Nepal-Rundreise 2026: Die besten Routen & Angebote
Zusammenfassung
Nepal gehört zu den faszinierendsten Reisezielen Asiens und vereint auf kleinstem Raum schneebedeckte Achttausender, üppige Dschungellandschaften und eine jahrtausendealte Kultur. Das Land zwischen Indien und China zieht Abenteurer, Trekking-Fans und spirituell Suchende gleichermaßen in seinen Bann. Eine Rundreise durch Nepal bedeutet, in Welten einzutauchen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: vom geschäftigen Treiben der Königsstädte im Kathmandu-Tal über meditative Klöster am Fuße des Annapurna-Massivs bis hin zu Safaris im subtropischen Chitwan-Nationalpark. Für bieten sich hervorragende Möglichkeiten, dieses kleine Land intensiv zu erleben – sei es auf eigene Faust oder im Rahmen organisierter Touren. Die optimale Kombination aus Kultur, Natur und Wanderabenteuern macht Nepal zu einem Ziel, das man nicht so schnell vergisst.
Nepal entdecken: Wo Götter und Berge sich treffen
Nepal ist weit mehr als ein Trekkingparadies. Das Land gilt als Schmelztiegel zweier großer Weltreligionen: Hinduismus und Buddhismus prägen den Alltag, die Architektur und die Festkultur. In den verwinkelten Gassen von Kathmandu duftet es nach Räucherstäbchen, während Pilger die zahlreichen Tempel und Stupas umrunden. Der Pashupatinath-Tempel am Ufer des Bagmati-Flusses ist einer der heiligsten Orte des Hinduismus und Schauplatz ritueller Feuerbestattungen. Nur wenige Kilometer entfernt erhebt sich die imposante Boudhanath-Stupa, das spirituelle Zentrum des tibetischen Buddhismus außerhalb Tibets. Hier drehen sich bunte Gebetsmühlen, und Mönche in purpurroten Roben ziehen ihre Runden.
Doch Nepal wäre nicht Nepal ohne seine Bergwelt. Acht der vierzehn Achttausender der Erde thronen im Himalaya, darunter der legendäre Mount Everest. Diese majestätischen Gipfel üben seit Generationen eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Bergsteiger und Naturliebhaber aus. Bereits vom Flugzeug aus eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama über schneebedeckte Gipfelketten, die sich scheinbar endlos erstrecken. Wer auf einer Rundreise auch nur einmal den Sonnenaufgang über dem Annapurna-Massiv erlebt hat, versteht, warum viele Reisende von Nepal als einem Ort sprechen, an dem Himmel und Erde sich berühren.
Unsere Top-Reisen in Nepal
1. Rundreise durch den Nepal & Trekking Tour durchs Annapurna Himal

Diese außergewöhnliche Tour kombiniert kulturelle Höhepunkte mit einem mehrtägigen Trekking durch die spektakuläre Bergwelt des Annapurna Himal. Sie beginnen in Kathmandu, wo Sie die UNESCO-Weltkulturerbestätten Pashupatinath, Boudhanath und Swayambhunath besuchen. Anschließend führt die Reise nach Pokhara, wo eine Bootsfahrt auf dem Phewa-See und der beeindruckende Poon Hill Trek auf dem Programm stehen. Während des Trekkings übernachten Sie in gemütlichen Teehäusern und genießen grandiose Ausblicke auf Dhaulagiri, Annapurna und die Lamjung Himal-Kette. Der Weg führt durch Rhododendronwälder, vorbei an traditionellen Gurung-Dörfern und hinauf zum Annapurna Base Camp auf über 3.000 Metern Höhe. Ein besonderes Highlight ist das Bad in einer natürlichen heißen Quelle am Fluss. Mit insgesamt 14 Tagen bietet diese Rundreise ein intensives Eintauchen in die nepalesische Kultur und Natur.
2. Private Rundreise Nepal – 8 oder 12 Nächte in 4*-Hotels

Für Reisende, die Komfort und kulturelle Vielfalt schätzen, ist diese private Rundreise ideal. Sie übernachten in ausgewählten 4*-Hotels wie dem Marriott in Kathmandu oder dem Mount Kailash Resort in Pokhara. Die achttägige Variante führt von Kathmandu über das malerische Dulikhel nach Pokhara und weiter in den Chitwan-Nationalpark. Die zwölftägige Version erweitert das Programm um Patan, Tansen und Lumbini – den Geburtsort Buddhas. Zu den Höhepunkten zählen eine Wanderung von Sarangkot mit Panoramablick auf den Himalaya, eine Bootstour auf dem Phewa-See sowie eine Safari im Chitwan Nationalpark, wo Sie Nashörner, Krokodile und mit etwas Glück sogar Bengalische Tiger beobachten können. Ein englischsprachiger Guide begleitet Sie auf allen Etappen und vermittelt tiefgehende Einblicke in Geschichte, Religion und Alltag Nepals.
3. Rundreise Nepal – 7 oder 9 Nächte in 3*- oder 4*-Hotels

Diese flexible Rundreise richtet sich an Einsteiger und Familien, die Nepal in kurzer Zeit kennenlernen möchten. Die siebentägige Route führt zu den wichtigsten Orten: Kathmandu mit seinen mittelalterlichen Königsstädten Bhaktapur und Patan, Pokhara mit Bootsfahrt und Sonnenaufgang am Sarangkot sowie der Chitwan Nationalpark mit Dschungelsafari per Jeep. Die neuntägige Variante ergänzt das Programm um das traditionelle Dorf Dulikhel, das einen herrlichen Blick auf die Berge bietet. Alle Unterkünfte sind sorgfältig ausgewählt, und die Verpflegung kann zwischen Halbpension und Vollpension gewählt werden. Ein besonderes Extra ist die optionale Panoramaflug-Tour über den Himalaya, bei der Sie Everest, Lhotse und Makalu aus nächster Nähe erleben. Diese Rundreise eignet sich hervorragend für alle, die einen ersten Eindruck von Nepal gewinnen möchten, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.
Die perfekte Route für 2 Wochen
Wer zwei Wochen Zeit mitbringt, kann Nepal in seiner ganzen Vielfalt erleben. Eine ausgewogene Mischung aus kulturellen Highlights und Naturerlebnissen sorgt dafür, dass die Reise sowohl entspannend als auch abenteuerlich wird. Der klassische Rundreiseverlauf beginnt meist in Kathmandu, führt über Pokhara in den Chitwan Nationalpark und endet mit optionalen Abstechern nach Lumbini oder Bandipur. Jede Station bietet einzigartige Eindrücke und ergänzt die anderen perfekt.
Kathmandu-Tal (3–4 Tage): Die Königsstädte Patan und Bhaktapur sowie die Stupas von Boudhanath und Swayambhunath
Das Kathmandu-Tal ist das kulturelle Herz Nepals und beherbergt sieben UNESCO-Weltkulturerbestätten. Die Hauptstadt Kathmandu selbst ist ein lebendiges Chaos aus Tempeln, Märkten und modernen Geschäften. Der Durbar Square im Zentrum zeigt eindrucksvoll die Baukunst der Malla-Könige, auch wenn das Erdbeben von 2015 einige Schäden hinterließ. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Bhaktapur, eine mittelalterliche Stadt, die wie ein lebendiges Freilichtmuseum wirkt. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Handwerker formen Töpferwaren, Frauen trocknen Reis auf den Plätzen, und der Nyatapola-Tempel ragt majestätisch in den Himmel. Patan, die dritte Königsstadt, besticht durch filigrane Holzschnitzereien und eine entspannte Atmosphäre. Die große Stupa von Boudhanath zieht täglich tausende Pilger an, während Swayambhunath – auch Affentempel genannt – hoch über der Stadt thront und einen grandiosen Blick über das Tal bietet. Drei bis vier Tage reichen aus, um diese Höhepunkte in Ruhe zu erkunden.
Pokhara (3 Tage): Die „Stadt am See" – Ausgangspunkt für Trekkings und Zentrum für Paragliding
Pokhara liegt etwa 200 Kilometer westlich von Kathmandu und gilt als Tor zum Annapurna-Gebiet. Die Stadt besticht durch ihre Lage am Phewa-See mit direktem Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Annapurna-Massivs und des markanten Fischschwanz-Berges Machhapuchhre. Eine Bootsfahrt auf dem See gehört zu den entspannendsten Erlebnissen der Reise – besonders in den frühen Morgenstunden, wenn sich die Berge im spiegelglatten Wasser reflektieren. Pokhara ist zudem ein Paradies für Aktivsportler: Paragliding-Flüge über dem See sind ein unvergessliches Abenteuer, und zahlreiche Trekkingtouren starten direkt von hier. Der Sonnenaufgang vom Aussichtspunkt Sarangkot ist ein absolutes Muss: Die ersten Sonnenstrahlen färben die Berggipfel in zartes Rosa und Gold. Drei Tage in Pokhara bieten genug Zeit für Erholung, Ausflüge und vielleicht eine kurze Wanderung in die umliegenden Dörfer.
Chitwan-Nationalpark (3 Tage): Nashorn-Safaris und Dschungel-Exkursionen im subtropischen Süden
Der Chitwan-Nationalpark im südlichen Tiefland Nepals bietet einen spektakulären Kontrast zur Bergwelt des Himalayas. Dieses geschützte Gebiet ist Heimat von Panzernashörnern, Lippenbären, Krokodilen und über 500 Vogelarten. Mit etwas Glück begegnet man sogar dem scheuen Bengalischen Tiger. Die Safari erfolgt per Jeep und bietet Ihnen hautnahe Begegnungen mit der Tierwelt. Eine Kanufahrt auf dem Rapti-Fluss führt vorbei an Krokodilen, die sich auf Sandbänken sonnen. Abends werden traditionelle Tänze der Tharu-Ethnie aufgeführt, die seit Generationen im Einklang mit dem Dschungel leben. Der Chitwan-Nationalpark wurde 1984 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt und ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder ausgewogenen Nepal-Rundreise. Drei Tage reichen aus, um die wichtigsten Aktivitäten zu erleben und in die tropische Atmosphäre einzutauchen.
Bandipur oder Lumbini (2 Tage): Ein authentisches Bergdorf oder der Geburtsort Buddhas
Wer noch zwei Tage übrig hat, sollte entweder Bandipur oder Lumbini in die Route einbauen. Bandipur ist ein charmantes Newari-Dorf auf einem Bergrücken zwischen Kathmandu und Pokhara. Die Architektur ist perfekt erhalten, die Atmosphäre ruhig und authentisch. Hier gibt es keine großen Sehenswürdigkeiten, dafür aber das echte Nepal abseits der Touristenströme. Lumbini hingegen ist der Geburtsort von Siddhartha Gautama, dem historischen Buddha, und zählt zu den wichtigsten Pilgerstätten der buddhistischen Welt. Der heilige Garten mit dem Maya Devi Tempel und die Ashoka-Säule aus dem 3. Jahrhundert vor Christus ziehen Gläubige aus der ganzen Welt an. Beide Orte bieten einen würdigen Abschluss oder eine bereichernde Zwischenstation auf einer zweiwöchigen Rundreise.
Die besten Trekking-Optionen für Rundreisende
Nepal und Trekking gehören zusammen wie Berge und Schnee. Selbst wer keine mehrtägige Hochgebirgstour plant, sollte zumindest einen kurzen Trek einplanen, um die Schönheit der Landschaft hautnah zu erleben. Die Auswahl reicht von leichten Tagestouren bis zu anspruchsvollen Expeditionen in über 5.000 Meter Höhe. Für Rundreisende, die nur begrenzt Zeit haben, bieten sich besonders drei klassische Routen an.
Für Einsteiger: Der Poon Hill Trek (4–5 Tage) mit spektakulärem Panorama auf Annapurna und Dhaulagiri
Der Poon Hill Trek gilt als einer der schönsten und zugleich einfachsten Trekkingtouren in Nepal. Die Route startet in Nayapul, etwa eine Stunde Fahrt von Pokhara entfernt, und führt durch terrassenförmig angelegte Reisfelder, dichte Rhododendronwälder und traditionelle Gurung-Dörfer. Der höchste Punkt liegt auf etwa 3.200 Metern, sodass die Gefahr der Höhenkrankheit gering bleibt. Der Höhepunkt ist der Sonnenaufgang auf dem Poon Hill: Wenn die ersten Strahlen die Gipfel von Annapurna, Dhaulagiri und Machhapuchhre berühren, entsteht ein Farbspektakel, das selbst erfahrene Bergsteiger ins Staunen versetzt. Übernachtet wird in einfachen, aber gemütlichen Teehäusern, die warme Mahlzeiten und ein Dach über dem Kopf bieten. Diese Tour eignet sich perfekt für Einsteiger und kann problemlos in eine zweiwöchige Rundreise integriert werden.
Der Klassiker: Das Everest Base Camp (EBC) – 12 bis 14 Tage pure Hochgebirgsluft
Wer vom höchsten Berg der Welt träumt, sollte das Everest Base Camp auf 5.364 Metern Höhe ansteuern. Diese Tour erfordert allerdings gute Kondition, ausreichend Zeit und eine sorgfältige Akklimatisierung. Der Trek beginnt in Lukla, das per Inlandsflug von Kathmandu aus erreicht wird. Die Route führt durch das Khumbu-Tal, vorbei am legendären Kloster Tengboche und dem Sherpa-Dorf Namche Bazaar. Unterwegs begegnet man Yak-Karawanen, bunten Gebetsfahnen und gastfreundlichen Sherpa-Familien. Der Anblick des Everest, Lhotse und Ama Dablam ist überwältigend. Die Rückkehr erfolgt auf derselben Route, was die Gesamtdauer auf etwa zwei Wochen bringt. Für eine Rundreise ist das EBC nur geeignet, wenn man mindestens drei Wochen Zeit mitbringt oder den Trek als Hauptteil der Reise plant.
Kultur-Trekking: Das Langtang Valley (weniger überlaufen und tief im tibetischen Kulturraum)
Das Langtang Valley liegt nördlich von Kathmandu und ist deutlich weniger überlaufen als die Routen rund um Annapurna und Everest. Die Landschaft ist geprägt von tiefen Tälern, dichten Wäldern und schneebedeckten Gipfeln. Die Bewohner sind überwiegend tibetischer Herkunft, und die Kultur ist stark vom Buddhismus beeinflusst. Das Erdbeben von 2015 hat die Region schwer getroffen, doch inzwischen sind die Wege wieder begehbar und die Dörfer größtenteils wieder aufgebaut. Der Trek dauert etwa sieben bis zehn Tage und führt durch Kyanjin Gompa, ein malerisches Kloster auf 3.870 Metern Höhe. Von hier aus lassen sich weitere Aussichtspunkte erwandern, die atemberaubende Blicke auf Langtang Lirung und andere Sechstausender bieten. Wer Ruhe, Authentizität und tibetische Kultur sucht, ist im Langtang Valley genau richtig.
Reiseplanung & Logistik
Eine Rundreise durch Nepal erfordert sorgfältige Planung, insbesondere was Inlandsflüge, Transfers und die nötigen Genehmigungen betrifft. Die Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren verbessert, doch manche Strecken bleiben abenteuerlich. Wer gut vorbereitet ist, vermeidet unangenehme Überraschungen und kann die Reise in vollen Zügen genießen.
Inlandsflüge: Warum der Flug nach Lukla ein Abenteuer für sich ist und welche Airlines 2026 als sicher gelten
Der Flug von Kathmandu nach Lukla gilt als einer der spektakulärsten und zugleich gefährlichsten der Welt. Die Start- und Landebahn ist nur 527 Meter lang, endet an einem Abgrund und liegt auf 2.845 Metern Höhe. Wetterbedingte Verzögerungen sind häufig, und Flüge werden oft kurzfristig verschoben oder gestrichen. Dennoch ist der Flug nach Lukla für viele Trekker unverzichtbar, da er den Zugang zum Everest-Gebiet erheblich erleichtert. Zu den als sicher geltenden Airlines gehören Tara Air und Summit Air, die moderne Flugzeuge einsetzen und strenge Sicherheitsstandards befolgen. Auch Flüge nach Pokhara werden häufig angeboten und sind eine bequeme Alternative zur langen Busfahrt. Bei der Buchung sollte man flexibel bleiben und Pufferzeiten einplanen.
Transport: Überlandfahrten mit dem Touristenbus vs. Privatfahrer (Straßenzustand beachten!)
Die meisten Überlandstrecken in Nepal werden entweder mit dem Touristenbus oder einem privaten Fahrzeug zurückgelegt. Touristenbusse sind kostengünstig, klimatisiert und fahren feste Routen wie Kathmandu-Pokhara oder Pokhara-Chitwan. Die Fahrt dauert zwischen fünf und sieben Stunden und führt über kurvenreiche Bergstraßen. Wer mehr Komfort und Flexibilität wünscht, bucht einen Privatfahrer mit Geländewagen. Das ist zwar teurer, ermöglicht aber Zwischenstopps an sehenswerten Orten wie Bandipur oder Manakamana. Der Straßenzustand variiert stark: Hauptstraßen sind meist asphaltiert, Nebenstraßen können jedoch holprig und staubig sein. Während der Monsunzeit (Juni bis September) sind manche Routen durch Erdrutsche blockiert. Generell sollte man für Überlandfahrten ausreichend Zeit und Geduld mitbringen.
Visum & Einreise: Alles zum e-Visa/Pre-Registration und den Gebühren (30 USD für 15 Tage / 50 USD für 30 Tage)
Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Nepal ein Visum, das entweder vorab online oder bei Ankunft am Flughafen Kathmandu ausgestellt werden kann. Die Online-Registrierung über das Nepal Immigration Portal beschleunigt den Prozess erheblich. Nach dem Ausfüllen des Formulars erhält man einen Barcode, den man am Flughafen vorzeigt. Die Gebühren betragen 30 USD für 15 Tage oder 50 USD für 30 Tage und können in bar (US-Dollar oder Euro) oder per Kreditkarte bezahlt werden. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Für Trekkinggebiete wie Annapurna oder Everest sind zusätzlich Permits erforderlich, die vor Ort oder über Agenturen erhältlich sind. Die TIMS-Card (Trekkers' Information Management System) kostet etwa 20 USD und dient der Sicherheit der Wanderer.
Beste Reisezeit: Klare Sicht und milde Temperaturen
Die Wahl der richtigen Reisezeit entscheidet maßgeblich über den Erfolg einer Nepal-Rundreise. Das Klima variiert stark je nach Höhenlage und Jahreszeit. Generell gelten zwei Hauptsaisons als ideal: der Frühling von März bis Mai und der Herbst von Oktober bis November. Beide Perioden bieten klare Sicht auf die Berge, angenehme Temperaturen und geringe Niederschläge. Im Frühling blühen die Rhododendronwälder in leuchtenden Farben, während der Herbst nach dem Monsun die beste Fernsicht des Jahres verspricht. Die Wintermonate Dezember bis Februar sind ebenfalls möglich, allerdings kann es in höheren Lagen empfindlich kalt werden. Der Monsun von Juni bis September bringt starke Regenfälle, rutschige Wege und Wolken, die die Berge verdecken – für Trekkingtouren ist diese Zeit weniger geeignet. Wer kulturelle Highlights bevorzugt und auf Bergblicke verzichten kann, findet auch im Monsun ruhige Bedingungen und günstige Preise.
Kosten-Check: Budgetplanung
Nepal gehört zu den günstigsten Reisezielen Asiens, doch die Kosten variieren je nach Reisestil erheblich. Backpacker kommen mit wenig Geld aus, während Komfort-Reisende durchaus dreistellige Tagesbudgets einplanen sollten. Eine realistische Budgetplanung hilft, böse Überraschungen zu vermeiden.
Tagesbudget: Von Low-Budget (ca. 30 Euro im Teehaus) bis Mittelklasse (80–120 Euro inkl. Fluganteil)
Wer in einfachen Teehäusern übernachtet, lokale Gerichte isst und öffentliche Busse nutzt, kommt mit etwa 30 Euro pro Tag aus. Darin enthalten sind Übernachtung (5–10 Euro), drei Mahlzeiten (10–15 Euro) und kleinere Ausgaben. Mittelklasse-Reisende, die in 3*- oder 4*-Hotels übernachten, organisierte Touren buchen und gelegentlich ein Restaurant besuchen, sollten mit 80 bis 120 Euro pro Tag rechnen. Hinzu kommen die Kosten für Inlandsflüge (ca. 100–150 Euro pro Strecke), Permits und eventuell einen privaten Guide. Luxusreisende finden in Kathmandu und Pokhara erstklassige Hotels mit Spa-Bereich und internationalem Standard, was das Budget entsprechend erhöht. Insgesamt bleibt Nepal jedoch deutlich günstiger als viele andere asiatische Destinationen.
Trekking-Permits: Kosten für die TIMS-Card und Nationalpark-Gebühren
Für die meisten Trekkinggebiete sind spezielle Genehmigungen erforderlich. Die TIMS-Card kostet etwa 20 USD und wird von der Nepal Tourism Board ausgestellt. Sie dient der Erfassung und Sicherheit der Trekker. Zusätzlich fallen Nationalpark-Gebühren an: Für das Annapurna Conservation Area Project (ACAP) zahlt man rund 30 USD, für das Sagarmatha-Nationalpark-Permit (Everest-Region) ebenfalls etwa 30 USD. Diese Permits können in Kathmandu oder Pokhara bei den zuständigen Behörden oder über Trekking-Agenturen erworben werden. Für abgelegene Regionen wie Upper Mustang oder Manaslu sind spezielle Restricted Area Permits erforderlich, die deutlich teurer sind (ab 100 USD pro Woche). Alle Gebühren tragen zum Erhalt der Nationalparks und zur Unterstützung lokaler Gemeinden bei.
Sicherheit & Gesundheit: Die Höhenkrankheit ernst nehmen
Nepal ist grundsätzlich ein sicheres Reiseland, doch die Höhenlage bringt spezifische Risiken mit sich. Die akute Bergkrankheit (AMS) kann ab 2.500 Metern auftreten und sich durch Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel äußern. Der einzige wirksame Schutz ist langsame Akklimatisierung: Nicht mehr als 300 bis 500 Höhenmeter pro Tag gewinnen und regelmäßig Ruhetage einlegen. Wer Symptome bemerkt, sollte nicht weiter aufsteigen und im Zweifel absteigen. Ausreichend Flüssigkeitszufuhr ist essenziell, ebenso wie der Verzicht auf Alkohol in großen Höhen. Trinkwasser sollte stets abgekocht, gefiltert oder in Flaschen gekauft werden, um Magen-Darm-Infektionen zu vermeiden. Eine umfassende Reiseversicherung inklusive Hubschrauber-Evakuierung ist dringend empfohlen, da medizinische Versorgung in abgelegenen Regionen begrenzt ist. Impfungen gegen Hepatitis A und B, Typhus und Tollwut sind sinnvoll. Mit der richtigen Vorbereitung steht einem sicheren und unvergesslichen Nepal-Abenteuer nichts im Wege.
Häufig gestellte Fragen zu Rundreisen in Nepal (FAQ):
Wie viele Tage sollte man für eine Rundreise durch Nepal einplanen?
Für eine klassische Rundreise, die Kathmandu, Pokhara und den Chitwan Nationalpark umfasst, sollten mindestens zehn bis vierzehn Tage eingeplant werden. Wer zusätzlich eine mehrtägige Trekkingtour unternehmen möchte, benötigt mindestens drei Wochen. Kürzere Aufenthalte von sieben bis acht Tagen ermöglichen einen guten Überblick über die kulturellen Highlights, lassen aber wenig Raum für Wanderungen oder Entspannung.
Ist Nepal auch für Familien mit Kindern geeignet?
Ja, Nepal ist ein kinderfreundliches Reiseland. Besonders das Kathmandu-Tal, Pokhara und der Chitwan Nationalpark bieten familiengerechte Aktivitäten wie Bootsfahrten, Safaris und kulturelle Besichtigungen. Für Trekkingtouren sollten Kinder mindestens acht Jahre alt sein und bereits Wandererfahrung mitbringen. Die Höhenlage erfordert besondere Vorsicht, und medizinische Versorgung ist in abgelegenen Gebieten eingeschränkt. Mit guter Planung wird Nepal jedoch zu einem unvergesslichen Abenteuer für die ganze Familie.
Welche Sprache wird in Nepal gesprochen, und kommt man mit Englisch zurecht?
Die Amtssprache ist Nepali, doch in touristischen Gebieten wie Kathmandu, Pokhara und auf den Trekkingrouten wird häufig Englisch gesprochen. Guides, Hotelmitarbeiter und viele Einheimische verfügen über gute Englischkenntnisse. Ein paar Brocken Nepali wie "Namaste" (Hallo) oder "Dhanyabad" (Danke) werden jedoch sehr geschätzt und öffnen Türen.
Nepal verbindet auf einzigartige Weise spirituelle Tiefe, atemberaubende Natur und herzliche Gastfreundschaft. Eine Rundreise durch dieses faszinierende Land hinterlässt Erinnerungen, die ein Leben lang bleiben. Ob kulturelle Schätze im Kathmandu-Tal, Sonnenaufgänge über dem Himalaya oder Safaris im Dschungel – Nepal bietet jedem Reisenden etwas Besonderes. Mit der richtigen Planung, flexibler Reisezeit und Respekt vor Natur und Kultur wird jede Nepal-Rundreise zu einem unvergesslichen Erlebnis.
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