134 Kilometer bis nach Tibet. Sein Wasser schimmert in wechselnden Blautönen von türkis bis tiefblau. Die Fahrt dorthin führt über den Changla-Pass auf 5.360 Metern Höhe. Die extreme Landschaft aus kahlen Bergen, Gletschern und weiten Hochebenen fasziniert Naturliebhaber. Ladakh ist nur von Mai bis September zugänglich, da im Winter Schnee die Pässe blockiert.
Reiseplanung und Logistik: Indien im Wandel
Indien hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte bei der touristischen Infrastruktur gemacht. Die Planung und Durchführung einer Reise ist deutlich einfacher geworden, erfordert aber dennoch sorgfältige Vorbereitung.
E-Visum Indien: Der digitale Weg
Seit der Einführung des elektronischen Visums hat sich der Antragsprozess erheblich vereinfacht. Deutsche Staatsangehörige können das e-Tourist Visa vollständig online beantragen. Der Antrag sollte mindestens vier Tage vor der geplanten Einreise gestellt werden. Das e-TV ermöglicht in den meisten Fällen zwei Einreisen für einen Aufenthalt von bis zu 60 Tagen.
Die Beantragung erfolgt über die offizielle Webseite indianvisaonline.gov.in. Sie benötigen einen gescannten Reisepass, ein digitales Passfoto und eine Kreditkarte für die Bezahlung. Die Gebühren variieren je nach Saison und Aufenthaltsdauer zwischen 25 und 80 USD. Nach Genehmigung erhalten Sie das e-Visum per E-Mail. Drucken Sie es unbedingt aus, da Sie es bei der Einreise vorzeigen müssen.
Für längere Aufenthalte oder andere Reisezwecke müssen Sie weiterhin ein reguläres Visum bei der indischen Botschaft beantragen. Geschäftsreisende, Studenten oder Personen, die länger als 60 Tage bleiben möchten, wählen diese Option. Die Bearbeitungszeit beträgt etwa eine Woche.
Transport: Vielfältige Möglichkeiten
Indiens Größe erfordert bei längeren Reisen die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel. Das Flugzeugnetz ist gut ausgebaut. Inlandsflüge zwischen großen Städten sind oft überraschend günstig. Fluggesellschaften wie IndiGo, SpiceJet und Air India bedienen alle wichtigen Routen. Buchen Sie rechtzeitig, um von günstigen Tarifen zu profitieren.
Das indische Schienennetz ist legendär und transportiert täglich über 23 Millionen Passagiere. Eine Zugfahrt gehört zu den authentischsten Indien-Erlebnissen. Die verschiedenen Klassen reichen von einfachen Sitzplätzen bis zu komfortablen Klimaanlagen-Schlafwagen. Für Touristen besonders interessant sind die AC-Klassen (klimatisiert) der ersten und zweiten Klasse.
Die Buchung erfolgt über die offizielle Webseite der Indian Railways (IRCTC). Die Registrierung kann für Ausländer etwas kompliziert sein. Alternativ nutzen Sie Cleartrip oder MakeMyTrip, die benutzerfreundlicher sind. Beliebte Strecken sind oft Wochen im Voraus ausgebucht, planen Sie also rechtzeitig. Für spontane Reisende gibt es Touristenquoten, die einen Teil der Plätze reservieren.
In Städten haben sich Uber und Ola als zuverlässige Transportmittel etabliert. Die Apps funktionieren hervorragend und bieten faire Preise ohne Verhandlungen. Auto-Rikschas sind günstiger, aber der Preis sollte vorher ausgehandelt werden. In Delhi, Mumbai und Bangalore existieren moderne Metro-Systeme, die schnell und preiswert sind.
Unterwegs mit einem Fahrer: Komfort und Sicherheit
Für Rundreisen ist ein privater Chauffeur oft die beste Wahl. Der indische Verkehr kann chaotisch und gewöhnungsbedürftig sein. Hupen gilt als Kommunikationsmittel, Verkehrsregeln werden kreativ interpretiert, und auf den Straßen tummeln sich Autos, Busse, Rikschas, Motorräder, Kühe und Fußgänger gleichzeitig.
Ein erfahrener Fahrer kennt die Straßen, navigiert sicher durch den Verkehr und kann wertvolle lokale Tipps geben. Die Fahrzeuge sind in der Regel klimatisierte PKW oder bei größeren Gruppen Minivans. Die Kosten für Fahrer und Fahrzeug sind in Indien sehr moderat. Ein Auto mit Fahrer für mehrere Tage kostet oft weniger als ein Mietwagen in Europa.
Viele Reiseveranstalter bieten komplette Pakete an, die Transport, Unterkünfte und Guide kombinieren. Dies nimmt Ihnen die gesamte Planungsarbeit ab und garantiert reibungslose Abläufe. Alternativ können Sie vor Ort Fahrer über Hotels oder Agenturen buchen. Klären Sie vorab alle Details wie Tagesstrecke, Übernachtungskosten für den Fahrer und eventuelle Mautgebühren.
Beste Reisezeit: Der Monsun-Faktor
Indiens Klima variiert stark zwischen den Regionen. Die Wahl der Reisezeit beeinflusst Ihr Erlebnis erheblich. Grundsätzlich gilt die Zeit von Oktober bis März als optimale Reisezeit für die meisten Landesteile.
In Nordindien herrscht von Oktober bis März angenehmes Wetter mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 20 und 28 Grad. Dies ist die Hochsaison mit entsprechend höheren Preisen und mehr Touristen. Dezember und Januar können in Delhi, Jaipur und Agra morgens recht kühl werden. Nehmen Sie warme Kleidung für die frühen Morgenstunden mit.
Ab April steigen die Temperaturen deutlich. Mai und Juni sind extrem heiß mit Werten über 40 Grad, in manchen Regionen sogar über 45 Grad. Reisen werden anstrengend, und viele Aktivitäten sind kaum möglich. Dies ist allerdings die günstigste Reisezeit mit erheblichen Ermäßigungen.
Der Monsun dauert von Juni bis September. Während dieser Monate bringen kräftige Regenfälle Abkühlung, aber auch Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen. Manche Regionen wie Kerala oder Goa sind während des Monsuns besonders reizvoll. Die Natur erblüht in sattem Grün, Wasserfälle rauschen, und die Preise sind niedrig. Andere Gebiete wie Ladakh sind in dieser Zeit unzugänglich.
Südindien folgt einem etwas anderen Muster. Die beste Reisezeit für Kerala, Tamil Nadu und Karnataka liegt zwischen November und Februar. Die Temperaturen sind gemäßigt, und die Luftfeuchtigkeit erträglich. Goa ist von November bis März ideal für Strandurlaub.
Kosten und Budgetplanung
Indien gilt als preisgünstiges Reiseziel, wobei die Kosten stark vom gewählten Komfortniveau abhängen. Backpacker kommen mit sehr wenig Geld aus, während Luxusreisende in ehemaligen Maharadscha-Palästen übernachten können.
Tagesbudget nach Kategorie
Preisbewusste Reisende finden in Indien paradiesische Bedingungen. Mit etwa 30 bis 40 Euro pro Tag lässt sich komfortabel reisen. Einfache, aber saubere Unterkünfte kosten 10 bis 15 Euro pro Nacht. Lokale Mahlzeiten in einfachen Restaurants sind für 2 bis 4 Euro erhältlich. Transport in öffentlichen Bussen oder zweiter Klasse im Zug ist sehr günstig.
Mittelklasse-Reisende sollten mit 60 bis 100 Euro täglich rechnen. Dafür erhalten Sie komfortable Hotels der 3- bis 4-Sterne-Kategorie, Mahlzeiten in guten Restaurants, klimatisierte Transportmittel und gelegentliche Extras wie Massagen oder geführte Touren. Diese Kategorie bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Luxusreisende können in Indien wahrhaft königlich residieren. Heritage-Hotels in umgebauten Palästen und Festungen bieten erstklassigen Service und historisches Ambiente. Mit 150 bis 500 Euro pro Tag erhalten Sie 5-Sterne-Komfort, Gourmet-Küche, private Fahrer und exklusive Erlebnisse. Einige der schönsten Heritage-Hotels befinden sich in Rajasthan, wie das Oberoi Udaivilas in Udaipur oder das Taj Lake Palace.
Nebenkosten und Eintrittspreise
Viele Monumente erheben unterschiedliche Eintrittspreise für indische Staatsbürger und ausländische Touristen. Das Taj Mahal kostet für Inder 50 Rupien, für Ausländer jedoch 1.300 Rupien (etwa 14 Euro). Diese Preisdifferenzierung ist üblich und wird durch Subventionen für Einheimische begründet.
Ein Kombiticket für mehrere Monumente kann sich lohnen. In Agra gibt es beispielsweise ein Ticket für das Taj Mahal, Agra Fort und Fatehpur Sikri. Museen verlangen meist moderate Gebühren zwischen 100 und 500 Rupien. Für Kameras wird oft ein zusätzlicher Betrag fällig.
Trinkgeld ist in Indien üblich, aber die Beträge sind moderat. In Restaurants runden Sie auf oder geben 5 bis 10 %. Fahrer freuen sich über 300 bis 500 Rupien pro Tag, Guides über ähnliche Beträge. Kofferträger erhalten 50 bis 100 Rupien pro Gepäckstück.
Sicherheit und Gesundheit: "Delhi Belly" vermeiden
Hygiene und Gesundheit erfordern in Indien besondere Aufmerksamkeit. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen lassen sich die meisten Probleme vermeiden.
Trinkwasser sollte ausschließlich aus versiegelten Flaschen stammen. Leitungswasser ist nicht trinkbar, auch nicht zum Zähneputzen. Achten Sie darauf, dass Flaschen ungeöffnet sind. Eiswürfel in Drinks sollten Sie in einfachen Lokalen meiden. In Hotels und guten Restaurants werden meist Eiswürfel aus gefiltertem Wasser verwendet.
Streetfood gehört zu den kulinarischen Highlights Indiens, birgt aber Risiken. Wählen Sie Stände mit hohem Kundenaufkommen – dort ist das Essen frisch. Beobachten Sie die Zubereitung. Frittiertes ist relativ sicher, da hohe Temperaturen Keime abtöten. Rohes Gemüse in Salaten sollten Sie meiden. Schälen Sie Obst selbst. Die Regel lautet: "Cook it, peel it, or forget it."
Magenverstimmungen, umgangssprachlich "Delhi Belly" genannt, treffen viele Reisende. Der Körper muss sich an neue Bakterien anpassen. Nehmen Sie Medikamente gegen Durchfall mit, aber verwenden Sie sie nicht sofort. Oft reicht es, viel zu trinken und leichte Kost zu sich zu nehmen. Elektrolytlösungen helfen bei Flüssigkeitsverlust. Bei anhaltendem Fieber oder Blut im Stuhl konsultieren Sie einen Arzt.
Notwendige Impfungen umfassen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A. Bei Langzeitaufenthalten empfehlen sich zusätzlich Hepatitis B, Typhus und Tollwut. Eine Gelbfieberimpfung ist nur bei Einreise aus Endemiegebieten vorgeschrieben. Malaria existiert in einigen Regionen, besonders in ländlichen Gebieten und während des Monsuns. Für Rajasthan, Delhi und die touristischen Routen besteht kaum Risiko. In gefährdeten Gebieten schützen Mückenschutz und gegebenenfalls Prophylaxe.
Sonnenschutz ist wichtig. Die Sonne ist intensiv, besonders von März bis Juni. Verwenden Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, tragen Sie einen Hut und trinken Sie ausreichend Wasser. Dehydrierung tritt schnell ein bei heißem Wetter und vielen Besichtigungen.
Frauen auf Reisen sollten zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen treffen. Indien hat leider Probleme mit sexueller Belästigung. Kleiden Sie sich konservativ, besonders außerhalb touristischer Zentren. Bedeckte Schultern und Knie sind angemessen. Meiden Sie nachts einsame Gegenden und nutzen Sie registrierte Taxis oder Uber. In Zügen wählen Sie Abteile mit anderen Frauen. Viele Züge haben spezielle Frauenabteile. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen reisen Tausende von Frauen sicher allein durch Indien. Vertrauen Sie Ihrer Intuition und seien Sie wachsam.
Häufig gestellte Fragen zu Rundreisen in Indien (FAQ):
Wie viele Wochen sollte ich für Indien einplanen?
Die ideale Reisedauer hängt von der gewählten Route ab. Für das Goldene Dreieck genügen sieben bis zehn Tage. Eine umfassende Rajasthan-Rundreise erfordert zwei bis drei Wochen. Wer Nord- und Südindien kombinieren möchte, sollte mindestens vier Wochen einplanen. Indien ist so vielfältig, dass selbst Monate nicht ausreichen, um alles zu sehen. Konzentrieren Sie sich auf einige Regionen und nehmen Sie sich Zeit, diese intensiv zu erleben, statt hektisch von Ort zu Ort zu hetzen.
Ist eine Indien-Reise für Familien mit Kindern geeignet?
Indien kann ein faszinierendes Reiseziel für Familien sein, erfordert aber sorgfältige Planung. Kinder werden überall herzlich empfangen. Inder sind äußerst kinderfreundlich. Allerdings sind die hygienischen Bedingungen, das Klima und die langen Fahrtstrecken Herausforderungen. Ältere Kinder ab etwa zehn Jahren verkraften die Eindrücke besser. Wählen Sie gute Hotels, achten Sie penibel auf Hygiene und planen Sie Ruhepausen ein. Kürzere Touren durch Rajasthan mit Elefanten, Festungen und bunten Märkten begeistern Kinder oft. Kerala mit seinen Backwaters und Stränden ist ebenfalls familienfreundlich.
Wie verständige ich mich vor Ort?
Englisch ist in Indien weit verbreitet, besonders in touristischen Gebieten, Hotels und Restaurants. Die meisten gebildeten Inder sprechen gut Englisch, da es in Schulen unterrichtet wird. Schilder, Speisekarten und Informationen sind oft zweisprachig in Hindi und Englisch. In ländlichen Gegenden kann die Verständigung schwieriger werden. Ein Reiseführer mit wichtigen Phrasen in Hindi hilft. Freundlichkeit und Geduld überbrücken die meisten Sprachbarrieren. Inder sind hilfsbereit und bemühen sich, Touristen zu unterstützen.
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